Bibliophilie · Küchenschlacht · Rezept zum Buch

Rezept zum Buch „Schuldig“ von Kanae Minato: Soba-Nudeln mit Gemüse, Maroni und gebratenem Tofu

„Andernorts gab es kleine Gerichte, wo die Soba-Nudeln mit einer Sojatunke im Sakekännchen und Schälchen mit fein geschnittenem Lauch sowie Wasabi serviert wurden. Hier allerdings standen auf jedem Tisch lediglich ein Teller voll Salz und eine Glaskanne mit eiskaltem Wasser.“ (S. 78)

Dieses Zitat stammt aus dem Buch „Schuldig“ von Kanae Minato, welches mich zwar nur mässig begeistern konnte, mich jedoch in die Küche trieb. In diesem nimmt Essen nämlich einen sehr großen Raum ein, neben Kaffee und Honig. Ich hatte noch nie so oft Lust auf asiatische Küche (normalerweise nur 2-3 Mal im Jahr..höchstens) und vor allem hatte ich nie Lust darauf in meiner Küche mal etwas Japanisches zu kochen. Habe ich nämlich noch nie gemacht und somit war dieses Buch und die daraus resultierende Küchenschlacht in meinen eigenen vier Wänden auch gleichzeitig eine sehr experimentielle Reise. Ich muss gestehen, dass ich aber auch Hilfe einer lieben Verkäuferin in einem Asia-Laden hatte, denn ich hatte ja Null Ahnung in Bezug auf diese Küche.

Es gibt hier nun aber kein Rezept von Soba-Nudeln in Sojatunke oder mit eiskaltem Wasser, sondern mit Gemüse, Maroni und gebratenem Tofu. Bisschen mehr darfs dann nämlich schon sein.
Das Gemüse ist auch nur ein Vorschlag, denn hier kann man sich austoben und was das Herz begehrt in den Wok schnippeln. Ich wollte z.B. endlich einmal probieren mit Algen zu kochen und daher habe ich die mit in das Rezept genommen. Ich denke ich werde in Zukunft öfters Algen in meiner Küche einziehen lassen.
Die Sauce habe ich nach der Rezeptanleitung der netten Dame im Laden gemacht, wobei ich auf Reisessig verzichtete und stattdessen den Saft einer Limette nahm. Macht sie nämlich auch hin und wieder. Anstatt des normalen und für mich äußerst ekelhaften und faden Tofus habe ich Räuchertofu verwendet und statt dem Agafendicksaft nahm ich Honig. Also wie ihr seht kann man durchaus experimentieren.

Nun aber endlich zu meinem Soba-Nudeln-Rezept.

© Pink Anemone

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Zutaten für 4 Portionen

© Pink Anemone
  • 250g Soba-Nudeln
  • 25g getrocknete Algen (glaubt mir, diese geringe Menge reicht)
  • 100g Maroni
  • 2 Frühlingszwiebel
  • 250g Champignons
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3cm großes Stück Ingwer
  • 250g Räuchertofu
  • 2 EL Rapsöl (oder anderes geschmacksneutrales Öl)
  • 4 EL Sojasauce
  • 2 EL Sesamöl
  • 1 EL Agafendicksaft (oder in meinem Fall Honig)
  • 1-2 EL Sesam
  • 2 EL Reisessig oder Saft einer Limette
  • 1/2 Bund Koriander (welchen ich leider völlig vergessen habe zu kaufen)
  • Salz, Pfeffer (wobei Salz aufgrund der Algen, des Räuchertofus und der Sojasauce nicht unbedingt notwendig ist; ich habe überhaupt keines zusätzlich verwendet)

