Bibliophilie · Specials

Halloween – Creepy England

Der dunkle Monat ist hereingebrochen. Die Grenzen verwischen, der Nebel lichtet sich, tretet über die Schwelle und besucht das düstere England…
England – das Land der Geister, schaurigen Gemäuer, praktizierenden Hexen und der Gothic Novels. England – das Land, dessen Schriftsteller schon die Leser im 18. Jahrhundert mit „Frankenstein or The Modern Prometheus„, „Dracula“ oder „The Mysteries of Udolpho“ das Gruseln lehrte…..und sie können es immer noch.

Da ich mich in meinem Halloween-Special vor einem Jahr unter anderem auf die klassische Literatur konzentrierte, sind nun die zeitgenössischen Autoren dran und auch diese haben es immer noch drauf unheimliche Atmosphäre heraufzubeschwören und abartige Monster und Geister aus ihren Gräbern steigen zu lassen.

Zu meinem Halloween-Special 2017

Hier erwarten Euch jedoch nicht nur Bücher. Im Laufe des Monats wird sich dieser Beitrag mit Rezensionen, Rezepten, DIY und Horror-Filmen füllen.

Also zündet Kerzen an, lasst Euch von schauriger Musik berieseln und genießt mein gruseliges Halloween-Special „Creepy England“

Eure

Pink Anemone

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Horror-Novels made in England

© Pink Anemone
  • „Das Haus der Monster“ von Danny King
    Es gibt ihn in jeder Kleinstadt: Den verrückten alten Sonderling, der allein in einem unheimlichen Haus lebt, das fast so heruntergekommen ist wie er selbst. In dem englischen Städtchen Thetford ist sein Name John Coal. Aber als die Jungen aus der Nachbarschaft anfangen, dem eigenbrötlerischen Alten immer dreistere Streiche zu spielen, müssen sie feststellen, dass sie sich mit dem Falschen angelegt haben. Denn John Coal hat mehr als eine Leiche im Keller. Zu den dunklen Geheimnissen, die er bewahrt, zählen seine Abenteuer mit Serienmördern, Werwölfen, Dämonen, Geistern und manisch-depressiven Vampiren. Und es wäre ein Fehler, einen Mann zu unterschätzen, der all dies überlebt hat … (Klappentext)
    Wenn ein alter Mann Gruselgeschichten erzählt. Nicht unbedingt gruselig, aber spannend und fesselnd allemal. Für Horror-Anfänger.

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  • „Sandman, Bd. 1: Präludien & Notturni“ von Neil Gaiman
    PRÄLUDIEN & NOTTURNI erzählt vom Herrscher jenes Reiches, in dem wir ein Drittel unseres Lebens verbringen. Alles beginnt im Jahre 1916, als der englische Magier Roderick Burgess den Versuch unternimmt, den Tod in persona, Death, zu fangen, aber stattdessen deren kleinen Bruder Dream erwischt. Beide gehören zu den Ewigen, unsterblichen Wesen, die vom Universum selbst geschaffen und mit verantwortungsvollen Aufgaben betraut wurden. Aber auch gottgleiche Geschöpfe machen Fehler und büßen dafür…(Klappentext).
    Natürlich darf ein entsprechender Comic nicht fehlen. Neil Gaiman konnte mich schon mit Graveyard Book von sich überzeugen. Ich bin gespannt. Die Illustrationen sind schon mal Hammer!
© Pink Anemone

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  • „Irre Seelen“ von Graham Masterton
    Die alte aufgegebene Irrenanstalt im Wald ist nicht verlassen. Oh nein. In den Wänden wimmelt es vor … vor Wahnsinn? Jack Reed stößt im Wald von Wisconsin auf ein verlassenes Gebäude, das einst eine bekannte Heilanstalt war. Vor fast 60 Jahren wurde sie aus düsteren Gründen aufgegeben. Jack will das alte Haus sanieren, um dort ein Ferienhotel zu eröffnen. Doch es beherbergt gefährliche Geheimnisse: 135 geisteskranke Patienten verschwanden mithilfe von Druiden-Magie »in die Wände« – und dort leben sie noch immer. Nun hält sie nichts mehr auf … Angeführt von dem bösartigen Quintus kidnappen sie Jacks kleinen Sohn und fordern die Rückkehr des Priesters, der sie damals einfing … (Klappentext)
    Masterton konnte mich schon mit dem 1. Teil seiner Katie Maguire-Thriller-Reihe von sich überzeugen, während ich den 2. Teil wiederum nicht gar so prall fand. Dies ist nun mein erster Horror-Roman von ihm und ich finde diesen durchaus gelungen. Also das typisch beklemmende Gefühl der Angst, stellt sich beim Lesen defintiv ein.
© Pink Anemone

