Kinder- & Jugendbücher · Rezensionen

Reihenvorstellung „Das kleine Böse Buch 1 & 2“ von Magnus Myst

ab 8 Jahren / Ein tolles und witziges interaktives Leseerlebnis voller Rätsel und Geheimnisse

Hilf mir groß und böse zu werden

Ich bin immer auf der Suche nach neuen Lesestoff für meinen 9-jährigen Neffen. Er ist ein Harry-Potter-Fan, mag abenteuerliche Bücher und liest allgemein sehr viel. Um ihn büchermässig so richtig aus den Socken zu hauen, muss man also schon tief in die Büchertrickkiste greifen und das ist jetzt schon nicht immer leicht. Mit dieser Buchreihe habe ich aber wohl genau das Richtige für ihn gefunden.

© Pink Anemone

„Ich hab auch ein paar super Ideen! Voll gruselige Geschichten und fiese Rätsel. Aber um die zu testen, brauch ich natürlich einen Leser. Als Opfer, verstehst Du? An dem ich meine Ideen ausprobieren kann.“
(Teil 1 – S. 2)

Das kleine böse Buch ist noch … öhm … ja klein. Eines Tages möchte es aber ein großer dicker Wälzer mit schaurigen und unheimlichen Geschichten sein. Ein Buch, abgegriffen und mit Eselsohren, dem man anmerkt wie spannend und natürlich wie böse und beliebt es ist.
Um dieses Ziel zu erreichen braucht es DICH, jemanden der es liest, dem es böse Rätsel stellen kann und mit dem es lernen kann böse zu sein. Wirklich böse ist das Buch nämlich noch nicht, es tut nur so. Immer wieder vergisst es, dass man sich als kleines böses Buch NICHT bedankt und sich NICHT entschuldigt. Tja, im Grunde ist es noch ein kleines FRECHES Buch, hat es jedoch schon faustdick hinter den Ohren.
Könnt Ihr es gemeinsam schaffen es böse werden zu lassen?

„Böse Bücher sollten sich natürlich nicht bedanken, Ich muss noch viel lernen. Tut mir leid. AHH. Entschuldigungen gehen natürlich auch nicht. Klar. Das ist aber auch kompliziert. Mist!“
(Teil 1 – S. 9)

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Was sich in dieser Buchreihe versteckt ist ein interaktives Leseerlebnis und dies bedeutet man liest es nicht einfach so Seite für Seite wie normale Bücher. Man springt hier regelrecht durch die Seiten, je nachdem wohin einem das Buch schickt oder wie man sich entscheidet.

© Pink Anemone

Es werden einem Rätsel gestellt und falls man diese nicht richtig löst, kommt man in den Buchkerker und muss erst aus diesem entkommen, um weiterlesen zu können. Diese Bücher zu lesen ist also schon ein kleines Abenteuer für sich.
Nun möchte ich Euch erstmal die beiden Bücher dieser Kinderbuchreihe vorstellen:

Das kleine böse Buch – Teil 1

Böse sein für Anfänger
Das kleine Böse Buch hat einen großen Traum: es will ein richtiges Böses Buch werden, ganz wie die Großen. Nur braucht es dafür die Hilfe des Lesers – als Versuchskaninchen -, um damit auf den richtigen … äh bösen Weg zu kommen! Und dann ist da auch noch Finster, der das Geheimnis der Bösartigkeit aufdecken und stehlen will.
Mit kniffligen Rätseln und schaurig-lustigen Geschichten, die das kleine Böse Buch für den Leser parat hat, bleibt selbst der größte Lesemuffel am Ball. Nur mit seiner Hilfe können die durcheinandergeratenen Seiten des kleinen Bösen Buches wieder in die richtige Reihenfolge gebracht und das Geheimnis der Bösartigkeit gelüftet werden … (Klappentext)

© Pink Anemone

„Du kannst mich ja einfach zuklappen und ein Brötchen essen gehen. Aber ein Teil von dir, der wird sich fragen, wie es wohl weitergegangen wäre, während du an deiner Semmel kaust. Und damit bleibt ein bisschen von dir für immer in mir gefangen – und du wirst sozusagen ein GEIST.“
(Teil 1 – S. 13)

