Fantasy / Horror / Sci-Fi · Rezensionen

Rezension „MEG“ von Steve Alten ★★★★★

Toller Hai-Horror -> spannend, interessant, blutig und mit Actionszenen. Für Lesen am Limit empfehle ich dieses Buch im Strandurlaub zu lesen *g*

Megalodon hat sehr wohl überlebt

Im Marianengraben südwestlich von Burma hat »Carcharodon megalodon« überlebt – MEG, ein Vorfahre des weißen Hais und eines der gefährlichsten Raubtiere, das je existierte. Der Herrscher der Meere, eine Killermaschine. Jonas Taylor, ein berühmter Tiefseeforscher, ahnt es. Auf einer Tauchstation in ozeanischen Tiefen stellt sich heraus, wie recht er hat. MEG gelingt es, in die oberen Wasserschichten aufzusteigen, wo der gigantische Hai fortan sein Unwesen treibt. Die Jagd beginnt – und dieses Mal ist der Mensch das Opfer….(Klappentext)

© Pink Anemone

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„Warmes Wasser strömte in das leicht geöffnete Maul, das sich scheinbar zu einem grausamen, gezackten Grinsen verzogen hatte.
Über dem Zahnfleischrand ragten die Spitzen von zweiundzwanzig rasiermesserscharfen Zähnen hervor, mit denen der Räuber seine Beute packte.
Im Oberkiefer steckten weitere vierundzwanzig Zähne, wesentlich größere und breitere Waffen,
von der Natur dazu vorgesehen, Knochen, Sehnen und Speckschichten zu durchbohren.“
(S. 49)

Das Buch ist in zwei Teile geteilt:

© Pink Anemone

Hier muss man anfangs etwas Geduld mitbringen, denn auf den ersten 50 Seiten erhält man  zwar unter anderem Einblicke in die verschiedenen Handlungsstränge und Charaktere, aber es lassen einem auch einige technische und wissenschaftliche Ausführungen gähnen. Zumindest war dies bei mir der Fall. Das technische Nackerpatzl in mir interessiert sich nämlich keineswegs für den Aufbau eines Tiefseebootes, dessen Instrumente und wieviel Bar Druck es aushält. Ich kann damit so gar nichts anfangen.
Was ich jedoch durchaus interessant fand, war der Aufbau und die Geschichte des Marianengrabens mit den darin lebenden Meeresbewohnern. Ebenso erfährt man interessante Fakten über Haie allgemein und wie es möglich ist, dass ein Megalodon-Weibchen und auch ein Kronosaurus bis heute darin überleben konnten. Letzteres natürlich nur fiktional…hoffen wir zumindest mal *g*.
Im ersten Teil erfolgt aber auch der erste mehr oder weniger glimpflich verlaufende Kontakt mit dem Megalodon-Weibchen und die Spannung steigt langsam an.

„Vierzig Minuten später saß Jonas Taylor in der SEA CLIFF und ging wie gewohnt seine Checkliste durch –
für einen Tauchgang, der sein ganzes restliche Leben prägen würde.“
(S. 25)

Forscher an Bord der Tallman haben den ersten Kontakt, zumindest vermuten sie, dass es sich im Sonar um diese prähistorische Spezies handelt. Diese Vermutung genügt jedoch schon, um bei den Forschern den Jagdinstinkt zu kitzeln und sie beschließen dieses Monstrum von Hai an die Oberfläche zu locken.
Näheren Kontakt hat hingegen der Tiefseeforscher Jonas Taylor, der sich mit zwei Wissenschaftler in einer geheimen Marine-Expedition befindet und mit ihnen in einem Tiefseetauchboot hockt, um Bodenproben aus dem Marianengraben zu bergen. Dabei erwecken sie kurz die Aufmerksamkeit des gleichen Megalodon-Weibchens, konnten sich jedoch, durch das Abschalten der Motoren und Lichter, dieser Aufmerksamkeit nur knapp entziehen….nicht jeder überlebte diesen dramatischen Tauchgang.

Mit dem 1. Teil wird der Leser quasi auf das was folgen wird vorbereitet.

© Pink Anemone

Im 2. Teil (ab ca. S. 90) beginnt der eigentliche Roman, bzw. die Story. Es sind 7 Jahre vergangen und Taylor, nun Paläontologe, musste aufgrund des mißglückten Tauchganges und seiner Aussage ein riesiger Hai hätte sie angegriffen, einen 3-monatigen Aufenthalt in einer psychiatrischen Einrichtung über sich ergehen lassen. Damals wurde er unehrenhaft aus der Marine entlassen. Immer noch davon überzeugt, dass das Tiefseeboot von einem Megalodon angegriffen wurde, beschäftigt er sich seither eingehend mit der These, weshalb das Megalodon überlebt haben könnte. In ein Tiefseeboot ist er seither jedoch nicht mehr gestiegen. Das ändert sich als mehrere unbemannte Forschungstauchboote im Marianengraben völlig demoliert geborgen werden und ihn sein Freund Tanaka um Hilfe bitte dem nachzugehen.