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  • „Der Höllenexpress“ von Christopher Fowler
    Stellen Sie sich einen klassischen Horrorfilm vor, den Hammer Films nie gemacht hat. Ein grandioses Epos aus den Hochzeiten des Studios, eine Mischung aus den alten Dracula und Frankenstein Filmen und Dr. Terrors House Of Horrors …Vier Passagiere treffen sich auf einer Zugreise durch Osteuropa während des Ersten Weltkrieges; konfrontiert mit einem Mysterium, das gelöst werden muss, wenn sie überleben wollen. Was ist in dem Sarg , vor dem jeder so viel Angst hat? Was ist das tragische Geheimnis der verschleierten Roten Gräfin, die mit ihnen reist? Warum wird ihr Mitreisender, der Brigadegeneral, von seinen eigenen Soldaten so gefürchtet? Und was genau ist das Geheimnis des teuflischen Ärzengels selbst? Bizarre Kreaturen , satanische Riten, verängstigte Passagiere und die Romantik einer Bahnreise … im Stile eines klassischen Horror-Romans. Reisen Sie mit … wenn Sie sich trauen!…(Klappentext)
    Die Idee einem Drehbuchautor für Horrorfilme über die Schulter zu schauen und mit ihm einen kleinen Blick hinter die Kulissen des Filmunternehmens Hammer Films zu blicken, finde ich nicht schlecht. Es ist eine Hommage an dieses Filmunternehmen. Gebraucht hätte ich diesen Handlungsstrang jedoch überhaupt nicht.
    Die Zug-Story selbst ist einfach nur genial und konnte mich völlig mit sich reißen. Diese besticht nämlich durch unheimliche Atmosphäre, gruselige und skurrile Figuren und konnte mich am Ende sogar überraschen.
© Pink Anemone

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  • „Biss zur Nacht“ von Sheridan Le Fanu, John Polidori & Lord Byron & Beitrag über die ersten Vampire der Literatur
    „Biss zur Nacht“ enthält die drei ersten Vampirklassiker der Weltliteratur. Sheridan Le Fanus „Carmilla, der weibliche Vampir“, John Williams Polidoris „Der Vampir“ und Lord Byrons „Fragment einer Novelle“. Alle Texte sind die klassischen Vampirgeschichten, die Bram Stoker zu Dracula inspirierten. Mit einem Nachwort zur Geschichte der Vampirliteratur….(Klappentext)
    Als Liebhaberin von Literaturklassikern und vor allem von Gothic Novels war klar, dass bei mir auch ein Klassiker nicht fehlen darf. Hier habe ich davon gleich drei…Ich hoffe es dachte keiner ich würde diesen Vampirschund mit dem Glitter-Vampir lesen. Ich fühlte mich mit diesen Erzählungen bestens unterhalten. Vor allem „Carmilla“ hat es mir angetan.
    Dieses Buch kann ich allen Vampir-Fans und Gothic-Novel-Liebhabern wärmstens empfehlen, um die Entstehung des Vampirmythos anhand dieser klassischen Erzählungen mitzuerleben.
© Pink Anemone

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  • „Onkel Montagues Schauergeschichten“ von Chris Priestley
    Onkel Montague ist ein komischer alter Kauz. Er lebt mit seinem Diener Franz in einem düsteren Haus mit einem Garten, der an einen Friedhof erinnert. Edgar besucht Onkel Montague jeden Tag, obwohl der Weg durch einen unheimlichen Wald führt. Aber Onkel Montague ist einfach der beste Geschichtenerzähler! Bei flackerndem Kaminfeuer erzählt er so Gruseliges, dass Edgar eine herrliche Gänsehaut über den Rücken läuft. Aber woher kennt Onkel Montague all die Geschichten, und ist es wirklich nur Zufall, dass Gegenstände, die in den Geschichten vorkommen, in seinem Haus zu finden sind?…(Klappentext)
    Natürlich habe ich auch für die Jüngeren etwas in meinem literarischen Hexenkessel. Dieses Buch ist ab 12 Jahren lt. Hersteller. Dieses Buch enthält wundervoll gruselige Schauergeschichten für Groß und KLein im klassischen Stil. Ich habe es geliebt darin zu lesen und mich mit Edgar zu gruseln. Es eignet sich hervorragend in der kalten und dunklen Jahreszeit bei Kerzenlicht vorzulesen…oder heimlich unter der Bettdecke.
© Pink Anemone

 

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England eignet sich hervorragend als Setting für düstere und abartige Horrorgeschichten und dies machen sich auch deutsche Autoren zunutze.