Die Liebe zum Detail und vor allem die Liebe zu Büchern ist hier allgegenwärtig und wird auf spielerische Art und Weise an die jungen LeserInnen gebracht.
Im 1. Teil dieser Kinderbuchreihe treffen wir auch auf einen anderen Leser, der ein Rätsel nicht lösen konnte und dem man helfen soll aus diesem Buchkerker zu fliehen. „Finster“, so der Name des Jungen, möchte den Zauberspruch finden, den das kleine böse Buch gestohlen hat. Diesen benötigt er, um seiner Schwester und eigentlich jedem in seiner Umgebung eins auszuwischen und überhaupt supertoll mächtig zu werden. Dieser Junge ist jedoch wirklich finster und wahrlich böse und selbst dem kleinen bösen Buch unheimlich.
Dieses Buch enthält kleine Mathe-Aufgaben, welche als Rätsel getarnt sind (und was wir den Kindern ja nicht unbedingt auf die Nase binden müssen 😉 ). Mein Neffe liebt Zahlen und Mathe und ich hoffe er wird damit seine helle Freude haben.

© Pink Anemone

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Das kleine böse Buch – Teil 2

Rette sich, wer kann – es ist zurück!
… und es hat das schrecklichste Geheimnis aller Zeiten im Gepäck! Doch bevor der Leser es erfährt, muss er einige Proben bestehen, um zu beweisen, dass er kein Spion ist. Denn eins ist klar: Man kann niemandem mehr trauen. Schon gar nicht der nervigen Liebmarie, die das bravste Mädchen der Welt ist. Nicht nur, dass sie den Erwachsenen immer alles glaubt, sie sabotiert die Enthüllungsversuche des kleinen Bösen Buches, indem sie alle schrecklichen Wahrheiten mit rosa Herzen und Einhörnern bekritzelt. Auf jeden Fall muss der Leser dem kleinen Bösen Buch helfen, Liebmarie abzuhängen, damit endlich Licht ins Dunkel gebracht und das größte Geheimnis der Welt gelüftet werden kann! …  (Klappentext)

© Pink Anemone

„Schnell! Wir müssen hier weg! Bevor sie uns finden! Ich meine, hallo! Gut, dass du mich endlich liest! Ich hab schon die ganze Zeit auf dich gewartet. Ich muss dir was SUPERWICHTIGES erzählen!“
(Teil 2 – S. 2)

Im 2. Band dieser Kinderbuchreihe ist man dabei das größte und suptertollste Geheimnis zu entdecken, doch jemand möchte uns daran hindern. Um dies zu schaffen müssen ebenfalls wieder Rätsel gelöst werden und man muss mit dem Buch durch die Seiten springen, um seine Spuren zu verwischen. Auch hier trifft man auf jemanden, der das Buch gerade liest. Ihr Name ist Liebmarie und sie findet das kleine böse Buch gar nicht toll. Wie der Name schon sagt ist sie immer lieb, wäscht und kämmt sich gerne und das Allerschlimmste – sie kritzelt das Buch mit pinken Einhörnern und Herzen voll. Diese Besserwisserin müssen wir natürlich auch schnellstens los werden … wenn sie nur nicht so hartnäckig wäre, sich nicht ständig einmischen würde und verdammt – sie ist sooo klug.

© Pink Anemone

„>>Das hättest du wohl gern! So schnell wirst du mich nicht los. Na mach schon. Erzähl mal was mit Ponys. Oder was Lehrreiches. Oder ich weiß: was Romantisches! Oh ja…!<<“
(Teil 2 – S. 9)

Wenn man den 1. Band der Reihe gelesen hat, fällt einem etwas auf. Dafür am besten beide Bücher in die Hand nehmen und vergleichen. Na? Genau! Das Buch ist dicker und somit größer geworden. Unser kleines böses Buch ist also seither wirklich ein bisschen gewachsen.
Die Aufgaben die man hier zu bewältigen hat, sind nun nicht wirklich schwieriger geworden, jedoch etwas kniffliger und man muss mehr machen. Kritzeln im Buch ist erlaubt, man bastelt sich einen Hut und, und, und. Es ist also noch interAKTIVER.

© Pink Anemone

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Hier lernen Kinder auf sehr spannende und witzige Art alles Mögliche – lesen, tüfteln, rechnen, mutig sein und um die Ecke zu denken. Es gibt Geheimnisse, Geschichten und Schätze zu entdecken und man erlebt, mehr oder weniger, gruselige Abenteuer. Zudem werden die Geschichten durch herrliche Illustrationen von Thomas Hussung begleitet, die den Büchern Leben einhauchen und zusätzlich Atmosphäre schaffen. Ich bin von diesen Zeichnungen hin und weg!

