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Hüttenzauber 2019

Zu Hüttenzauber würde wohl eher ein Video mit Apres-Ski-Hits besser passen, aber ich wollte Euch weder Helene Fischer noch sonstige Schlager antun. Außerdem sollte man den Winter entspannt ausklingen lassen und nicht mit unsinnigen Texten, Utzutz oder Andreas Gabalier auf den Ohren. Daher entschied ich mich für ruhige Töne mit entspannender Musik.

Viele wünschen sich schon den Frühling herbei und, wenn ich so aus dem Fenster blicke ist er auch nicht mehr weit. Doch noch einmal wollen wir den Zauber des Winters genießen und wie sollte es besser gehen als mit etwas Hüttenzauber-Flair?

Mein Großvater war ein leidenschaftlicher Alpinist und Skifahrer. Ich saß lieber immer gemütlich in einer kleinen Hütte, während ich mich bei Kakao aufwärmte und dabei meine Nase in ein Buch steckte, anstatt mich mit den Skiern den Abhang hinunter zu schmeißen. Sehr zum Leidwesen meines Opas, aber er nahm mich trotzdem öfters mit auf den Berg und ließ mich bei seinen Berg-Kameraden in der Hütte, während er seinen Dienst bei der Bergrettung machte.
Ich verbinde mit Hüttenzauber also kein Apres-Ski, sondern wohlig warme Hütten mit rot-weiß karierten Tischdecken, eine gemütliche Ecke vorm Kachelofen, einen heißen Kakao vor der Nase, die Füße in dicken Skisocken und ein Buch in den Händen. DAS ist für mich Hüttenzauber.

Und nun zaubert Euch in Gedanken in eine Hütte in der das Kaminfeuer prasselt, während draußen dicke Schneeflocken fallen und genießt noch einmal diese winterliche Ruhe.
Schmeißt Euch in einen Flanell-Pyjama und in dicke Socken, macht es Euch in einer ruhigen Ecke gemütlich, trinkt ein heißes Getränk, esst urige Hüttenschmankerln und genießt dabei ein Buch, welches Euch in eisige Gefilde entführt, während Ihr es wohlig warm um die Nase habt.

Ich kann Euch zwar keinen Kamin in die Wohnung zaubern und keinen Schnee fallen lassen, doch für alles andere habe ich hier genau das Richtige – Kaminlektüre, urige Hüttenschmankerln, ein heißes Getränk und eine Anleitung für gestrickte Hüttenschuhe. Kommt herein und macht es Euch gemütlich.

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Kaminlektüre

© Pink Anemone

Ich habe fast für jeden etwas mitgebracht. Ein DIY-Sachbuch für diejenigen die es hyggelig/gemütlich haben wollen und gerne strickend vor dem Kamin sitzen, einen Roman der einen auf den Mount Everest klettern lässt, eine wunderbare Wintergeschichte für die Kleinen unter uns, eine Graphic Novel für die Comic-Leser, einen Science-Fantasy für diejenigen die lieber in fremde Welten ziehen, einen Thriller für diejenigen die nicht auf Spannung verzichten wollen und eine ruhige und herzergreifende Dystopie.

Im laufe des Monats erscheinen die Rezensionen zu diesen Büchern, welche Euch in Welten voller Eis und Schnee entführen.

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  • „Handmade Hygge: Strick-, Häkel- und Nähprojekte zum Wohlfühlen“ aus dem Topp-Verlag
    Sich es zu Hause gemütlich zu machen, bei einer Tasse Kakao Wind und Wetter zu trotzen, das Leben zu genießen und sich Zeit zu nehmen für sich selbst und seine Lieben – all das und viel mehr bedeutet „Hygge“. Mit diesem Buch hast du es nun selbst in der Hand, „Hygge“ in dein Leben zu holen.
    In ihm findest du mehr als 40 Näh-, Strick- und Häkelprojekte zum Wohlfühlen. Was kann hyggeliger sein als dein Handarbeitsprojekt, für das du den hektischen Alltag vergisst und in dem du bei einer Tasse Tee ganz versinken kannst? Es geht nicht um Perfektion – das Hauptziel ist „Hygge“. Und das Schönste ist: Wenn das Projekt fertig ist, verbreitet es weiterhin „Hygge“, noch jahrelang.
    Neben den Handarbeitsprojekten bekommst du in kurzen Texten von der in Dänemark lebenden Autorin Carmen Wedeland einen authentischen, stimmungsvollen Einblick in den Hygge-Kosmos…(Klappentext)
    Vielen von Euch wird der Begriff „Hygge“ sicher schon etwas sagen. Ich springe wieder einmal etwas später auf den Zug dieses Trends auf. Manchmal brauche ich einfach bisschen länger als andere ;-). Es sind wunderbare Tipps und Anleitungen in diesem Buch, welche von wunderschönen stimmungsvollen Bildern begleitet werden. Alleine vom Lesen wurde es mir hyggelig ums Herz. Ich bin übrigens schon dabei mir nach einer Anleitung tolle Wollsocken zu stricken.
© Pink Anemone

