Bibliophilie · Comics / Graphic Novels · Rezensionen

Reihen-Vorstellung Comic-Reihe „Carthago“ ★★★★ 2. Teil

Das ist nun endlich der 2. Teil meiner Vorstellung der Comic-Reihe „Carthago“ aus dem Splitter-Verlag, welcher Teil 4-6 beinhaltet.

Zum 1. Teil meiner Reihenvorstellung kommt Ihr hier:

© Pink Anemone

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Carthago-Reihe 4. – 6.

© Pink Anemone

Zur Erinnerung um was es in dieser Comic-Reihe geht:
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts löst die Verknappung der Öl- und Erdgasressourcen eine weltweite Krise aus, die einen Wettlauf zur Entdeckung der letzten Vorkommen in Gang setzt. Die Menschen beginnen, die letzten unbekannten Gebiete des Planeten zu erforschen, die Meerestiefen. Bei der Bohrung in einer Unterwasserhöhle werden die Taucher von einem lebenden Fossil angegriffen, einem Maglodon, dem prähistorischen Vorfahr des weißen Hais und dem größten Meeresraubtier, das jemals auf Erden lebte. Und dies ist nicht die letzte ausgestorbene Spezies, die der Ozeanograph Kim Melville entdeckt!Es ist eine wissenschaftliche Sensation. Und eine Entdeckung, die das ökologische Gleichgewicht des Planeten und das Überleben der Menschheit in Frage stellen könnte…(Inhaltsangabe)

In diesen 3 Teilen geht es mit der Comic-Reihe leicht bergab, gegen Ende bekommt diese aber nochmal die Kurve und es wird richtig toll.

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4. „Die Monolithen von Koubé“ ★★★

Die Spannung geht verloren

© Pink Anemone

„>>Was haben sie bei ihrem Tauchgang in der Enge von El-Kharab erlebt?<<
>>Sie wissen, was ich bei meinem Auftauchen gesagt habe, nicht wahr?
Dann verstehen sie auch, warum ich das Geheimnis mit ins Grab nehmen werde.<<“
(S. 33)

Der 4. Teil der Carthago-Reihe beginnt gleich einmal mit einer Naturkatastrophe, bei der ein Megalodon auf dem Trockenen bleibt. Es ist nun also wirklich kein Geheimnis mehr, dass diese prähistorischen Meeresbewohner bis in die heutige Zeit überlebt haben. Hier werden wieder offene Fragen beantwortet, z.B. kommt man den mysteriösen Vorhersagen der Aborigines näher und man blickt in die Vergangenheit des Firmenpräsidenten von Carthago.

Ich liebe die Zeichnungen von Milan Jovanovic, vor allem wenn es sich bei diesen um die Unterwasser-Illustrationen handelt.

Die Illustrationen haben diesen Teil der Carthago-Reihe auch etwas rausgerissen, denn die Story selbst dümpelt eher vor sich hin. Die prähistorischen Lebewesen sind in den Hintergrund gerückt und ihren Platz haben die mysteriösen Wasserstädte eingenommen.

Wird diese Reihe noch die Kurve kriegen oder war es das?

Buchinformationen:

 

  • Gebundene Ausgabe: 56 Seiten
  • Verlag: Splitter-Verlag; Auflage: 1., (1. Januar 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3868691030
  • ISBN-13: 978-3868691030
  • Preis: 14,80€ (Stand vom 06.09.2018)

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4. „Platons Stadt“ ★★★★

Die Spannung steigt wieder, aber wo ist Megalodon?

© Pink Anemone

Im 5. Teil wird es wieder spannender. Hier überschlagen sich nahezu die Ereignisse – weitere Naturkatastrophen, das Geheimnis um Lou wird nahezu gelüftet, die Firma Carthago ist am Ende und die Hauptstadt der geheimnisvollen  Unterwasserwelt wird entdeckt.

„>>Es ist wahrlich ein Rätsel. Woher kennt das Kind Teile einer Schrift, die vor 20.000 Jahren verschwunden ist?<<“
(S. 36)

Obwohl Megalodons vereinzelt darin vor kommen, sind sie doch nicht mehr das Hauptthema, was ich persönlich sehr schade finde. So interessant die Unterwasserwelt zu sein scheint, prähistorische Ungeheuer finde ich doch um einiges faszinierender und fesselnder.

