Geschenke aus d. Küche · Küchenschlacht

Rezept „Lemon Curd“

Ein Lesejahr „United Kingdom“ ohne ein entsprechendes Kochbuch geht ja nun mal gar nicht. Ebenso wenig ein bibliophiles Lesejahr ohne Lemon Curd. Wieso also nicht beides kombinieren?

Ich liebe alles was mit Zitronen zu tun hat – Zitronenkuchen, Zitronenkekse, Zitronensaft, in meine Pastarezepte findet immer ein Schuß Zitronensaft seinen Weg und auch meine Salate werden hauptsächlich mit Zitronensaft gesäuert, anstatt mit Essig. Da ist es nur verständlich, dass mein erstes britisches Rezept eine Lemon Curd ist.

Es gibt davon unzählige Rezepte im Web, ich habe mich jedoch nie getraut es  zuzubereiten. Es klang kompliziert und anstrengend.
Mit dem Buch „Königlich und Köstlich“ von Carolin Robb sprang ich jedoch über meinen Lemon-Curd-Angstschatten. Denn mal ehrlich, wenn es mit der Anleitung der Köchin aus dem Königshaus nicht funktioniert, dann gar nicht. Und was soll ich sagen? Es ist anstrengend (man rührt sich hier wirklich einen Wolf), aber kompliziert? – absolutely not! Es wurde jedoch nicht so wie ich erwartete und auch nach dem zweiten Anlauf war das Ergebnis nicht so wie es sein sollte.
Beim ersten Versuch dachte ich es würde ausflocken und habe alles gleich in die Toilette gekippt. Tja, hätte ich nur schön brav weitergerührt und gewartet.
Also seid gewarnt – man braucht Geduld und einen starken Rühr-Arm (danach spart man sich das Hanteltraining für diesen Tag).
Beim zweiten Versuch war das Ergebnis zwar von der Optik und vom Geschmack (es schmeckt wirklich einfach göttlich) absolut genial, aber die Konsistenz machte mir noch ein klein wenig zu schaffen. Mein Lemon Curd wurde trotzdem nicht so cremig wie ich es gerne gehabt hätte, sondern eher eine Mischung aus cremig und flüssig. Aber liest selbst und vielleicht findet Ihr den Fehler.

Lemon Curd 5
© Pink Anemone

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Das Rezept wurde 1:1 aus dem Buch übernommen / Meine Gedanken habe ich in kursiv geschrieben

Zutaten für ein ca. 400ml Glas

Lemon Curd 9
© Pink Anemone
  • 2 Eier (Größe L)
  • 2oog feiner Zucker
  • 140g Butter
  • abgeriebene Schale und Saft von 2 Bio-Zitronen

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Zubereitung

  • Das Einmachglas zuvor gut reinigen, auskochen oder mit Wodka reinigen
  • Die Zitronen unter warmen Wasser waschen und anschließend Zitronenzesten abreiben und den Saft auspressen
Lemon Curd 7
© Pink Anemone
  • Die Eier verquirlen und mit Zucker, Butter, Zitronenschale und dem Zitronensaft in einen Wasserbadtopf (oder eine Glasschüssel) geben, der über siedendem Wasser steht. Darauf achten, die Mischung nicht zu überhitzen, da sie sonst gerinnt.
Lemon Curd 6
© Pink Anemone
  • Gut rühren, um den Zucker aufzulösen und 15-20 Minuten sieden lassen bis die Masse dicklich wird. Bei Abkühlen dickt sie noch weiter ein.  / Wichtig ist hier vor allem das Rühren und das man ununterbrochen rührt. Bei mir hat es sicher länger als 20 Minuten gedauert, bis es anfing etwas einzudicken und auch nach dem Kühlen, wurde es bei mir nicht so cremig. Da muss ich noch etwas herumprobieren und herausfinden an was es lag.
  • In das vorgewärmte Glas füllen und nach dem vollständigen Abkühlen das Glas verschließen. Es ist im Kühlschrank 2 Wochen haltbar / Ich habe während des Abkühlens immer wieder umgerührt, damit sich die Butter nicht absetzt.
Lemon Curd 10
© Pink Anemone

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Diese Lemon Curd schmeckt einfach himmlisch und ich würde mich am liebsten reinlegen. Nur mit der Konsistenz bin ich noch etwas unzufrieden, wie oben schon erwähnt. Vielleicht ist unter Euch ein Lemon Curd-Experte, der mir den ein oder anderen Tipp geben kann.

 

Die Rezension zu dem Buch „Königlich und Köstlich“ findet Ihr HIER.
Dieses Buch kann ich wirklich jedem England-Koch-Fan empfehlen. So vielfältige Rezepte, von einfach bis etwas komplizierter, von herzhaft bis süß und alles mit wundervollen und stimmungsvollen Bildern begleitet, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

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6 Kommentare zu „Rezept „Lemon Curd“

  1. nomnomnomnom :3
    Ich bin kein Experte. Koche/Backe aber gerne. Daher meine Frage vorab: Ist es dir zu flüssig? Zu fest? (auf den Bildern siehts flüssig aus)
    War das Ei richtig gut geschlagen?
    Immer direkt den Zucker mit unsers Ei und dann später Stück für Stück die Butter darunter. (wie bei fluffigem Kuchen).
    Vllt hilft das schon?
    Werds bald mal testen :3

    Gefällt 1 Person

    1. Oh ja, das hilft ungemein. Ich habe es so gemacht wie im Rezept angegeben. Ei schlagen und dann alles (absolut alles) in die Schüssel und sich über dem Wasserbad einen Wolf schlagen. Das nächste Mal mache ich es auf Deine Art. Du hast dann aber schon alles über einem Wasserbad geschlagen, oder?
      Jedenfalls vielen Dank für den Tipp. Jetzt muss ich ganz fix mein Lemon Curd aufessen 😁

      Gefällt mir

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