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Zubereitung
  • Knoblauch und Ingwer schälen; den Knoblauch fein hacken und den Ingwer fein reiben. Knoblauch und Ingwer zusammen in einer Schüssel mit Sojacauce, Reisessig/Limettensaft, Sesamöl und Honig gut miteinander verrühren und etwas durchziehen lassen.
  • Tofu gut abtrocknen und anschließend in Würfel, die Frühlingszwiebel in Ringe und die Champignons in Scheiben schneiden oder vierteln (je nach Größe); Maroni halbieren; Koriander fein hacken (für diejenigen die den nicht vergessen)
© Pink Anemone
  • In einem Wok oder einer Pfanne  1 EL Rapsöl erhitzen und den Tofu darin schön knusprig braten; dann aus der Pfanne nehmen
© Pink Anemone
  • Nun nebenbei die Soba-Nudeln nach Packungsanleitung zubereiten. Achtung! Die sind innerhalb weniger Minuten fertig, daher nicht zu lange kochen, da sie sonst zu weich werden. Es ist auch wichtig diese Nudeln abzuseihen und mit kaltem Wasser abzuschrecken. Von dem Kochwasser der Nudeln einen Schöpflöffel abnehmen und mit der zubereiteten Sojasauce verrühren.
  • Restliches Rapsöl in der Pfanne geben und nun die Champignons, Frühlingszwiebeln, Maroni und Algen darin unter Rühren anbraten.
© Pink Anemone
  • Mit der Sojasauce ablöschen und die Nudeln und den Tofu daruntermengen. Etwas pfeffern und alles für ca. 5 Min. auf kleiner Hitze köcheln lassen. Danach den gehackten Koriander unterheben.
  • Anschließend in Schälchen anrichten und mit Sesam bestreuen.
© Pink Anemone

Tja, und das war’s auch schon. Das ist wirklich eine ganz flotte Geschichte und es schmeckte mir sogar noch besser als im Restaurant, was für mich besonders überraschend war. In Zukunft wird es bei mir wohl öfters asiatische Küche geben *g*.

Ich wünsche Euch gutes Gelingen und lasst es Euch schmecken.

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Ein weiteres Rezept zu diesem Buch ist ein Japanisches Curry. Zu diesem gelangt ihr über den Button unten. Jap, das Buch hat mich wirklich inspiriert *g*

Japanisches Curry - Button
© Pink Anemone

Ihr wollte noch in weiteren Rezepten zu Büchern stöbern, dann bitte HIER entlang. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Stöbern und Nachkochen.

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6 Kommentare zu „Rezept zum Buch „Schuldig“ von Kanae Minato: Soba-Nudeln mit Gemüse, Maroni und gebratenem Tofu

  1. Boah das Essen sieht so gut aus!
    Und ich kann nur nochmal betonen wie cool ich diese Idee finde, sich vom Buch beim Kochen inspirieren zu lassen!
    Soba Nudeln sind meine am wenigsten liebste Nudeln, aber vielleicht ersetze ich sie einfach durch Udon oder Glasnudeln, um dieses köstlich aussehende Rezept mal nachzukochen.

    Liebe Grüße,
    Babsi

    Gefällt 1 Person

    1. Die Nudeln waren aber auch sehr lecker und ich bin da ganz bei Dir. Udon-Nudeln sind immer noch meine liebsten Nudeln. Die kann man so herrlich schlürfen und hat trotzdem etwas im Mund XD.
      Übrigens hat mir die Dame im Asia-Laden gesagt, dass man Nudel-Gerichte in Japan im Sommer häufig kalt ist. Einfach abkühlen lassen und wenn man zu der Sojasauce etwas mehr Reisessig oder Limettensaft gibt, dann ist es wie eine Salat-Sauce. Ich werde das Rezept also auf jeden Fall nochmals machen und es dann kalt genießen und vor allem mit Koriander, den ich ja da vergessen habe und was irgendwie ein Unding ist XD.

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  2. Die Algen reichen eeeewig XD
    Hab davon ne Tüte seit bestimmt 2 Jahren hier stehen, da man nicht so viel braucht davon 😛

    Nudeln mach ich oft und gerne – hatte ich ja schon gesagt – mag am liebsten eine Kombi mit Kokosmilch ❤ aber auch ohne, Brühen (dashi) als Basis nur angereichert, sind sehr lecker – nicht zu vergessen die Nuuuuuddddäääln 😀

    Gefällt 1 Person

    1. Hihihi…lecka Nuuuudddääääln. Die Udon-Nudeln sind mir trotzdem immer noch die liebsten. Schöne dicke Dinger. Ich muss sagen das meine Nudeln wesentlich besser geschmeckt haben als die im Restaurant. Dort schmeckt, meiner Meinung nach, ja alles irgendwie gleich. Ich war daher sowas von überrascht, weil ich damit so gar nicht gerechnet habe XD Sieht so aus als würde bei mir jetzt öfters asiatisch gekocht werden…mit Algen natürlich. Die Tüte hält ja vermutlich trotzdem ewig XD. Gut das ich auf die Dame gehört habe und nicht die ganze Packung reingeschmissen habe, wie ich es eigentlich tun wollte. Die ist fast ohnmächtig geworden als ich gefragt habe, ob denn die Packung für 4-6 Personen reichen würde XD

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