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  • „Der Berg“ von Dan Simmons
    Wir schreiben das Jahr 1924. Auf der Nordostseite des Mount Everest machen sich die beiden englischen Bergsteiger George Mallory und Andrew Irvine auf den Weg zum Gipfel – und verschwinden für immer. Bis heute weiß man nicht, was mit ihnen geschehen ist. Waren es die Wetterbedingungen, die an diesem Tag herrschten? Oder war noch etwas dort oben bei ihnen auf dem Berg, etwas Tödliches? Mit Der Berg erzählt Bestsellerautor Dan Simmons die packende Geschichte von der Erstbesteigung des Mount Everest – ein Roman, den man nie wieder vergisst….(Klappentext)
    Zugegeben, der Klappentext klingt reißender und spannungsgeladener als das Buch ist. Trotzdem wurde es zu einem meiner schönsten Lesehighlights im Jänner. Dan Simmons weiß Atmosphäre zu schaffen und Charaktere zu zeichnen. Für mich waren die Strapazen und Kletterpartien spannender als alles andere. Am Ende entwickelt sich dieser Roman zu einer wahren Indiana-Jones-Story.
© Pink Anemone

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  • „Der Polarbären-Entdeckerclub. Reise ins Eisland“ von Alex Bell
    Ihre erste Expedition mit dem legendären Polarbären-Entdeckerclub beginnt mit einer Katastrophe: Die Juniorforscher Stella, Beanie, Shay und Ethan werden von der Gruppe getrennt und sind plötzlich mitten in Eis und Schnee auf sich gestellt – und sie können einander nicht ausstehen! Aber im Kampf gegen gruselige Frostelfen und fleischfressende Kohlköpfe wird ihnen bald klar, dass sie dieses Abenteuer nur bestehen können, wenn sie eines tun: ihre Rivalitäten überwinden und fest zusammenhalten. Der Beginn eines großen phantastischen Abenteuers voller wundersamer Welten und magischer Entdeckungen! … (Klappentext)
    Dieses Buch für Kinder ab 10 Jahren, enthält eine wunderbare und spannende Geschichte über ein Mädchen, welches nicht hinnimmt, dass der Beruf des Entdeckers nur Jungs und Männern vorbehalten sein soll. Ihr Adoptivvater und sie setzen sich den Regeln hinweg und sie begibt sich auf eine spannende Reise ins noch unentdeckte Eisland. Ein Buch über Freundschaft, Mut und das es toll ist anders zu sein. Auch dieses Buch war ein Lesehighlight.
© Pink Anemone

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  • „Im Eisland: Band 1: Die Franklin-Expedition“ von Kristina Gehrmann
    Frühjahr 1845: Unter dem Kommando von Sir John Franklin brechen zwei Schiffe der Royal Navy, die HMS Erebus und die HMS Terror, in die Arktis auf. Die auf drei Jahre angelegte Mission lautet: Sie sollen als Erste die legendäre Nordwestpassage vom Atlantik in den Pazifik durchsegeln. Die gesamte Mannschaft ist davon überzeugt, dass die ambitionierteste Expedition ihrer Zeit ein großer Erfolg wird. Schon bald erschüttert der erste Todesfall den Optimismus der Besatzung. Doch auf sie wartet ein noch viel größeres Desaster in der grenzenlosen, eiskalten Hölle. Kristina Gehrmann erzählt die Geschichte um das Rätsel der legendären Franklin-Expedition in einer packenden Graphic Novel….(Klappentext)
    Zugegeben, mich konnte diese Graphic Novel nicht wirklich vom Hocker reißen. Dies liegt jedoch definitiv an meinem Geschmack – ich kann mit dem Manga-Zeichenstil nichts anfangen und fand, dass dieser so gar nicht zur Story passte, da zu lieblich. Für andere von Euch ist dieser Comic jedoch sicher DAS Buch für kalte Winterabende.
© Pink Anemone

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  • „Eiswelt“ von Jasper Fforde
    In einer Welt, die der unseren gar nicht so unähnlich ist, hat die Eiszeit nie aufgehört. Jedes Jahr versinkt während der Wintermonate alles in Eis, Schnee und Dunkelheit. Selbst die Menschen ziehen sich zurück und halten Winterschlaf – außer die Winterkonsuln. Sie wachen über den Schlaf der Menschen, denn draußen in der Dunkelheit treiben heulende Bestien ihr Unwesen. Hier tritt der junge Charlie seine erste Arbeitsstelle an, und sie entwickelt sich schon bald zu einem Albtraum. Denn wenn Charlie diesen Winter überleben will, muss er wach bleiben. Um jeden Preis … (Klappentext)
    Ihr mögt mich für verrückt halten, aber auch dieses Buch war ein Jänner-Lesehighlight. ein Sciences-Fantasy mit unglaublichem Worldbuilding und genialem Schreibstil. Für alle die auf komplexe Fantasy stehen nahezu ein Muss. Und dazu gibt es auch schon eine Rezension.
© Pink Anemone

