Rezensionen · Thriller/Krimis

Rezension „Mörderische Teatime“ von Ivy Paul ★★★★

Humorvoller Cosy-Krimi mit irischem Flair und einer schrulligen Dame als Detektivin.

(Enthält Werbung)

Dieser BritCrime wurde mir vom Dryas-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Anbei erstmals vielen Dank an den Verlag!
Da mir jedoch urtümlich dieses Buch 2x zugestellt wurde, dachte ich mir: „Wieso kein Gewinnspiel dazu organisieren?“. Dieses findet Ihr in meinem Irland-Special. Beantwortet einfach die Frage und Ihr könnt dieses Buch, inklusive Goodies für eine gemütliche Teatime mit Buch, gewinnen.
Ich wünsche Euch viel Glück und schöne Teestunden!

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Tee, Mord und eine irische Oma als Detektivin

Anne Cleary, Moderatorin der berühmten Vorabendshow „Teatime with Annie“, wird bei der Vorbereitung der Dreharbeiten im B&B „Tae agus Ceapaire“ ermordet. Am Abend zuvor hatte sie sich mit ihrer Jugendfreundin Mae Pennywether gestritten, worauf diese ihr wutentbrannt einen qualvollen Tod gewünscht hatte. Mae gerät daher unter Tatverdacht und beginnt zu ermitteln, um den wahren Täter zu finden.
Als kurz darauf jemand versucht, Annes Co-Moderator zu vergiften, verdichten sich die Hinweise, dass die Tearoom-Besitzerin Clarissa Nelson nicht nur Gelegenheit, sondern auch Motive für beide Verbrechen hatte. Schließlich kannte auch sie Anne aus Jugendtagen und war von ihr für eine Karriere beim Fernsehen aufs Übelste im Stich gelassen worden.
Doch wie soll Mae Clarissas und ihre eigene Unschuld beweisen?…(Klappentext)

© Pink Anemone

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„Der Täter hatte sicher einen guten Grund gehabt, die alte Gewitterziege zu ermorden.
Streng rief sie sich zur Ordnung.
Was auch immer Anne getan hatte, sie hatte es nicht verdient, so zu sterben.“
(S. 72)

Dies ist der 2. Teil der Mae Pennywether-Reihe, dieser kann jedoch ohne Vorkenntnisse zum 1. Teil „Der Tote im Whiskey-Fass“ gelesen werden. Ich persönlich kenne den 1. Teil nicht und hatte keinerlei Probleme der Handlung zu folgen.

Mae Pennywether, ehemals als Ethnologin durch die Welt gereist und nun Bestseller-Autorin Irlands. Sie ist eine ältliche Dame die schon alles gesehen und erlebt hat, wie ein Whiskey-Kutscher fluchen kann und mit ihrem Leben im beschaulichen irischen Dörfchen Badger’s Burrow mehr als zufrieden ist.
Diese Ruhe und Zufriedenheit wird durch ein vom Verlag organisiertes Interview gestört, welches ausgerechnet von dieser Kuh Anne Cleary geführt werden soll. Auf diese ist Mae nämlich alles andere als gut zu sprechen. Ebenso ergeht es auch Clarissa Nelson, eine alte Freundin von Mae, in deren Tearoom das Interview stattfinden soll. Einst waren diese Frauen Jugendfreundinnen, doch nach einem Verrat seitens Anne in diesen Jugendtagen, verbindet sie nur noch Wut und Hass miteinander.
Mit den Jahren ist Anne nicht wirklich netter geworden, rührt in alten Wunden und bringt Mae dazu ihr den Tod an den Hals zu wünschen. Dieser Wunsch geht schneller in Erfüllung als gedacht. Anne wird ermordet und Mae zur Hauptverdächtigen. Die resolute Dame lässt das natürlich nicht auf sich sitzen und ermittelt auf eigene Faust – sehr zum Missfallen von Detective Inspector Andrew O’Malley…(persönliche Inhaltsangabe)

„>>Granny Mae geht auf Mörderjagd, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Du musst etwas unternehmen!<<“
(S. 47)

Dieser Cosy-Krimi lebt vom gemütlichen irischen Ambiente und seinen Charakteren. Diese sind gut skizziert und vor allem Mae Pennywether mit ihrer dickköpfigen und liebevollen Schrulligkeit sticht hier hervor. Diese alte Dame muss man einfach lieben.
Man liest auch hauptsächlich aus ihrer Sicht, man erhält aber auch Einblick in die Perspektive von Detective Inspector Andrew O’Malley.

