Bibliophilie · Küchenschlacht · Rezept zum Buch

Rezept zum Buch „Schuldig“ von Kanae Minato: Kare Raisu – Japanisches Curry

„Aber noch bevor das Eingangstor zum Grundstück in Sicht kam, stieg Fukase der Duft des Currys in die Nase, und seine Schritte beschleunigten sich wie von selbst. Bestimmt ist Hirosawa als kleiner Junge auch so gerannt, als er das Curry roch. Mit diesem Gedanken betrat Fukase das Haus.“
(S. 152)

Wieder beginne ich dieses Rezept mit einem Zitat aus dem Buch. „Schuldig“ von Kanae Minato konnte mich nur mässig überzeugen, jedoch trieb es mich in die Küche. In diesem Buch nimmt das Essen und vor allem das Curry eine wichtige Stellung ein, war es immerhin das Lieblingsgericht des Opfers Hirosawa.

Ich fragte mich wie ein Curry nach Japan kommt und machte mich natürlich schlau. Tja, es waren die Engländer, welche das Curry bereits im 19. Jahrhundert nach Japan brachten und die Engländer wiederum hatten es aus Indien mitgebracht. Anfangs war dieses Curry hauptsächlich für die Schiffsbesatzungen ein wichtige Mahlzeit, danach wurde es auch in der Armee populär, bis es schließlich auch die Bevölkerung erreichte.

Das folgende Rezept ist die traditionelle Kare Raisu-Variante, welche man natürlich auch entsprechend umwandeln kann, wie z.B. anstatt Rindfleisch Hühnerfleisch oder nur mit Gemüse. Ich habe mir extra diesen Currywürfel von S&B, welcher auch in der japanischen Küche verwendet wird, zugelegt. Übrigens wird dieses Curry traditionell mit einem Löffel gegessen. Es entfallen also die Stäbchen.

© Pink Anemone

Diese Currywürfel gibt es in verschiedenen Schärfegraden, wobei ich mich für mittelscharf entschieden habe, da ich nicht wusste was die Japaner unter mittelscharf verstehen. Ich wollte nicht, dass es mir das Höschen wegbrennt. Nun weiß ich aber, dass es ruhig etwas schärfer hätte sein dürfen, zumindest für mich. Meine Abnehmer waren wohl ganz froh darüber, dass ich nur die mittelscharfe Variante genommen habe *g*. Ich muss gestehen, ich habe nur die Sauce mit dem Gemüse und dem Reis gegessen, da ich Rindfleisch nicht mag, aber ich wollte eben das traditionelle Kare Raisu machen. Die Sauce war wirklich lecker, doch das nächste Mal probiere ich es mit Huhn und möchte mir das Currygewürz selbst zusammenmischen.

Wenn von Euch jemand eine Variante des japanischen Currys hat, dann bin ich ganz Ohr und nun kommen wir endlich zum Rezept.

© Pink Anemone

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Zutaten für 4-6 Personen

© Pink Anemone
  • 500g Rindfleisch (ich habe dafür Gulaschfleisch verwendet)
  • 3 Karotten
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Kartoffeln
  • 3cm großes Stk Ingwer
  • 1 Birne (Im Original wird eine Nashi-Birne verwendet; man kann stattdessen auch einen Apfel nehmen)
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 2 EL Rapsöl
  • 500ml Gemüsebrühe
  • 250ml Wasser
  • 1/2 Currwürfel für Japanisches Curry
  • Salz, Pfeffer

Beilage: Rundkornreis

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Zubereitung

  • Karotten, Zwiebeln und Kartoffeln schälen und in grobe Stücke schneiden – nicht zu fein; den Knoblauch fein hacken, Ingwer fein reiben und die Birne entweder in kleine Stückchen schneiden oder mit einer groben Reibe reiben. Das Fleisch ebenfalls in mundgerechte Würfel schneiden.
© Pink Anemone
  • In einem Topf das Öl erhitzen und das Fleisch so lange anbraten bis es nicht mehr rot ist. Dann die Kartoffeln-, Karotten und Zwiebel-Stücke hinzufügen und alles unter rühren anbraten, bis die Zwiebel glasig sind.
© Pink Anemone
  • Am Ende Knoblauch und Ingwer hinzugeben, kräftig umrühren und mit der Brühe und dem Wasser ablöschen. Nun die geriebene/gewürfelte Birne hinzugeben und alles bei geringer Hitze ca. 30 Minuten köcheln. Dazwischen immer wieder umrühren.
© Pink Anemone
  • Dann den halben Currywürfel in den Topf bröseln und umrühren bis es zergangen ist. Nochmals 30 Minuten kochen und die Flüssigkeit somit etwas reduzieren. In der Zwischenzeit den Reis zubereiten.
© Pink Anemone
  • Falls am Ende zu wenig Flüssigkeit sein sollte, einfach etwas Wasser hinzugeben. Am Ende mit Salz und Pfeffer abschmecken und fertig ist unser Kare Raisu.
© Pink Anemone

Am besten schmeckt das Curry natürlich einen Tag darauf nach nochmaligen Aufwärmen, laut einem Freund, der sich fast den ganzen Topf mit nach Hause genommen hat.