Der Schreibstli ist einfach gehalten und daher kindgerecht. Dabei wird auch so manche kindliche Ausdrucksweise verwendet und somit können sich Kinder damit auch herrlich identifizieren.

© Pink Anemone

Das Einzige was mich etwas störte war, dass der Autor davon ausgeht jedes Kind ab 8 Jahren hätte ein Handy und hängst ständig vor dem PC rum. Das mag wohl bei manchen durchaus der Fall sein, doch betrifft das eher die Minderheit  (hoffe ich zumindest).
Das ist jedoch Meckern auf hohen Niveau.

Fazit:
Diese Bücher sind frech, witzig, spannend und ja, auch etwas gruselig – immerhin spricht doch das kleine böse Buch zu uns. Selbst ich, als Erwachsene, habe mich köstlichst amüsiert und bin von der Idee des Autors auch noch eine weitere/n LeserIn in die Geschichten einzubauen begeistert.
Es macht Spaß zu schmökern, zu rätseln, ja selbst sich zu gruseln. Es ist eben gruselig-witzig und auch mit einem großen Augenzwinkern zu verstehen.
Ich habe mir auch andere Rezensionen dazu durchgelesen und manche finden es würde Nasenbohren verherrlichen und die Angst vor Erwachsenen schüren. Also mal ehrlich, die trauen wohl 8jährigen Kindern wohl so gar nichts zu und halten sie für völlig dumm. Diese finden dann vermutlich auch Pipi Langstrumpf nicht als pädagogisch wertvoll, aber das muss eben jeder selbst entscheiden.

© Pink Anemone

© Pink Anemone

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Leseprobe zu Teil 1

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Reihenfolge
  1. „Das kleine böse Buch“ (2017)
  2. „Das kleine böse Buch 2 – Jetzt noch gefährlicher“ (2018)
  3. „Das kleine böse Buch 3 – Deine Zeit ist gekommen“ (August 2019)

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Weitere Buchinformationen

„Das kleine böse Buch – Teil 1“

 

  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
  • Verlag: Ueberreuter Verlag; Auflage: 8 (18. August 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783764151249
  • ISBN-13: 978-3764151249
  • Empfohlenes Alter: ab 8 Jahren
  • Preis: 12,95€ (Stand vom 22.07.2019)
  • Auch erhältlich als: E-Book
© Pink Anemone

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„Das kleine böse Buch 2 – Jetzt noch gefährlicher“

 

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Ueberreuter Verlag; Auflage: 2 (14. September 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783764151461
  • ISBN-13: 978-3764151461
  • Empfohlenes Alter: ab 8 Jahren
  • Preis: 12,95€ (Stand vom 22.07.2019)
  • Auch erhältlich als: E-Book
© Pink Anemone

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Autoren-Info
©Hans-G. Meisenberg / Bildquelle: Ueberreuter-Verlag

Magnus Myst leitet neben seiner Arbeit als Magier die Agentur für Zeitreisen, Quantenmagie und Abenteuer. Ab und zu ist er auch das Krümelmonster. Davon abgesehen ist er ein ganz normaler Mensch, der dummerweise nicht aufhören kann, sich für die Wunder des Universums zu begeistern.

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6 Kommentare zu „Reihenvorstellung „Das kleine Böse Buch 1 & 2“ von Magnus Myst

  1. Klingt echt toll!
    Schade das mein Kleiner noch nicht in dem Alter ist sowas zu lesen. Aber vielleicht kann ich das mal meinem Neffen vorschlagen. 😀
    Liebe Grüße
    Diana

    Gefällt 1 Person

  2. Da wünscht man sich doch glatt ein Kind, mit dem man diese schicken Bücher gemeinsam erleben kann. Ich hatte mal im Buchladen der Mama drin herumgeblättert und fand es großartig verpackt, und deine ausführliche Vorstellung hats gleich noch schmackhaftererererer gemacht! Eine wirklich tolle Idee für Kinder und Kindgebliebene 🙂

    Liebste Grüße!
    Gabriela

    Gefällt 1 Person

    1. Die Idee finde ich wirklich toll. Ich lese ja prinzipiell gerne so Pen-and-Paper-, bzw. Game-Books, und dies ist quasi etwas ähnliches für Kinder. So kann man Lesemuffel spielerisch zum Lesen motivieren 😊

      Gefällt 1 Person

    1. Haha…ich bin 41 und hatte meinen Spaß damit 😁 Für manches ist man eben nie zu alt und ich habe den Vorteil, dass ich die Bücher dann an meinen Neffen weitergeben kann ☺️

      Liken

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