Auch wenn es alles andere als authentisch ist, dass ein Detective sich von einer alten Dame bei seinen Ermittlungen helfen lässt und sie z.B. zu Befragungen mitnimmt, ist dieses Ermittler-Duo erfrischend anders. Es macht Spaß diese beiden zu begleiten, vor allem da Mae eine ganz eigene Art hat Fragen zu stellen und an Information zu kommen. Das führt zu humorvollen Szenen, die einen oftmals schmunzeln lassen.

© Pink Anemone

Wie der Titel des Krimis schon verrät, spielt Tee hier eine wichtige Rolle und verleiht dadurch diesem Krimi das gewisse Etwas. Die Kapitel werden z.B. immer durch ein Tee-Sprichwort eingeleitet und da Mae eine passionierte Teetrinkern ist, trinkt sie natürlich auch zu jeder Gelegenheit ein Tässchen. Man bekommt während des Lesens nicht nur Lust sich ebenfalls eine gute Tasse Tee zu genehmigen, sondern lernt nebenbei auch so ein bisschen etwas über die verschiedenen Teesorten. Des Weiteren befindet sich im Anhang noch ein Glossar, falls man mit den vielen verschiedenen Tees und irischen Bezeichnung überfordert sein sollte.

„Um ihre Gedanken zu ordnen, bereitete sie sich einen Chai zu.
Die Gewürze des Tees wirkten beruhigend auf sie.
Ein Whiskey hätte sicher einen ähnlichen Effekt gehabt,
aber in ihrem Alter sollte sie langsam ein wenig zurückhaltender mit ihrem Alkoholkonsum sein.“
(S. 105)

© Pink Anemone

Manchmal waren mir jedoch so manche Beschreibungen und Nebenhandlungen etwas zu ausschweifend und der Krimi selbst für meinen Geschmack zu ruhig. Spannung suchte ich hier vergebens. Ich muss aber auch zugeben, dass dies mein erster Cosy-Krimi ist und es Geschmackssache ist. Es war für mich quasi ein Versuch meinerseits, ob mir diese Art von Krimi gefällt. Ein weiteres Manko ist der Klappentext, welcher leider schon die Hälfte des Buches verrät und dies ist eindeutig zu viel. Vielleicht ist auch das mitunter ein Grund, weshalb mich manches nicht mehr überraschen konnte.

Fazit:
Wer ruhige und gemütliche Krimis mit ländlich-irischen Flair mag, wird diesen Krimi lieben!
Trotzdem dieser Cosy-Krimi für mich etwas zu ruhig war, habe ich mich aufgrund der schrulligen Protagonistin köstlich amüsiert. Es macht Freude diesen Krimi in gemütlicher Atmosphäre bei ein oder zwei Tässchen Tee zu genießen und dabei die Seele baumeln zu lassen. Ich persönlich habe noch nie so viel Tee getrunken wie beim Lesen dieses Cosy-Krimis *g*.

© Pink Anemone

© Pink Anemone

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Leseprobe (Quelle: Dryas-Verlag)

Mae Pennywether-Reihe:

  1. „Ein Toter im Whiskey-Fass“
  2. „Mörderische Teatime“
Bildquelle: Dryas-Verlag

 

Bildquelle: Dryas-Verlag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Autoren-Info:

 

 

Bildquelle: Amazon

Ivy Paul lebt und arbeitet in Augsburg, als begeisterte Do-it-yourself-Anhängerin frönt sie der Seifensiedekunst und dem Kosmetik-Rühren.
Irland übt seit je her eine große Faszination auf sie aus und so hat sie einige Roman geschrieben, die genau dort spielen. Im Februar 2018 erschien ihr zweiter Cozy-Krimi „Mörderische Teatime“ beim Dryas Verlag.
Obwohl ihre große Leidenschaft Romance und Liebesromane gehört, hat sie auch Fantasy (unter dem Pseudonym Lynn Carver) und einen humorvollen Augsburg-Krimi (Jo Stephan) geschrieben.

Weitere Buchinformationen:

Rezensionsexemplar mit herzlichen Dank an den Dryas-Verlag!

© Dryas-Verlag

 

  • Taschenbuch: 246 Seiten
  • Verlag: Dryas Verlag (20. Februar 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3940258830
  • ISBN-13: 978-3940258830
  • Preis: 11,00€ (Stand vom 18.06.2018)
  • Auch erhältlich als E-Book
© Pink Anemone

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2 Kommentare zu „Rezension „Mörderische Teatime“ von Ivy Paul ★★★★

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