Britischer Horror aus deutscher Feder
  • „13“ von M.H. Steinmetz
    Detective Sergeant Ethan Ward vom New Scotland Yard wird mit der Aufklärung einer Mordserie in London betraut. Ein mysteriöser Täter verstümmelt auf bizarre Weise arglose Opfer und überzieht ihre Haut mit winzigen Schnitten in Form uralter mystischer Symbole, die einem bestimmten Muster folgen. Er hinterlässt dabei Spuren, die jeder Logik widersprechen. Zusammen mit der eigenwilligen Graphologin Natascha Horvat verstrickt sich Ward in einem tödlichen Netz aus altägyptischer Mythologie und gefährlichen Geisterbeschwörungen. Eine Spur führt sie nach Foulness Island zur Courtsend Psychiatrie, in der die Insassen unter dem harten Regime des rätselhaften Doktor Botkin anstelle von Namen Nummern tragen. Besonders Patientin Dreizehn weckt ihr Interesse, denn sie kennt Details zur Mordserie, die sie verdächtig machen. Doch wie kann sie von den Morden wissen, ruhiggestellt von Medikamenten und eingesperrt in eine Gummizelle? Verbirgt sich hinter ihrer Schizophrenie mehr als nur eine gespaltene Persönlichkeit?…(Klappentext)
    Dieser Horror-Thriller bescherte mir gruselig-ekelhafte Lesestunden vom Feinsten. So ein intensives Kopfkino mit Herzklopfen hatte ich schon lange nicht mehr und es ist ein Wunder, dass ich mir vor Spannung nicht die gesamten Nägel abgekaut habe.M. H. Steinmetz katapultierte sich damit definitiv auf die Liste meiner Lieblingsautoren im Genre Horror.
© Pink Anemone

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  • „Der Angstfresser“ von Tanja Hanika
    Angst, Blut und Schmerz. Chester Harris will mehr davon. Er ist Horrorautor und es stellt ihn nicht länger zufrieden, die Leser mit seinen Gruselgeschichten zu erschrecken. Daher lädt er zu einem Horrorabend ein, der seinen ahnungslosen Gästen alles abverlangt. Sie müssen ein Spiel um Leben und Tod überstehen, indem sie die eigenen Grenzen überschreiten. Angst, Blut und Schmerz stehen auf Chesters Speiseplan und er wird viel davon bekommen. Warnung: Der Horrorroman enthält explizite Gewaltdarstellungen und abstoßende Details…(Klappentext)
    So ekelhaft und abartig so manche Szenen auch waren, so packend und fesselnd waren sie auch, sodass meine Augen manchmal nicht so schnell lesen konnten, wie ich gerne gewollt hätte.
© Pink Anemone

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Horror-Kulinarik

Lasst Euch überraschen. Ich habe so einige Ideen, bin mir selbst noch nicht sicher was ich fabrizieren werde. Sicher ist jedoch, dass es einen Abszess-Cupcake geben wird *muahahaha*

Und hier ein paar Rezepte von meinem vorigen Halloween:

 

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© Pink Anemone

Horrorfilme made in England

Horrorfilme aus England und/oder mit England-Setting

I. Britische Produktion
1. „Shaun of the Dead“ (2004)

(auf Amazon Prime)

In der Zombie-Satire Shaun of the Dead wird die Welt von Zombies überrannt, während Simon Pegg und Nick Frost vor der Playstation sitzen und von alledem erst viel zu spät etwas mitbekommen.

