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Rezept: Connys Rosen-Reindling-Muffins

Erstmal muss ich Euch etwas zu dem Namen dieses Rezeptes sagen, denn das ist nicht einfach nur eine wahllose Zusammensetzung von Wörtern und Begriffen 😉

Ich war ein paar Jahre mit einem Kärntner zusammen und stand oft in der Küche seiner Oma, um mir bundeslandtypische Rezepte beibringen zu lassen. Laut ihr darf man nämlich erst heiraten, wenn man die Kärntner Kasnudeln kreindln und einen sündhaft guten Kärntner Reindling backen kann. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass, sobald ich diese Fähigkeiten beherrschte und ich somit quasi heiratsfähig war, die Beziehung vorbei war. Ich hatte was ich wollte – die Rezepte seiner Oma und somit war der Zweck der Beziehung für mich erfüllt … nein, natürlich war das nicht der Grund, aber das Gerücht hält sich bis heute in meinem Freundeskreis XD

Inzwischen habe ich das Kreindln vermutlich wieder verlernt, aber den Kärntner Reindling backe ich immer noch gerne.
Wer mich kennt weiß, dass ich immer an Rezepten gerne herumprobiere, um diese etwas einfacher, moderner, schmackhafter zu machen oder etwas gänzlich anderes daraus zu kreieren. Letzterem fiel auch dieses Jahr der Kärntner Reindling zum Opfer. Ich wollte etwas für mein Vintage-Easter-Special, etwas frühlingshaftes, kleines und feines, was man auch zur Teatime servieren kann, aber auch etwas österreichische Tradition enthält und … Tataaa, die Rosen-Reindling-Muffins wurde geboren, bzw. gebacken.

Die Zubereitung fordert zwar etwas Geduld, ist aber von den Handgriffen wirklich sehr einfach. Wer in ein Originalrezept eines Kärntner Reindlings schnuppern möchte, dann bitte HIER entlang und sich eventuell auch gleich österreichisches/kärntnerisches Urlaubsfeeling ins Haus holen. Ich könnte Kärnten wirklich mal wieder einen Besuch abstatten *grübel*.

Und nun vorbei mit der Laberei und ab in die Küche und zu meinen Rosen-Reindling-Muffins.

© Pink Anemone

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Zutaten für 15 Muffins

© Pink Anemone

Alle Zutaten müssen vor der Verarbeitung Zimmertemperatur haben!

  • 500g glattes Mehl
  • 70g Feinkristallzucker
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 1,5 Pkg. Trockengerm
  • 250ml Milch
  • 1 Ei, 1 Dotter (Eigröße: M)
  • 75g Butter
  • eine Prise Salz
Füllung:
  • eingelegte und abgetropfte Kirschen, Kirschmarmelade (ca. ein halbes Glas, wenn man Kirschmarmelade liebt und so dick aufträgt wie ich), ca. 100g geriebene Walnüsse oder Mandeln

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Zubereitung

  • Mehl, Salz, Zucker und Vanillezucker in einer großen Schüssel gut vermengen
© Pink Anemone
  • Milch, Ei, Dotter und die Butter in einem Topf erwärmen (nicht kochen!). Germ hinzugeben und unter Rühren gut auflösen.
  • Dieses Germ-Gemisch dann in die Schüssel zum Mehl geben und alles gut durchkneten, bis sich der Teig von der Schüssel (und den Händen) löst und schön geschmeidig ist. Falls es zu klebrig sein sollte, einfach noch etwas Mehl hinzufügen. Den Teig in der Schüssel dann mit einem Geschirrtuch zudecken an einem warmen Ort ca. 1 Std. gehen lassen.
  • Danach den Teig ordentlich durchkneten und nochmals 1 Std. rasten lassen.
  • In der Zwischenzeit die Muffinförmchen buttern und mit Zucker bestäuben. Das ergibt nach dem Backen einen leichten Geschmack von Karamell.
Man benötigt natürlich keine Rosen-Muffinförmchen. Ich hatte nur keine anderen / © Pink Anemone
  • Dann wird der Teig rechteckig und zu einer Dicke von ca. einem halben Zentimeter ausgerollt.
  • Nun zuerst mit der Kirschmarmelade bestreichen, dann die geriebenen Walnüsse darüber streuen, die abgetropfen Kirschen halbieren und auf dem Teig verteilen. Bitte macht nicht den Fehler und bestreut den Teig auch noch mit Zucker. Das habe ich gemacht, weil man es bei einem Kärntner Reindling eben auch so macht und dachte nach dem ersten Bissen, dass ich nun bestimmt Diabetes habe – so verdammt süß war das Zeug. Diese Rosen-Muffins machten dem türkischen Baklava Konkurrenz.
  • Ofen auf 180° Ober- und Unterhitze vorheizen
  • Nun von der Längsseite her aufrollen und in Stücke schneiden; diese mit der Schnittfläche nach oben in die Förmchen setzen und…wer kann es erraten? Genau, wieder alles zugedeckt für ca. 1 Std. an einem warmen Ort gehen lassen. Hierfür eventuell kein Geschirrtuch verwenden, sondern Alufolie und diese locker darüber legen.
  • Die Muffins nun ca. 15-20 Minuten backen. Bitte unbedingt Stäbchenprobe durchführen, da ich nicht sicher bin, ob das reicht. Ich habe meine Muffins im Aktifry gebacken und kann daher nicht sagen, ob dies ausreicht. Ich habe mich dabei an die Zeit von Osterpinzen orientiert.
  • Danach die Muffins abkühlen lassen und aus den Förmchen stürzen. Fertig!!
© Pink Anemone

Man kann sie natürlich vor dem Servieren mit Staubzucker bestreuen, aber da sieht man die schöne Rosenform nicht mehr allzu gut und wie schon erwähnt, sie waren verdammt süß.

Ich wünsche Euch gutes Gelingen. Falls Ihr noch mehr Osterrezepte oder Rezepte für Eure Tea-/Coffee-Time benötigt, dann schaut doch bei meinen Oster-Specials vorbei. Auch in „Süße Sünden“ gibt es das ein oder andere süße Rezept. Viel Spaß beim Stöbern und Gustieren.

Fröhliches Ostara

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2 Kommentare zu „Rezept: Connys Rosen-Reindling-Muffins

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