„Das Megalodon tauchte auf, das Seitenlinienorgan genau auf die Vibration des Motors ausgerichtet.
Das aufgeregte Raubtier beschleunigte immer schneller, die seelenlosen, graublauen Augen rollten in den Schädel, und eine Sekunde später…
WUSCH! Das Meer explodierte, als das Meg durch John Pauls Boot krachte und es zu Kleinholz verarbeitete.“
(S. 215)

Auch im 2. Teil muss man sich etwas gedulden, denn hier dauert es etwas bis das Megalodon wieder auftaucht. Dies gestaltet sich jedoch keineswegs langweilig, sondern erhöht in gewisser Weise die Spannung. Immerhin wissen wir Leser ja – das Meg wird auftauchen! Ab diesem Zeitpunkt geht es dann jedoch Schlag auf Schlag. Die Spannung und das Tempo steigen und man fliegt regelrecht durch die Story.

© Pink Anemone

Der Schreibstil ist flüssig und äußerst plastisch. Alten schafft es wirklich gekonnt Bilder entstehen zu lassen und man spürt regelrecht wann es so weit ist und sich das Megalodon nähert. Ähnlich der typischen Musikuntermahlung bei „Der Weiße Hai“ richten sich einem dann die Nackenhaare auf und man kaut den ein oder anderen Fingernagel ab.
Actionszenen und überraschende Wendungen wechseln sich ab und einige der Figuren werden das Ufer nie wieder lebend erreichen….höchstens stückchenweise.
Der Erzählstil und die Story selbst sind absolut packend, die Charaktere authentisch und was mich besonders begeistern konnte war, dass man auch Einblick in die Sicht des Megalodon erhält. Diese Passagen strotzen nur so vor animalischen Instinkt und roher Kraft.

„Als das Megalodon aus der warmen Brühe der Rauchfahne in das eisige Wasser darüber geriet, wirkte die Kälte vorübergehend stimulierend auf seine überhitzten Muskeln.
Es schwamm auf das lästige Piepen der zweiten Drohne zu, wobei es immer weiter aufstieg.
In weniger als einer Minute hatte es bereits dreihundert Meter Höhe gewonnen.
(S. 69)

Fazit:
Trotz der Geduld die man anfangs bei beiden Teilen des Buches aufbringen muss, entwickelte sich dieser Hai-Horror rasch zu meinem persönlichen Sommer-Highlight.
Spannung, Tempo und Action mit blutigen Zwischensequenzen, machen diesen Roman zu einem tollen Lesevergnügen.
Für Lesen am Limit empfehle ich dieses Buch am Strand zu lesen *g*.
Nun bin ich gespannt wie der Film ist…bei FSK ab 12 darf man wohl sich nicht viel erwarten, daher schätze ich, dass der Film ordentlich gekürzt und entschärft wurde.

© Pink Anemone

© Pink Anemone

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Leseprobe (von Random House): MEG

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Weitere Lesemeinungen:

© Books and Phobia

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Weitere Buchinformationen:

 

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (9. Juli 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453439015
  • ISBN-13: 978-3453439016
  • Originaltitel: „Meg“
  • Preis: 9,99€ (Stand vom 21.08.2018)
  • Auch erhältlich als: E-Book

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Autoren-Info:

Bildquelle: Amazon

Steve Alten wurde in Philadelphia geboren. Der Sportmediziner und Hobby-Paläontologe wurde mit seinem Debütroman „Meg – Die Angst aus der Tiefe“ und der Fortsetzung „Höllenschlund – MEG 2“ praktisch über Nacht zum internationalen Bestsellerautor.
Besucht den Autor auf seinem Blog HIER. (Quelle: Random House Verlagsgruppe)

© Pink Anemone

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4 Kommentare zu „Rezension „MEG“ von Steve Alten ★★★★★

  1. Wieder einer tolle Rezi 😊 man mein wieder was du für ein Spaß beim Lesen hattest. Ich habe gesehen, dass es Meg 2 bei Amazon bereits gibt, allerdings nur als eBook. Werde es mir aber noch holen. Ich wünsche dir viel Spaß beim Film, ich schau ihn mir morgen an.

    Gefällt 1 Person

  2. Okay, ich gebe zu, dass ich Nackerpatzl googeln musste 😉 Das Wort gefällt mir und wird ab sofort meinen Wortschatz erweitern!
    Einen gelungenen Horror-Thriller mit Tieren habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Man merkt Deiner Rezension aber sehr an, wie begeistert Du warst, und natürlich hast Du mich auch ein bisschen angesteckt. Ich hab das Buch mal auf meine Leseliste geschoben. Auch wenn ich in nächster Zeit nicht ans Meer fahren werde, vielleicht reicht es, im Liegestuhl in der winterlichen Thermenlandschaft zu faulenzen, um in die richtige Stimmung zu kommen.
    LG Gabi

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Gabi,
      Oje, ich und meine Ösi-Ausdrücke, aber freut mich, dass ich somit Deinen Wortschatz „bereichern“ konnte XD
      Der Film soll ja nicht so Bombe sein, daher spare ich mir den und warte, bis man sich den streamen kann.
      Das Buch hingegen kann ich wirklich empfehlen…natürlich auch für ein Thermenwochenende, denn wer weiß, vielleicht verirrt sich ja ein Hai auch mal in das Moorbad. Laut diversen Ami-Filmen, können Haie ja überall vorkommen…sogar in Tornados *g*.

      Liebe Grüße aus Wien
      Conny

      Gefällt 1 Person

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