Bibliophilie · Küchenschlacht · Rezept zum Buch · Süße Sünden

Rezept zum Buch: Wolfsbrot des Schwarzen Königreiches

Die Idee zu manchen Büchern ein Rezept zu kreieren hatte ich schon öfters. Dann dachte ich mir “ Ach was, wen interessiert das denn“. Gestern schmökerte ich dann das „Geek-Kochbuch“ durch, welches ich von Jenny (Die Buchflüsterin) zum Geburtstag geschenkt bekommen habe und dann machte es KLICK. Wenn es so ein Buch gibt, scheinen Nerds, egal ob Gamer, Serien-Junkies oder Bibliophile, doch an sowas interessiert zu sein. Beim Schmökern sprang mir auch gleich ein Rezept entgegen – „Schattenwolfbrot von Heiße Pastete“. Dieses Rezept gehört eigentlich, wie der Name schon vermuten lässt, zu Game of Thrones, doch bei mir wurde es zu „Wolfsbrot des Schwarzen Königreiches“.
Dieses Rezept ist also aus dem Geek-Kochbuch, wurde aber etwas umgeändert, sodass ich es, hoffentlich, als eigenes Rezept verwenden kann.

Link zum Rezept / © Pink Anemone

Eigentlich wollte ich ein Porridge „Winter-Birne“ machen, da die Soldaten und Legionäre in diesem Buch immer zum Frühstück Haferbrei essen, da auf dem Schlachtfeld die Mahlzeiten karg und einfach sind oder es wurde mit einer vor Fett triefenden Sau am Spieß gefeiert. Nun, die Sau fiel schon mal weg – woher bekomme ich eine ganze Sau und wo mache ich so nen riesen Feuer, um diese zu braten? Doch jedes Mal wenn diese Männer ihren Haferbrei in sich hinein schaufelten, bekam ich Lust auf Porridge und so wollte ich Porridge „Winter-Birne“ kreieren. Tja, wie Ihr seht habe ich diese Idee wieder verworfen und es wurden Wolfsbrote.

Das Schwarze Königreich aus „Wolfsthron“ ist eine unwirtliche und kalte Gegend. Die Anakim, die Bewohner dieses Landes, haben die Natur nicht unterworfen, sondern sich ihr angepasst. Sie bauen um Gebirge und Wälder herum, haben eine ganz innige Beziehung zu den Wäldern, zur Natur und den wilden Tieren.
Hier pfeift einem immerzu der kalte Wind um die Ohren, während man das Heulen der Wölfe im Rücken hört. Natur, wilde Tiere wie Bären und vor allem Wölfe und Anakim leben miteinander und respektieren einander. Doch wehe es kommen Eindringlinge, welche das Land versuchen zu unterwerfen. Da greifen nicht nur die Anakim zu den Waffen, sondern es wenden sich auch die Tiere gegen diese Eindringlinge.

„Jeden Tag verloren sie mindestens ein Dutzend Soldaten auf der Suche nach Proviant an Rudel von erschreckend wilden Wölfen oder gigantischen Bären.
Diese Bestien benahmen sich nicht wie die wilden Tiere südlich des Abus.
Es war Bellamus nicht klar, was seine Männer falsch machten oder warum sie den Zorn dieser Raubtiere erregten,
die andererseits die Anakim so friedlich zu dulden schienen.“
(S. 208)

Zudem gehört Roper, einer der Protagonisten, zum Haus des Silbernen Wolf und ist Thronerbe des Nordens. Überall begegnen uns Wölfe und daher passen diese Wolfsbrote doch besser zu diesem Buch als mein Porridge.

Hier geht’s zur Rezension / © Pink Anemone

Nun will ich Euch nicht mehr länger auf die Folter spannen. Ehren wir die Wölfe des Schwarzen Königreiches mit diesen leckeren Brioche-Keks-Broten – so in etwa könnte man diese nämlich auch bezeichnen.

© Pink Anemone

❆❆❆❆❆❆❆❆❆❆

Wolfsbrote des Schwarzen Königreiches

Zutaten für 6 Stück
© Pink Anemone
  • 300g Brioche-Scheiben
  • 3 Eigelb, die es nicht auf das Bild geschafft haben
  • 5 EL Milch, 4 EL Wasser
  • 50g gemahlene Mandeln
  • 1 Pkg. Backpulver (= 16g)
  • 1 EL Honig (der hat sich für das Foto auch verdrückt)
  • jeweils eine Msp. Zimt, gemahlene Gewürznelken, Lebkuchengewürz, gemahlener Ingwer
  • einen Schuß Vanille-Extrakt
  • Mehl, falls der Teig zu sehr klebt (und das tut er)
  • Optional: Staubzucker
  • Ev. Einmalhandschuhe

Hier könnt Ihr einen Blick auf das Rezept im Geek-Kochbuch werfen und könnt sehen, welche kleine Änderungen ich vorgenommen habe.