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Ein weiteres Rezept zu diesem Buch sind Soba-Nudeln mit Gemüse, Maroni und gebratenem Tofu. Wenn Ihr auf den Button unten klickt, gelangt er zu dem Nudel-Rezept.

© Pink Anemone

Ihr wollte noch in weiteren Rezepten zu Büchern stöbern, dann bitte HIER entlang. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Stöbern und Nachkochen.

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10 Kommentare zu „Rezept zum Buch „Schuldig“ von Kanae Minato: Kare Raisu – Japanisches Curry

  1. Oh, das klingt sehr lecker. 😀
    Da wäre ich sehr gerne beim Essen dabei gewesen. Noch ein Grund eine Lese-WG zu gründen. Du könntest Rezepte ausprobieren und ich essen. 😀
    Ich werde mir das mal merken und mal nachkochen.
    Liebe Grüße
    Diana

    Gefällt 1 Person

    1. *lach* wir würden sowas von fett werden, wenn wir immer nur lesen und essen…ach ja, und Serien gucken XD
      Es war wirklich lecker, es hatte eben nur den Beigeschmack von dem Instant-Curry-Würfel. Der Vorteil, es hat wirklich wie im Restaurant geschmeckt XD
      Das nächste Mal werde ich auf jeden Fall das Curry-Gewürz selbst mischen. Die Dame aus dem Asia-Laden meinte, das wären viele Zutaten, aber vielleicht kann ich es mir ja bei ihr mischen und brauch dafür nicht alle Gewürze kaufen…jaja, schönes Wunschdenken, aber ich werde ihr auf jeden Fall diesen Vorschlag machen XD. Probieren kostet nix 😉

      Liebe Grüße
      Conny

      Gefällt 1 Person

      1. Dann schmeckt es bestimmt noch besser. 😉
        Aber du sagst es, Fragen kostet nix. Es sei denn sie hat da ein altes Geheimrezept und will dir das nicht verraten.
        Ja, ich seh uns schon zusammen irgendwo sitzen und nicht mehr wegkommen, weil wir so rund gegessen sind und uns nicht mehr bewegen, weil wir nur noch lesen und Serien schauen. 😀
        Dann müssen wir einfach nur alles in Reichweite legen, dann müssen wir für nichts mehr aufstehen.
        Liebe Grüße

        Gefällt 1 Person

  2. Hallöchen! Was für eine coole Aktion.
    Ich mochte das Buch total gerne und hab beim Lesen ständig Hunger und Gelüste nach der japanischen Küche bekommen. Japanisches Curry ist total lecker, aber leider habe ich auch noch kein gutes Rezept gefunden, um es so hinzubekommen wie meine japanische Gastfamilie damals. 😦
    Für die heißen Sommertage ist Curry vielleicht ein bisschen zu heftig, aber ich habe sooo Appetit darauf bekommen. xD
    LG
    Babsi

    Gefällt 1 Person

    1. Das Buch war ja, wie Du gelesen hast, nicht ganz so meins, aber das mit den Gelüsten kann ich sehr gut nachvollziehen. Dadurch verdiente dieses Buch auch gleich zwei Rezepte *g*.
      Das mit dem Curry-Instant-Würfel war jetzt auch nicht so meins, obwohl es durchaus lecker war. Aber man schmeckt eben doch heraus, dass es mit einem Fertigprodukt gepimpt wurde. Das nächste Mal möchte ich auf jeden Fall die Currymischung selbst mischen und werde dafür wohl wieder die Hilfe der netten Dame im Asialaden in Anspruch nehmen. Bei den Soba-Nudeln habe ich mich auch an ihren Rat gehalten und die waren echt verdammt lecker. Dazu mehr zu Deinem Kommentar bei dem Soba-Nudel-Rezept 😉
      Bis vor Kurzem war bei uns in Wien ja weit und breit nix von Sommer zu sehen, da ging es noch mit dem Curry. Jetzt wäre es mir auch zu mächtig *g*.

      Liebe Grüße
      Conny

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  3. Uaah, ich bin ja so gar kein Fan von Instant >.<
    abgesehn davon, dass ich es nicht vertrage… aber generell ist jap. Curry sehr lecker und vielseitig auch ohne den japanischen Brühwürfeln 😛

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    1. Ich habe einfach das genommen was mir die liebe kleine Dame im Asia-Shop in die Hand gedrückt hat, weil ich ja von asiatischer Küche so gar keinen Plan habe XD
      Ich mag ja diesen Instant-Mist (außer es handelt sich um Suppenwürfel) auch so gar nicht, aber als ich meinte sie soll mir aufzählen was alles in ihr Curry gibt meinte sie das ist sooo viel und das müsse sie mir aufschreiben. Das nächste Mal bekomme ich hoffentlich dann ein Rezept für die Gewürzmischung *g*. Was schmeisst Du denn in Dein japanisches Curry? Setzt sich ja doch irgendwie anders zusammen als das indische.

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