Österreichische Autoren · Fantasy / Horror / Sci-Fi

Rezension „Der fünfte Erzengel“ von Andreas Gruber ★★★★

Grusel-Anthologie / Hier begegnen einem Grusel, Ekel, Übernatürliches, Ur-Ängste und vieles mehr.

 

Andreas Gruber serviert ein deftiges 15-Gänge-Menü phantastischen Schreckens und menschlicher Abgründe. Treten Sie ein in Friedhöfe, Nervenheilanstalten, verlassene Herrenhäuser und düstere Altbauten, in denen der Wahnsinn nistet. Seien Sie gefasst auf ein unheimliches Brüderpaar, einen geheimnisvollen Fahrstuhl, eine heimtückische Seuche, eine tödliche Buchpräsentation, einen verhängnisvollen Urlaub in das Herzen Marokkos und den finalen Horror biblischen Ausmaßes. (Klappentext)

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Dies ist bereits die 2. Grusel-Anthologie von Andreas Gruber und wie schon in der Ersten ist auch hier für jeden etwas dabei. Angefangen vom klassischen Grusel im E.A. Poe-Stil, über ekelhafte Geschichten, bis hin zu SciFi-Horror.
Manche Geschichten sind mal mehr, mal weniger unheimlich, manche bis zum Erbrechen ekelerregend, andere beschäftigen sich mit der Ur-Angst des Menschen oder sind einfach „nur“ Psycho-Horror. Aber eines haben all die Geschichten gemeinsam – die sich stetig steigernde Spannung in einem unglaublich mitreißendem Schreibstil und den Leser so in den Bann zieht.

Andreas Gruber ist meines Erachtens der Meister der Kurzgeschichten, denn selbst auf den nur wenigen Seiten einer Short-Story schafft er es ein unglaubliches Setting zu erschaffen und die Charaktere keineswegs blass wirken zu lassen.Wie gewohnt fehlt es hier auch nicht an morbidem und/oder sarkastischem Humor, ebenso werden Klischees durch den Kakao gezogen und dies alles in einer unheimlichen und morbiden Atmosphäre.

Und was wäre eine Andreas Gruber-Anthologie ohne Vorwort. Selbst die Einleitung ist eine Geschichte für sich. Weiters wird jede Geschichte durch ein Vorwort eingeleitet und jedes verdient besondere Aufmerksamkeit. Diese enthalten nämlich viel Autobiographisches vom Autor selbst und lässt einem die Geschichte hinter der Geschichte kennenlernen. Das ist zum Einen interessant und zum Andren auch sehr amüsant zu lesen.

Fazit:
Wer sich kurzweiligen und angenehmen Grusel aussetzen oder sich für Halloween einstimmen möchte, dem sei diese Grusel-Anthologie ans Herz zu legen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung. Also tretet ein in die Welt des Makaberen und lasst euch etwas Gänsehaut bescheren.

© Pink Anemone

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Weitere Produktinformationen:

Unabhängiger und selbständiger Kauf des Buches!

  • Taschenbuch: 388 Seiten
  • Verlag: Luzifer-Verlag (31. August 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3958352367
  • ISBN-13: 978-3958352360
  • Preis: 12,99€ (Stand vom 15.10.2017)
  • Auch erhältlich als E-Book

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Weitere rezensierte Werke des Autors:

Anthologien:

Thriller:

Maarten S. Sneijder & Sabine Nemetz-Reihe:

  1. „Todesfrist“
  2. „Todesurteil“
  3. „Todesmärchen“
  4. „Todesreigen“

Pulaski & Meyers-Reihe:

  1. „Rachesommer“
  2. „Racheherbst“
  3. „Rachewinter“

 


 

 

11 Kommentare zu „Rezension „Der fünfte Erzengel“ von Andreas Gruber ★★★★

  1. Hey 🙂

    Ich sehe schon, wir haben uns hier beide sehr gut amüsiert bei diesem Buch 🙂 . Irgendwann sollten wir mal zusammen eine Lesung von Andreas besuchen 😀 … Ich nenne zwar nicht alle von Andreas‘ Büchern als Erstauflage mein Eigen, kann aber langsam wenigstens mitreden (Bücherei sei Dank 😀 ).

    Liebe Grüße
    Ascari

    Gefällt 1 Person

    1. Oh ja unbedingt!!! Ich wollte schon öfters zu einer Lesung von ihm gehen. Immerhin hat er mir versprochen mir all seine Bücher zu signieren und wenn ich mit einer ganzen Schubkarre voll davon käme. Bis jetzt ist mir immer mein Dienst in die Quere gekommen. Aber Andreas wird sicher noch öfters Lesungen machen *g*

      Gefällt 1 Person

  2. Ich fand schon bei „Northern Gothic“ so toll, dass der Autor zu jeder Geschichte eine Einleitung gibt mit zusätzlichen Infos, und einen gleich in die richtige Stimmung dafür bringt. Andreas Gruber kann nicht nur Romane, auch bei den Kurzgeschichten ist er für mich mit ganz vorne dabei.

    LG Gabi

    Gefällt 1 Person

    1. Wie wahr! Diese VorWÖRTER sind quasi schon sein Markenzeichen. Ohne ihnen wäre es gar keine richtige Andreas Gruber-Anthologie. Und wie ich schon in der Rezi geschrieben habe: Er ist ein Meister der Kurzgeschichten!

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  3. Hey,

    bei diesem Buch würden wir uns wohl nie einig werden. Ich hatte es vor geraumer Zeit gelesen und mich konnten nur wenige Geschichten wirklich begeistern. Irgendwie war auch der Horror-Faktor nicht so sehr spürbar.

    Ich überlege allerdings mal ein anderes Buch des Autors zu lesen.

    Liebe Grüße und noch ein schönes Wochenende

    Anja

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Anja,
      bei Anthologien sind ja immer paar Kurzgeschichten dabei, die nicht so Bombe sind. Bei Andreas ist vieles nicht Horror im eigentlichen Sinn, sondern eher Grusel/Schauder. Man kann die Geschichten also keinesfalls mit so manchen Büchern aus Festa vergleichen.
      Zudem sind ja auch Geschmäcker verschieden, worüber ich sehr froh bin und ich deshalb immer auch gerne Rezensionen anderer Blogger verlinke, die gänzlich anderer Meinung sind als ich 😉
      Ich kann Dir auf jeden Fall die Thriller von ihm empfehlen. Da geht es manchmal grausiger zu als in seinen Grusel-Anthologien *g*.

      Liebe Grüße aus Wien,
      Conny

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