Shaun of the Dead ist der erste Teil der sogenannten Three Flavours Cornetto Trilogy, deren zweiter Teil „Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis“ (auch einer meiner Lieblingsfilme) ist und „The World’s End“ (diesen Film stelle ich Euch im November vor) den Abschluss bildet. An allen drei Produktionen sind Regisseur Edgar Wright (Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt) und die beiden Schauspieler Simon Pegg (Run, Fat Boy, Run) und Nick Frost (Attack the Block) äußerst aktiv beteiligt.
Diese Satire ist nicht nur in England, sondern auch bei uns bereits Kult. Kein Halloween ohne „Shaun of the Dead“ und ich biege mich immer noch vor Lachen.

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2. „Die Frau in Schwarz“ (2012)

(auf Amazon Prime / Enthalten im Home of Horror Channel)

Ende des 19. Jahrhunderts: Der junge Anwalt Arthur Kipps (Daniel Radcliffe in seiner ersten Hauptrolle nach Harry Potter) soll in das entlegene Dorf Crythin Gifford reisen, um den Nachlass der verstorbenen Alice Drablow zu regeln. Kaum angekommen drängen ihn die Dorfbewohner wieder zur Abreise, doch in dem alten Herrenhaus finden sich die dringend benötigen Erbschaftspapiere. Bald häufen sich die unheimlichen Vorkommnisse. Nicht nur, dass das Dorf von einer Serie mysteriöser Kindstode heimgesucht wird, die Dorfbewohner machen auch noch Kipps dafür verantwortlich. Denn während Kipps nach dem Tod seiner Frau mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen hat, begegnet er auf den Anwesen der Witwe Dablow einem anderen Phantom: Der Frau in Schwarz.

Die Frau in Schwarz basiert auf dem gleichnamigen Schauerroman aus dem Jahre 1982 von Susan Hill. Die Frau in Schwarz wurde von den legendären Hammer Film Productions koproduziert, was mich daran erinnert das Buch „Der Höllenexpress“ weiterzulesen 😉

Ich finde „Die Frau in Schwarz“ ist ein guter Geister-Grusel-Film, der einige Schreckmomente beinhaltet, jedoch ohne viel Blut auskommt. Wer auf Gemetzel steht ist hier also völlig falsch bedient.
Von diesem Film gibt es übrigens noch einen 2. Teil – „Die Frau in Schwarz 2: Engel des Todes“. Diesen kann man sich aber getrost schenken.

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3. „Ghost Stories“ (2017)

(auf Amazon Prime leihen/kaufen)

An Ghost Stories, also Geistergeschichten, glaubt der renommierte Psychologie-Professor Phillip Goodman nicht. Dazu ist er ein zu großer Skeptiker gegenüber allem Übernatürlichem. Sein rationales Denken wird allerdings herausgefordert, als er einen Brief erhält, der wohl aus dem Jenseits abgeschickt wurde: Das Schreiben stammt von seinem Mentor, dem Parapsychologen Charles Cameron, der vor 15 Jahren verschwunden ist und für tot erklärt wurde. Nun will sich der angeblich Verstorbene mit Professor Goodman treffen und er bittet ihn, drei ungeklärte übernatürliche Fälle aufzuklären, die ihn in seiner Laufbahn zutiefst erschüttert haben: Goodman besucht also die drei vom Spuk verfolgten Menschen. Sie alle haben erschreckende Geschichten zu erzählen und der Skeptiker weiß nun nicht mehr, ob er seiner eigenen Vernunft noch trauen kann.

Dies ist eine Mischung aus Horror und Weird Fiction und das Ende ist absolut abgefahren. Hier spielt Martin Freeman (bekannt aus „Der Hobbit“ und vor allem „Sherlock“) übrigens einen kleinen Fiesling.

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4. „The Awakening – Geister der Vergangenheit“ (2011)

(auf Amazon Prime / Enthalten im Home of Horror Channel)

England, 1921: Geplagt von Trauer nach dem viel zu frühen Tod ihres Verlobten, versucht Florence, sich mit der Erklärung von scheinbar übernatürlichen Phänomenen abzulenken. Sie bedient sich dabei methodischer und rationaler Erklärungen, um so genannte Geistererscheinungen zu widerlegen. Ihre professionelle, unkorrumpierbare Vorgehensweise bringt ihr einen delikaten Auftrag ein: Ein Schüler von Robert Mallory wurde tot aufgefunden und soll nun angeblich als Geist seine Kameraden heimsuchen. Florence geht der Sache mit allen Mitteln, die die Vernunft gebietet, nach, und ihr Wirken zeitigt erste Erfolge. Doch dann wird auch sie in den Bann unerklärlicher Ereignisse gezogen…

Subtiler und klassischer Geister-„Horror“ bei dem nichts ist wie es scheint und der am Ende mit einer überraschenden Wendung aufwartet. Ein eher ruhiger Horror-Film, jedoch mit viel Atmosphäre und leichtem Gänsehaut-Feeling.

