Bibliophilie · Küchenschlacht · Rezept zum Buch

Rezept zum Buch: Gebratenes Lachsfilet mit Knoblauch-Pilzen in Weißweinsauce

„Mama ging ein Stück in den Wald hinein und kehrte mit leuchtenden Augen und einer Handvoll Champignons zurück. Zehn Minuten später hatten sie genug für ein Festmahl gesammelt. Brigitha suchte Holz, Joe machte ein Lagerfeuer, und sie brieten die Champignons in Knoblauch und dem letzten Rest Olivenöl. Im Auto waren noch zwei Flaschen Wein. […]
Ein großzügiger Schluck landete bei den Champignons in der Pfanne, dazu noch etwas Milch.“
(S. 245)

Also wenn das nicht nach einem Rezept zum Buch schreit, dann weiß ich auch nicht.
Dieses Zitat stammt aus dem Buch „Der Wal und das Ende der Welt“ von John Ironmonger. Ein dystopischer Wohlfühlroman. Ja, sowas gibt es wirklich und auch für mich war das eine neue Leseerfahrung. Schlußendlich wurde dieses Buch eines meiner Lesehighlights, da es eines der wenigen ist, welche einem zum Nachdenken anregen und in Erinnerung bleiben. Wenn Ihr darüber mehr erfahren wollt, dann einfach die Rezension dazu lesen 😉

Da hätten wir nun eine Anregung für eine Beilage, aber was reicht man als Hauptspeise? Im Grunde passt ja alles dazu, aber auch hierbei wollte ich dem Setting im Buch treu bleiben und dieses liegt in einem kleinen Fischerdorf an der englischen Küste Cornwalls.

Cornwall ist von drei Seiten von Wasser umgeben: vom Atlantischen Ozean, dem Ärmelkanal und der Keltischen See. Raue, steile Felsen, die sich mit langen Stränden und malerischen Buchten abwechseln, prägen die Küstenlandschaft. Typisch für die Küche Cornwalls ist daher ihr Fischreichtum sowie die häufige Verwendung von Lamm. Nun, Lamm schmeckt nicht unbedingt jedem, Wal war leider aus (hihi) und auf Räucherfisch und Makrele oder Schalentiere hatte ich keine Lust, ergo wurde es ein schlichtes Lachsfilet. Denn Lachsfischerei hat dort ebenfalls Tradition.

Nun möchte ich Euch aber nicht länger mit Cornwall und den Fischergepflogenheiten langweilen und wir machen uns gleich ans Rezept.

© Pink Anemone

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„Das beste Mahl seines Lebens waren über einem Lagerfeuer gegarte Champignons mit Knoblauch gewesen.“
(S. 297)

Zutaten für 2-3 Personen

© Pink Anemone
  • Pro Person ein Lachsfilet (mit oder ohne Haut, das bleibt Euch überlassen)
  • 250g weiße Champignons
  • 200g Braune Pilze (oder eine bunte Pilzmischung)
  • 1 Knolle Knoblauch
  • 50ml Grüner Veltliner
  • 100ml Milch
  • Saft 1/2 Zitrone
  • 2 EL Butter
  • 2 EL Olivenöl
  • 1/2 Bund Petersilie
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Als Beilage gab es bei mir Baguette, es passen aber auch Bratkartoffeln o.ä.

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Zubereitung

  • Zuerst machen wir uns an den Knoblauch und heizen schon mal den Ofen auf ca. 180° vor. Die Knolle halbieren und mit den Schnittflächen nach oben auf eine Alufolie setzen. Mit 1 EL Olivenöl beträufeln, Alufolie zu einem Päckchen formen und bei 175-180° für ca. 30 Minuten im Ofen backen. Anschließend etwas abkühlen lassen und danach die Knoblauchzehen einfach aus der Schale drücken und bis auf weiteres beiseite stellen. Der Knoblauch hat jetzt nur noch eine leichte Schärfe und schmeckt auch ganz leicht süßlich. (Tipp: Als Beilage für Grillabende die gebackenen Knoblauchzehen auf Brotscheiben streichen und nur die Unterseite der Brotscheiben rösten; ev. noch mit Petersilie oder frischen Thymian bestreuen. Ich sag‘ Euch – einfach himmlisch!)
  • Pilze putzen (nicht waschen, sondern nur mit Küchenpapier abreiben!), die größeren Stücke vierteln, die kleineren ganz lassen oder halbieren; Petersilie grob hacken und, falls nicht schon getan, Zitronenhälfte auspressen.
  • Lachsfilet salzen, pfeffern und mit etwas Zitronensaft beträufeln. Anschließend in 1 EL Butter und 1 EL Olivenöl scharf anbraten und danach in Alufolie gewickelt im Ofen warm stellen.
© Pink Anemone
  • Nun die Pilze in diese Pfanne geben und ebenfalls unter rühren anbraten. Hierbei auch die restliche Butter hinzugeben. Am Ende die Knoblauchzehen hinzugeben, alles nochmals ordentlich durchschwenken und mit Weißwein, dem restlichen Zitronensaft und der Milch aufgießen. Einmal aufkochen lassen, dann Hitze reduzieren und solange einkochen lassen, bis die Sauce cremig ist. Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Petersilie unterheben.

Tja, und das war’s auch schon. Im Grunde braucht der Knoblauch fast länger als alles andere *g*. Und damit kann man nun das Buch nicht nur mit dem Sehsinn genießen, sondern auch mit dem Gaumen.

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2 Kommentare zu „Rezept zum Buch: Gebratenes Lachsfilet mit Knoblauch-Pilzen in Weißweinsauce

    1. Also Lamm mag ich schon gerne, aber nur wenn es ein Filet und sehr, sehr mager ist. Außerdem muss man aufpassen das es auch wirklich Lamm ist und kein Hammel. Das Fleisch von Hammel schmecken nämlich wirklich wie Schaf und riecht auch so. Außerdem sollte es frisch sein und von daher esse ich Lamm nur, wenn ich es beim Metzger meines Vertrauens gekauft und auch selbst zubereitet habe. Jap, da bin ich pingelig XD
      Jeden Tag muss ich es aber auch nicht haben.

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