© Pink Anemone

❆❆❆

Zubereitung
  • Ofen auf ca. 180°C vorheizen
  • Brioche-Scheiben in kleine Stücke zupfen und alle Zutaten, außer das Mehl, in eine große Schüssel geben. Alles gut durchmischen und für ca. 10 Minuten einweichen lassen.
  • Danach die Masse gut mit den Händen zu einem Teig verkneten. Hierbei empfiehlt sich die Einmalhandschuhe zu verwenden, da dies eine äußerst klebrige G’schicht ist.
  • Dann 1-2 EL Mehl darüber stäuben und nochmals gut verkneten, sodass der Teig weniger klebrig ist.  Info: Es bleibt trotzdem eine klebrige Angelegenheit. Ich weiß ja nicht wieviel Mehl der Autor und Koch des Buches in diesen Teig geschüttet hat.
  • Hände mit etwas Wasser anfeuchten und aus der Masse Wölfe formen. Das ist etwas knifflig und selbst meine Wölfe sehen eher aus wie Pferde, Katzen oder sonst irgendetwas. Doch mit etwas Phantasie sind das Wolfsbrote des Schwarzen Königreiches. Man muss natürlich keine Figuren, sondern kann auch einfache Laibchen formen. Das werde ich zumindest das nächste Mal machen, denn die waren unheimlich lecker.
© Pink Anemone
  • Diese Wölfe auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, 2x mit einer Gabel einstechen und für ca. 10-15 Min. backen. Danach auskühlen lassen und dabei die Wolfsbrote 1x umdrehen, da sie sonst auf der Unterseite feucht bleiben.
© Pink Anemone
  • Dann eine Hälfte mit Staubzucker bestreuen und die andere Hälfte belassen. Somit hat man dann Schneewölfe und braune Wölfe.

❆❆❆❆❆

Und fertig sind unsere Wolfsbrote. Bis auf den klebrigen Teig, der sich nur schwer formen lässt, ist das wirklich eine schnelle Angelegenheit. Man kann bezüglich der Gewürze auch herum experimentieren. Das nächste Mal werde ich Schoko-„Wölfe“ probieren (oder wohl eher Laibchen), indem ich Kakao in den Teig einarbeite. Wie gesagt, hier sind einem keine Grenzen gesetzt.

❆❆❆❆❆

Ich wünsche Euch nun viel Spaß beim Nachbacken und eventuell auch beim Lesen des historischen Fantasy „Wolfsthron“. Trotzdem dieses Buch von mir „nur“ 3 Sterne erhalten hat, bin ich doch von der Story und vor allem von dem Setting mit der tollen winterlichen Atmosphäre begeistert. Ich für meinen Teil bleibe dieser Fantasy-Reihe treu und freue mich schon auf den zweiten Teil.

© Pink Anemone

❆❆❆❆❆❆❆❆❆❆


 

5 Kommentare zu „Rezept zum Buch: Wolfsbrot des Schwarzen Königreiches

  1. Na das sieht mal nach einem dicken aber leckerem … Brot … Keks (was denn nun? *lach) aus ! Ich werde mir wohl mal deine Übersichtsseite aller Rezepte abspeichern müssen, finde alls (okay, fast alles) einfach zu lecker und habe noch nicht eines ausprobiert … Aber so eine Seite mit liste aller Rezepte hast du nicht oder sehe ich das falsch? Nur so, als ob man auf deiner Startseite wäre, die Beiträge untereinander?

    Gefällt 1 Person

    1. Naja doch, gehe einfach im Menü auf Küchenschlacht und von dort kommst Du dann zu den anderen Kategorien. Oder Du gehst im Menü eben auf die jeweiligen Rezepte wie z.B. „Der frühe Vogel“, „Süße Sünden“, „Deftiges aus aller Welt“, etc. Ich musste das irgendwie besser unterteilen, da ich ja doch sehr viel koche und backe XD

      Gefällt mir

  2. Ah, okay! Denn wenn ich nur über „Küchenschlacht“ scrolle und sich dort schon die Unterpunkte öffnen, kommen dann die Beiträge (wie auf deiner Startseite) untereinander. Dann klicke ich mal nur Küchenschlacht an und nicht direkt einen der Unterpunkte :-*

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.