Da die Story jedoch an Spannung und Tempo wieder zugenommen hat, ich von den Zeichnungen Jovanovic‘ begeistert bin und ich natürlich wissen will wie das Ganze enden wird, bleibe ich an dieser Reihe dran. Ist ja sowieso nur noch ein Teil ausständig…so dachte ich.

Buchinformationen:

 

  • Gebundene Ausgabe: 56 Seiten
  • Verlag: Splitter-Verlag; Auflage: 1., (1. Juli 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3868691049
  • ISBN-13: 978-3868691047
  • Preis: 14,80€ (Stand vom 06.09.2018)

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6. „Die Erbin der Karpaten“ ★★★★★

Überraschende Fortsetzung mit der Hoffnung auf mehr.

Dreizehn Jahre sind seit der Entdeckung der Stadt Platons vergangen. Inzwischen ist Lou, das Mädchen, das unter Wasser atmen kann, erwachsen, und sie erbt die Schätze des Hundertjährigen…(Klappentext)

© Pink Anemone

Eigentlich hätte es mit dem 5. Teil zu Ende sein sollen, was jedoch äußerst unbefriedigend gewesen wäre, da doch noch sehr viele Fragen nicht beantwortet wurden.
Für viele Fans der Carthago-Reihe war es also eine freudige Überraschung als Christophe Bec nach so langer Zeit doch noch einen 6. Teil erschuf.
Ich hatte das Glück nicht so lange warten zu müssen, da ich mit der Reihe erst anfing, als auch der 6. Teil bereits existierte.

Anfangs war ich doch etwas überrascht, da die Handlung ganze 13 Jahre nach dem 5. Teil „Platons Stadt“ angesiedelt ist. Wie soll der Autor so viele offene Fragen, bzw. Handlungsstränge zum Abschluß bringen? Fehlt dafür nicht etwas Handlung? …Egal, einfach mal rein ins Vergnügen – so meine Gedanken.

„>>Die stark erhöhten Temperaturen des Meerwassers im letzten Jahrzehnt hätten uns bereits alarmieren müssen.<<
>>Die Menschheit steht vor einem bösen Zyklus, den sie zudem selbst ausgelöst hat.
Und die Natur schlägt unerwartet brutal zurück.<<“
(S. 5)

Wir schreiben inzwischen das Jahr 2021. Klimawandel und Naturkatastrophen wüten auf dem gesamten Planeten Erde. Inzwischen weiß man um das Überleben der prähistorischen Megalodons und man hat es akzeptiert. Diese scheinen sich nun jedoch an die Oberfläche der Meere zu begeben und sind äußerst aggressiv und hungrig. Doch dies ist nicht das Hauptthema, sondern Lou und was in der Vergangenheit passierte.

Das Erste was auffällt ist, dass wieder ein Wechsel des Illustrators vorgenommen wurde. Jetzt ist es nicht mehr der Slowene Milan Jovanovic, sondern der Italiener Ennio Bufi.
Der Zeichenstil ist weiterhin im Old-School-Style, wenn auch etwas anders – düsterer. Mir gefällt’s, da es meiner Meinung nach sehr gut zur Story passt.

Mittel Rückblenden wird der Leser auf den neuesten Stand gebracht und das gestaltet sich durchaus interessant. Der 6. Teil verläuft zwar weniger actionreich, Bec hat es aber geschafft die Story wieder etwas anzuschmeißen. Dies hat ja in den letzten beiden Teilen etwas gelitten, da die Handlungen bisschen so vor sich hin dümpelten.

„Die Erbin der Karpaten“ endet mit einem Cliffhanger und mit den Worten:

„Wird fortgesetzt“

Nun befinde ich mich in der Situation wie so viele Carthago-Fans vor mir, auf den nächsten Teil warten zu müssen. Doch der 7. Teil „Der Kamtschatka-Graben“ erscheint bereits im November 2018.
Wollen wir hoffen, dass die Story nun weiterhin so spannend und interessant bleibt. Die Reihe hat auf jeden Fall nochmals die Kurve gekriegt und ich freue mich schon im November wieder abtauchen zu dürfen.

Buchinformationen:

 

  • Gebundene Ausgabe: 56 Seiten
  • Verlag: Splitter-Verlag; Auflage: 1., (20. März 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3868691057
  • ISBN-13: 978-3868691054
  • Preis: 14,80€ (Stand vom 06.09.2018)

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Reihenfolge:
  1. „Die Lagune auf Fortuna“ (2010)
  2. „Die Challenger Tiefe“ (2010)
  3. „Das Monster von Dschibuti“ (2013)
  4. „Die Monolithen von Koubé“ (2015)
  5. „Platons Stadt“ (2017)
  6. „Die Erbin der Karpaten“ (2018)
  7. „Der Kamtschatka-Graben“ (2018 – Nov.)