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  • „Blutiger Januar“ von Alan Parks
    Januar 1973: Mitten in Glasgow erschießt am helllichten Tag ein Jugendlicher auf offener Straße eine junge Frau, bevor er sich selbst eine Kugel in den Kopf jagt. Detective Harry McCoy, dem der Mord am Tag zuvor im Gefängnis von einem psychotischen Gefangenen angekündigt wurde, steht vor einem Rätsel. Zumal der Gefangene selbst um die Ecke gebracht wird. McCoy nutzt seine alten Verbindungen zu Glasgows Unterwelt, um in den Ermittlungen voranzukommen, legt sich dabei aber schnell mit den Dunlops an, der mächtigsten Familie der Stadt. Und auch sein Boss pfeift ihn zurück. Aber McCoy lässt sich nicht beirren….(Klappentext)
    Dieser Reihenauftakt ist ein meisterhafter Noir-Krimi auf typisch schottische Art. Jeder der mich kennt weiß, dass ich den Stil schottischer Autoren liebe und auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Diesen Krimi habe ich mit Freuden verschlungen. Für alle die Spannung, plastische und unverblümte Schreibstile und derbe Sprüche zu schätzen wissen 😉
© Pink Anemone

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  • „Die Straße“ von Cormac McCarthy
    Ein Mann und ein Kind schleppen sich durch ein verbranntes Amerika. Nichts bewegt sich in der zerstörten Landschaft, nur die Asche im Wind. Es ist eiskalt, der Schnee schimmert grau. Sie haben kaum etwas bei sich: ihre Kleider am Leib, einen Einkaufswagen mit der nötigsten Habe und einen Revolver mit zwei Schuss Munition. Ihr Ziel ist die Küste, obwohl sie nicht wissen, was sie dort erwartet. Die Geschichte der beiden ist eine düstere Parabel auf das Leben, und sie erzählt von der herzzerreißenden Liebe eines Vaters zu seinem Sohn…(Klappentext)
    Diese Dystopie ist mit anderen absolut nicht zu vergleichen. Ruhig, melancholisch ohne viel Action und doch so beklemmend, fesselnd und herzzerreißend. Ich bin keine die nah am Wasser gebaut ist, aber dieses Buch trieb selbst mir die Tränen in die Augen. Ebenfalls ein Lesehighlight.
© Pink Anemone

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Hüttenschmankerl

Kein Hüttenflair ohne die entsprechenden Schmankerln, die einem ein wohliges Gefühl im Bauch bescheren. Am Besten sind solche, die man gemütlich auf der Couch genießen kann. Dieses Jahr habe ich in den Rezeptbüchern meiner Familie gekramt und habe ich Euch drei Familienrezepte mitgebracht, welche Ihr auch in jeder Hütte auf der Speisekarte findet…außer natürlich Omas Suppe.

 

  • Omas Gemüsesuppe mit Schwemmklößchen
  • Krautfleckerl
  • Warmer Krautsalat mit Speck
  • Schneepunsch

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DIY

Kein Hüttenzauber ohne warme Füße und was eignet sich dafür besser als selbst gestrickte Hüttenschuhe?

  • Anleitung „Hüttenschuhe mit Herz“ (folgt im Laufe des Monats)
© Pink Anemone

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Blogger im Wintermodus

Verlinkungen zu Rezensionen und Blogartikeln

Rezension zu „Die Welt der Berge“

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„Lesetipps – Passend zum Winter“

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Hüttenzauber 2018 – Rückblick

© Pink Anemone

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2 Kommentare zu „Hüttenzauber 2019

  1. Deine Version von Hüttenzauber ist mir auch viel viel lieber aus Utzutz 😊 oder Partygegröle.
    Bei der gemütlichen Kuschel-, Schlemmer- und Lese-Variante bin ich sehr gerne dabei!
    Deine Leseauswahl kingt total vielversprechend! Und die kulinarische Ecke reizt mich auch.
    Ich bin sowieso in der Stimmung, mich zuhause einzumummeln und die „Welt da draußen“ zu ignorieren. Deshalb passt so ein Hüttenzauber perfekt und ich freue mich schon auf Details.
    LG Gabi

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Gabi,
      ich bin auch noch eher in der Winter-Verkrümel-Phase. Die dauert bei mir meist bis Ende Februar (manchmal auch bis Ende März), weil es mir draußen einfach noch zu kalt und es drinnen noch viel gemütlicher ist. Im Winter habe ich nicht mal Lust fortzugehen. Warm eingepackt spazieren ja, aber einen drauf machen – nope, nicht mit mir XD. Vielleicht hätte ich ein Bär werden sollen, der Winterschlaf hält *g*.

      Liebe Grüße

      Gefällt 1 Person

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