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5. „Sweeney Todd“ (2006)

(nur auf DVD)

Natürlich darf auch eine Verfilmung eines Klassikers nicht fehlen.
„Sweeney Todd“ ist die BBC-Verfilmung des legendären Londoner Barbiers, der im viktorianischen England seine Kunden zu Fleisch verarbeitet und in der unwissenden Pasteten-Bäckerin Mrs. Lovett eine Abnehmerin gefunden hat. Ein Jahr vor Tim Burton schafft es diese Version bereits im Fernsehen zu begeistern und ist meiner Meinung nach wesentlich unterhaltsamer als dieser Singsang-Film von Tim Burton. Außerdem..ich sag nur „Tom Hardy“ 😉

Der mordende Barbier erschien das erste Mal in einem Penny Dreadful (Groschenroman) im Jahr 1846. Die Geschichte trug den Namen „The String of Pearls: A Romance“ (Die Perlenkette: Ein Märchen) und wurde wahrscheinlich von Thomas Prest verfasst, der zu jener Zeit auch andere makabere Geschichten und zwielichtige Personen beschrieb.

Ich kenne leider nur die Originalversion von BBC und habe keine Ahnung, ob es den auch in einer deutschen Version gibt.

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II. Setting England
1. Conjuring 2 (2016)

(auf Netflix)

In Conjuring 2 verlassen die angesehenen amerikanischen Dämonologen Ed Warren und Lorraine Warren ihr Heimatland, um in Großbritannien einen Fall zu untersuchen. Peggy Hodgson und ihre vier Kinder werden im Dorf Brimsdown angeblich von einem Poltergeist heimgesucht. Ed und Lorraine befürchten jedoch, dass es sich dabei um mehr handeln könnte.

Nachdem der erste Film, „Conjuring – Die Heimsuchung“, auf einem Exorzismus beruhte, den die wahre Lorraine Warren mit ihrem Ehemann Ed im Jahr 1971 durchgeführt haben soll, nimmt sich die Fortsetzung abermals eine “wahre Begebenheit” zum Ausgangspunkt: nämlich den Enfield Poltergeist. 1977 rief Peggy Hodgson im englischen Dorf Brimsdown, in der Gemeinde Enfield, die Polizei. Zwei ihrer vier Kinder behaupteten, Möbel hätten sich von allein bewegt. Diverse übernatürliche Ermittler nahmen sich daraufhin des Falls an und kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Erst 1979 legte sich die immer wieder befeuerte britische Berichterstattung zu dem Geschehen endgültig.

Obwohl ich den 1. Teil der Conjuring-Reihe immer noch am besten finde, kann man sich den 2. Teil durchaus gönnen. Immerhin enthält er einige Spannungs- und Jump-Scare-Momente.

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2. „Crimson Peak“ (2015)

(auf Amazon Prime leihen/kaufen)

Das ländliche Nord-England zur Jahrhundert-Wende: In einer halb verfallenen Villa im Landstrich Cumberland leben die junge Autorin Edith Cushing und ihr neuer charmanter Ehemann Sir Thomas Sharpe sowie dessen Schwester Lady Lucille Sharpe. Die neugierige Schriftstellerin findet das Leben in ihrem neuen prächtigen englischen Zuhause Allerdale House – auch als Crimson Peak bekannt – aufregend. Doch seltsame Erscheinungen prägen zunehmend ihren Alltag. Bald stellt sie fest, dass ihr frisch angetrauter Ehemann eine geheimnisvolle Vergangenheit hat und nicht alles so ist, wie es scheint. Ihre Liebesgeschichte erfährt eine zunehmend dunklere Wendung.

Der Regisseur ist Guillermo del Toro und das sagt wohl schon alles. Es ist ein durchaus gelungener Gothic-Spukhaus-Film mit subtilem Grusel. Das Setting ist absolut gelungen und Tom Hiddleston, welcher Sir Thomas Sharpe verkörpert, macht nicht nur als Loki eine gute Figur, sondern auch in „Crimson Peak“ (die Rolle des Antagonisten steht ihm einfach zu gut).