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Autor & Illustratoren

 

Bildquelle: Splitter-Verlag

Christophe Bec

Geboren 24. August 1969 in Rodez – Frankreich
Als Chrisophe Bec mit 10 Jahren einen Stapel alter »Asterix«-Hefte fand, hatte er auch seine Bestimmung gefunden. Mit 20 veröffentlichte er das Fanzine »Esquisse«, das ein großer Erfolg wurde. Nach seinem Studium an der Comic-Hochschule in Angoulême veröffentlichte er 1997 mit »Absolute Zero« seinen ersten Bestseller als Zeichner. »Heiligtum«, dessen Szenario er schrieb, übertraf diesen Erfolg noch. Bec hat inzwischen mit vielen der bekanntesten französischen Autoren und Zeichnern zusammengearbeitet und steht für intelligente Sci-Fi mit Mystery-Komponenten…(Quelle: Splitter-Verlag)

 

 

 

Bildquelle: 2dgallerie

Milan Jovanovic  (Illustrator von Teil 3 – Teil 5 der Carthago-Reihe)

Geboren 1. Jänner 1971, Kopa – Slowenien.
Milan studierte Grafikdesign an einer Schule für Industriedesign. Mit 13 Jahren begann er sich für Comics zu interessieren und veröffentlichte seine ersten Geschichten in den späten 1980er Jahren. Nach seinem Studium arbeitete er zwei Jahre in einem Animationsstudio und machte Werbeaufträge. Er tat sich mit dem Drehbuchautor Dorde Milosavljevic zusammen und begann die historische Serie „Kalokagathia“. Er begann auch eine Zusammenarbeit mit dem kroatischen Schriftsteller Darko Macan, um „La Bête Noire“ zu beginnen, veröffentlicht in Novi Sad. Im Jahr 2001 war er Mitbegründer des Comicmagazins Bager. Er arbeitete mit dem Schriftsteller Frank Giroud an „Le Serpent sous la Glace“ in der Serie „Secrets“ bei Dupuis zusammen. Auch für Dupuis tat er sich mit Alcante zusammen, um 2008 die mysteriöse Detektivserie „Jason Brice“ zu starten…(Quelle: 2dGallerie)

 

Bildquelle: baopublishing.it

Ennio Bufi

Ennio Bufi wurde 1976 in Molfetta geboren. Nach seinem Abschluss an der Akademie der Schönen Künste in Bari begann er seine Karriere als Bildhauer. Von 2007 bis 2010 arbeitet er im Bereich Animationskino. Er ist Cover-Künstler und Designer der Don Camillo Comics-Reihe (ReNoir Comics) und arbeitet mit Star Comics, Grand Angle und Sergio Bonelli Editore zusammen. Für den Verlag BAO Publishing hat er 2014 die Zeichnungen des siebten Prachtromans des Drehbuchautors Leonardo Favia angefertigt.

 

 

 

 

 

 

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3 Kommentare zu „Reihen-Vorstellung Comic-Reihe „Carthago“ ★★★★ 2. Teil

  1. Hach – es ist so schön, zu lesen, dass du diese Reihe magst 😀 Soweit ich mich erinnere, gab es Unstimmigkeiten bei den Künstlern (so zumindest die Gerüchteküche), die dazu geführt haben, dass in der Serie lange nichts kam. Vielleicht erklärt das auch ein wenig den Einbruch im Spannungsbogen. Aber sie scheinen sich zum Ende ja wieder eingekriegt zu haben, daher freue ich mich jetzt schon mal drauf, bald diese Bände zu lesen *freu*.
    In der Queue ist vorher noch einiges andere dran, das ebenfalls wartet, aber dann …

    Liebe Grüße,
    Sandra

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Sandra,
      und ich bedanke mich für diesen absolut genialen Comic-Tipp. Ohne Dich hätte ich diese Reihe niemals nie entdeckt.

      Na das mit den Illustratoren erklärt ja einiges. Inzwischen wurden diese ja bereits 2x ausgetauscht. Lassen wir uns überraschen wie lange der Italiener bleibt *g*
      Bin gespannt wie Du die weiteren Teile findest.
      Falls Du rezensierst, sag‘ Bescheid zwecks verlinkung 😉

      Liebe Grüße,
      Conny

      Gefällt 1 Person

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