Rezensionen · Sachbücher/Biographien

Rezension „The Awful English Grammar/Die schreckliche englische Grammatik“ von Jeremy Taylor ★★★

Je nachdem zu welchem Lerntyp man gehört, kann dieses Buch durchaus hilfreich sein.

Das Problem mit der englischen Grammatik

Wer kennt sie nicht, die Fallstricke der englischen Sprache? Man denkt, es klappt schon ganz gut, und dann weiß man doch wieder nicht, ob man sich mit of, by oder from für die richtige Präposition entschieden hat oder wie es um die Zeitenfolge bei if-Sätzen im Konditional II bestellt ist. Jeremy Taylor besitzt langjährige Erfahrung als Englischlehrer und kennt sich mit den Problemen im Sprachunterricht aus. Er weiß: Grammatik muss verstanden werden, und sein Buch ist Beweis dafür, dass das sogar amüsant sein kann! In leicht verständlichen Dialogen werden dem Leser Mustersätze wie auf einem Tee-Tablett serviert und am jeweiligen Kapitelende in einer Tabelle zusammengefasst…(Klappentext)

die schreckliche englische grammatik 4
© Pink Anemone

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„Darf ich vorstellen: Barry Buggins, ein leidenschaftlicher, wenn auch nicht besonders begabter Mann aus England.“
———–
„Meet Barry Buggins, an enthusiastic, but not particularly talented Man from England.“
(S .8 & 9 – Anfang)

Ich sage immer mein Englisch hat Harry Potter-Niveau, bedeutet, dass ich Kinderbücher bis, sagen wir mal 12 Jahren, lesen kann und den Zusammenhang verstehe, ohne ständig im Wörterbuch nachschlagen zu müssen.
Die Grammatik war jedoch immer schon mein großes Problem. Ich habe mich im Laufe der Jahre immer höchst erfolgreich davor gedrückt mich näher damit zu beschäftigen, so eine Abneigung habe ich dagegen.
Da ich von den zweisprachigen Ausgaben aus dem dtv-Verlag bisher sehr begeistert war (und immer noch bin), wählte ich nun diese Neuausgabe, welche sich mit der englischen Grammatik beschäftigt. Irgendwann muss ich diesbezüglich ja mal in die Puschen kommen.

Das vorliegende Buch soll für Einsteiger geeignet sein. Nun ja, dem kann ich mich nicht wirklich anschließen. Meiner Meinung nach sollte mindestens das B1-Niveau vorhanden sein.
Zudem ist die Art Sprachen und die dazugehörige Grammatik zu erlernen sehr individuell. Was für den einen die richtige Art und Weise ist, muss bei einem Anderen nicht zwangsläufig ebenso funktionieren. Tja, und leider muss ich sagen, dass sich mir in diesem Buch die englische Grammatik nicht völlig erschloss.
Was sich mir jedoch erschloss war, dass ich zu diesen Grammatik-Lern-Typen gehöre, der die Grammatik nicht anhand von Geschichten erlernen kann, sondern wie in Mathematik so etwas wie Formeln, Tabellen, sowie ein Arbeitsbuch benötige mit dem ich arbeiten kann. Ich muss die „Formel“ also selbst schriftlich umsetzen, um sie in mein Hirn zu bekommen.
Das ist für mich persönlich eine wichtige Erkenntnis, da ich nun weiß WIE ich an die Grammatik herangehen muss, um diese zu verinnerlichen und dies ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.

Als Ergänzung finde ich dieses Buch jedoch durchaus geeignet und nicht nur, um Grammatik zu lernen. Es blieb ja auch durchaus das eine oder Andere hängen, aber vor allem eignet es sich sehr gut als Wiedereinstieg in die englische Sprache.
Man nimmt neue Wörter in sein Vokabular auf und erlernt so manche typische Redewendung.
Die Geschichte selbst ist einfach gehalten und auch witzig. Ich musste mehrmals schmunzeln und daher liest es sich im Grunde relativ flott weg.
Die Übersetzung stimmt nicht immer 1:1 überein, z.B.: „Wirklich?“ wird hier nicht mit „Really?“ übersetzt, sondern mit „I don’t believe you.“, wobei es natürlich auf das Selbe kommt.

Was beinhaltet nun diese „Grammatik-Geschichte“?
– hauptsächlich die verschiedenen Zeitformen, deren Untergruppen, Frageform, sowie Satzkonstruktionen (hier liegt meine persönliche Schwäche)
– Präpositionen
– Substantive und ihre Eigenarten (ob Artikel davor oder nicht, zählbar oder nicht zählbar)
– Fehler die wir Deutschsprachige bezüglich gerne machen (hier habe ich persönlich am meisten mitgenommen)

die schreckliche englische grammatik 2
© Pink Anemone

Veranschlaulicht wird dies hin und wieder mit Tabellen inklusive einem Beispiel. Für mich Tabellenliebhaberin waren es jedoch eindeutig zu wenig.

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© Pink Anemone

Wiederholt wird alles innerhalb der Geschichte, was durchaus von Vorteil ist.

Fazit:
Je nachdem zu welchem Lerntypus man gehört, kann dieses Buch durchaus hilfreich sein. Für Einsteiger ist es, meines Erachtens, jedoch nicht, bzw. nur bedingt geeignet. Trotzdem es für mich persönlich nicht allzu hilfreich war, fühlte ich mich aufgrund der lockeren und witzigen Geschichte gut unterhalten und nahm für mich zwar nur wenig neue Grammatik-Erkenntnisse mit, dafür einiges an neuen Vokabeln und Redewendungen.
Für all diejenigen die ihre Englischkenntnisse auffrischen oder vertiefen wollen, kann ich jedoch die zweisprachigen Bücher aus dem dtv-Verlag empfehlen. Diese gibt es in verschiedenen Schwierigkeitsstufen, von Anfänger bis Fortgeschrittene.

© Pink Anemone

die schreckliche englische grammatik 5
© Pink Anemone

Leseprobe (© dtv-Verlag)

Autoren-Info:

Jeremy Taylor lebt in Tschechien und ist Autor, Englischlehrer und Fotograf. Seine Sammlungen englischer Witze sind in fünfzig Sprachen erschienen, bei dtv zweisprachig liegt der Band ›English Jokes. Englische Witze‹ (dtv 9484) vor. (© Amazon)

Ich kann auch seine Homepage empfehlen, auf der er unter anderem über seine Reisen, Lehrmethoden und auch Bücher spricht und man findet dort auch leckere Rezepte.

Weitere Produktinformationen:

Achtung Werbung! Lesen auf eigene Gefahr!

Rezensionsexemplar mit herzlichem Dank an den dtv-Verlag!

dtv
https://www.dtv.de/

 

  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (29. März 2018)
  • Sprache: Deutsch, Englisch
  • ISBN-10: 3423095407
  • ISBN-13: 978-3423095402
  • Preis: 10,90€

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3 Kommentare zu „Rezension „The Awful English Grammar/Die schreckliche englische Grammatik“ von Jeremy Taylor ★★★

  1. Ich lese ja regelmäßig englischsprachige Bücher, wenn auch nicht besonders komplizierte. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich auch gut englisch schreiben oder sprechen kann, nur weil ich es passiv verstehe. An meinem aktiven Englisch muss ich schon ein bisschen arbeiten – und da kommt mir eine humorvolle Hilfe gerade recht. Man holt sich seinen Input ja von verschiedenen Seiten und wenn es nicht so schulbuchmäßig daher kommt, macht es immer mehr Spaß. Deshalb habe ich mir das Buch mal notiert!
    LG Gabi

    Liken

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