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III. Serien
1. Penny Dreadful (2013 / Setting: Viktorianisches England)

(auf Netflix)

Angesiedelt im viktorianischen London treten hier viele Charaktere der klassischen Schauerliteratur auf, wie z.B. Dorian Grey, Victor Frankenstein und sein dazugehöriges Monster. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen jedoch Vanessa Ives und Ethan Chandler. Letztgenannter stammt ursprünglich aus Amerika und hat sich in den faszinierenden Geheimnissen des nächtlichen Londons verloren, während er vor seinen eigenen davonläuft. Vanessa Ives verfügt über außergewöhnliche Gaben, wie sie jeglicher Beschreibung spotten. In Penny Dreadful kommen all diese geheimnisvollen Figuren zusammen und werden, ob sie wollen oder nicht, in ein gemeinsames Abenteuer involviert, begleitet von psychosexuellen Ereignissen.

Dies ist meine absolute Lieblingsserie die ich immer wieder schauen könnte. Jeder der Gothic-Novels liebt, wird von dieser Serie begeistert sein, welche nicht nur mit tollen Schauspielern, sondern vor allem auch mit atmosphärischen Setting punkten kann.

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2. „The Living and the Dead“ (2016)

(auf Amazon Prime)

Somerset, England im Jahr 1894: Der Psychologe Nathan Appleby (Colin Morgan) kehrt mit seiner lebenslustigen Frau Charlotte (Charlotte Spencer) zurück auf das elterliche Anwesen. In Ruhe und Abgeschiedenheit wollen sie ein paar Wochen auf dem Land verbringen. Mit ihrem Einzug passieren jedoch zunehmend merkwürdige, beunruhigende und gefährliche Geschehnisse. Das junge Mädchen Harriett (Tallulah Rose Haddon) verhält sich sonderbar und scheint von einem angsteinflößenden Geist besessen zu sein. Der Fall stellt Nathan vor ein Rätsel, doch er setzt nun alles daran, dem Mädchen zu helfen …
„Was unter der Erde liegt, bleibt auch besser dort.“

Die BBC-Mystery-Serie schildert die geheimnisvollen Vorgänge auf einer Farm im spätviktorianischen England der Jahrhundertwende und verwebt Horror-, Drama- und Mystery-Elemente zu einer klassischen Geistergeschichte. Diese Serie setzt vor allem auf Atmosphäre und die wurde hervorragend eingefangen. Spannende Stories, die einem wohlige Gänsehaut bescheren. Leider gibt es davon nur eine Staffel und BBC hat sich entschlossen es dabei zu belassen. Traurig, traurig, denn diese Serie hätte noch viel mehr zu sagen gehabt und man hätte noch einiges rausholen können.

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DIY

Dieses Jahr werde ich nicht viel selbst machen, aber kleine Hexenhüte müssen drin sein.

© Pink Anemone

Gehäkelte Hexenhüte für das Hexenfrühstück

 

Hätte da aber noch einiges aus meinem Halloween-Special vor einem Jahr:

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Grusel und Schauder bei anderen Bloggern

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28 Kommentare zu „Halloween – Creepy England

  1. Nach deinem Beitrag, den tollen Ideen und deinen gelungenen Bildern freue ich mich noch mehr auf den Gruselmonat Oktober!

    Außerdem hab ich jetzt den großen Drang schaurig-schöne Deko zu kaufen XD

    Liebe Grüße
    Bella

    Gefällt 1 Person

  2. Vier dieser Bücher liegen auch noch auf meinen SuB, aber so wenig Zeit 😥 ich glaube, ich muss lernen zu Autoren „nein“ zu sagen, wenn es um ReziExemplare geht, sonst wird das nie was mit meinen Schätzchen.

    Gefällt 1 Person

    1. XDD Das kenne ich und da fällt mir wieder die Idee zu unserer Bibliophilen-WG ein. Es müsste nur einer von uns im Lotto gewinnen, wir bräuchten nicht mehr arbeiten und können nur noch lesen XD

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    1. Näää, eher nicht. Das wäre jetzt schon gar zu knapp, um mit DIY-Kostümen anzufangen. Sowas braucht echt viel Planung und Zeit…zumindest bei mir *g*.
      Aber ich behalte es mal für nächstes Jahr im Hinterkopf ;-). Danke für diese Anregung!
      Liebe Grüße,
      Conny

      Gefällt 1 Person

  3. Na wer liest denn da wieder Comic? So gruselig ist es mit dem Sandman aber eigentlich nicht aber stimmungsvoll. Nun muss ich mir mal das Rezept für die Kotze ansehen, Pilze und Sahne zu Nudeln geht nämlich immer.
    Liebe Grüße
    Ariane

    Gefällt 1 Person

    1. XDD Ich hätte da Gericht ja anders genannt, aber ein Freund fand, dass das wie Kotze im Gras aussieht und so entstand dann der Name *g*.
      Ich wollte Sandman schon immer lesen und aufgrund der düster-schaurigen Stimmung, passt er allemal zu Halloween *g*.
      Jaja, Ihr habt mich total angefixt mit Euren Comics. Ihr habt ein Monster erschaffen!!! XD

      Liebe Grüße,
      Conny

      Gefällt 1 Person

  4. Ich freue mich so drauf, was da alles kommt! 🙂
    Tolle Bilder! 🙂 Und die Rezepte – hammer!
    Und während die Musik so im Hintergrund für die richtige Gruselstimmung sorgt und ich deinen Artikel lese, denke ich mir, dass es mal Zeit wird für ein Buchblogger-Halloween-Treffen!

    Gefällt 1 Person

    1. Haha, danke. Der Oktober MUSS einfach gruselig sein 😉
      Habe „Irre Seelen“ heute fertig gelesen und bin wirklich begeistert, wenn es auch zum Ende hin eine kleine Länge beinhaltet. Aber der ganze mysthische Hintergrund ist einfach toll.

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  5. Masterton ist bei mir auch mit auf der Liste. Bin sehr gespannt, da ich sonst auch nur die Katie Reihe kenne 😀 Sprich „Irre Seelen“ wäre mein nächstes Buch auf der Kaufliste (muss eh noch ne Festa/Luzifer Bestellung machen *murmel*) Da wird sich dann ggf der Höllenexpress mit einsortieren.
    Ansonsten: Steinmetz! Wie oft ich schon ein Buch von ihm holen wollte! Hab ihn sogar schon getroffen. Leider kann man ja auf der FBM keine Bücher (außer Sonntag) kaufen, sonst würd ich da eins mitnehmen D:

    Edit:
    Freu mich auf deine Beiträge :3

    Gefällt 1 Person

    1. Hach ja, wir beide und unsere finsteren Buchkauflisten XD
      Also Mario Steinmetz – unbedingt lesen! Vor allem „13“ ist Hammer (wenn die Lektoratsschnitzer nicht wären….).
      Luzifer und Festa möchte ich auch wieder mal vorbeischauen und ich weiß jetzt schon, dass das kein gutes Ende nehmen wird ^^.
      „Irre Seelen“ ist bisher absolut genial. Hier auch wieder mit Einbettung von nordischer Mythologie und das auf so logische Weise erklärt und eingebracht. Dazu genialer Asylum-Horror und über den Schreibstil brauchen wir ja eh nicht reden.
      Ich habe ja auch noch „Die Opferung“ und „Grauer Teufel“ von ihm hier.

      Freue mich auch schon auf Deine Beiträge und auf Euren Podcast XD

      Liebe Grüße

      Gefällt 1 Person

      1. Wir lesen ja noch „Die Schlaflosen“, soll auch recht gut sein. Kritik folgt auf jeden Fall!

        Steinmetz wird gekauft! Diesen Monat!
        *notier*
        *kritzel*
        *fett markier*
        hehe

        Gefällt 1 Person

  6. Hallo 😀
    ein toller Beitrag. „Der Höllenexpress“ liegt bei mir noch ungelesen rum. Aber meine Liste mit Grusel- und Horrobüchern ist schon so lang! Ich hoffe sehr mein Beitrag zum Oktober folgt bald, aber bei mir gibts eigentlich immer mal wieder Grusel oder Horrorromane 😉
    Sandman 1 ist echt gut!

    LG

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo,
      stimmt. Bei Dir geht es das ganze Jahr gruselig und schaurig zu *g*. Und das ist auch gut so! Nächstes Jahr wird bei mir wohl auch etwas düsterer und seltsam und ich freue mich schon darauf *g*
      Sag‘ Bescheid, wenn Dein Halloween-Special online geht. Dann verlinke ich Dich 😉

      Liebe Grüße,
      Conny

      Liken

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