Fantasy / Horror / Sci-Fi · Rezensionen

Rezension „Schwarzer Leopard, Roter Wolf“ von Marlon James ★★★★

High Fantasy mit afrikanischer Atmosphäre – poetisch und derb zugleich

Dieses Buch spaltet die Leserschaft und musste viel Kritik einstecken. Ich versuche diese Kritiken in dieser Rezensionen zu erklären und zu verstehen und vielleicht bin ich über so manche Kritik regelrecht angepisst und lasse es hier raus. Doch dies ist nicht der einzige Grund, weshalb dies wohl einer meiner längsten Rezensionen ist, die ich bisher geschrieben habe.
Am besten Ihr holt Euch ein Getränk Eurer Wahl, legt die Füße hoch und gönnt Euch dazu den Book-Soundtrack.

Von © Pink Anemone zusammengestellt / YouTube-Link

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Die Rettung der Königslinie

Sucher, der Jäger mit dem besonderen Sinn, wird vor seine schwierigste Aufgabe gestellt. Er muss einen Jungen aufspüren, der vor drei Jahren spurlos verschwand. Seine Fährte führt ihn durch Wälder und Städte, zu Gestaltwandlern, Ausgestoßenen und Hexen. Aber kann er den Jungen retten und die Welten wieder in Einklang bringen?… (Klappentext)

© Pink Anemone

Triggerwarnung: Sexuelle und körperliche Gewalt, Missbrauch, Zirkumzision (Beschneidung)

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„>>Dies wird keine einfache Reise. Es sind Mächte im Spiel, Sucher. Es sind Mächte im Spiel, Leopard. Sie kommen morgens mit dem Wind oder manchmal auch in der höchsten Sonne, der Stunde des blendenden Lichts der Hexen. So wie ich wünsche, dass er gefunden wird, gibt es gewiss solche, die wollen, dass er verborgen bleibt…<<“
(S. 181)

Er hat keinen Namen und wird von allen nur „Der Sucher“ oder „Roter Wolf“ genannt. Dieser sitzt einem Inquisitor gegenüber – angeklagt für den Tod eines Jungen. Diesem Inquisitor erzählt er seine Geschichte – wie er zu dem wurde was er ist, wie es zu dem kam was passierte und weshalb es so enden musste wie es endete.
Als LeserIn sitzt man mit dem Inquisitor am Tisch und lauscht dieser Geschichte. Eine Geschichte, die einem jungen Mann begleitet, welcher eine besondere Gabe besitzt, nämlich wie ein Wolf Gerüche aufzunehmen und diesen zu folgen, bis er den Besitzer dieses Geruchs gefunden hat. Diese Gabe führt dazu, dass er mit anderen angeheuert wird einen Jungen zu finden, welcher einst entführt wurde und nun schon seit drei Jahren vermisst wird. Ein Junge, welcher von großer Bedeutung zu sein scheint und den nicht nur er und seine Gefährten suchen. Während seine Truppe den Auftrag hat den Jungen lebend zurückzubringen, scheinen die Anderen nur seinen Tod zu wollen … und die Zeit läuft.

© Pink Anemone

Hier betritt man eine völlig neue Welt des Fantasy, wobei das Worldbuilding selbst eher in den Hintergrund rückt, während die Atmosphäre afrikanischen Flair versprüht, jedoch dunkel und düster.
Es ist als würde man in eine ferne Welt eintauchen, sich dabei durch das tiefste Afrika bewegen und dabei einer noch älteren Sage lauschen. Einer Sage über uralten Glauben, Riten und Legenden, in der einem Schattenteufel, Hexen, Gestaltenwandler und noch viele anderen Kreaturen begegnen. Man wandert durch Traumlande, Sümpfe und Steppen, Geisterwälder und Orte, die fast schon eine psychedelische Atmosphäre versprühen und man das Gefühl hat auf einem unheimlichen und bedrückenden Trip zu sein.

© Pink Anemone

„Ich wusste, dass ich die Nase hatte, wie Kava sagte, aber ich hatte nicht gewusst, dass ich einem Geruch folgen konnte. Selbst wenn der Leopard weit entfernt war, hatte ich ihn noch immer unmittelbar vor der Nase. Und Kava und seine Gerüche und die kleine Frau und die Rose, die sie in die Falten ihres Fleisches rieb, und den Mann und den Nektar, den er trank, und die Käfer, die er aß, zu viel Bitteres, wo er doch die Süße brauchte, und die Wasserschläuche und das Wasser darin, dass noch nach Büffel roch, und den Bach. Und mehr, mehr noch als das, und immer mehr, genug, um mich in eine Art Irrsinn zu treiben.“
(S. 70)

Die Geschichte ist in sechs Hauptkapitel unterteilt:

1. Teil: Wie alles begann – Hier lernt man den Protagonisten kennen und so manch andere relevante Figur, wie z.B. den Leoparden. Man erhält ebenso Einblick in das Worldbuilding.

2. Teil: Die Suche beginnt – Der Auftrag wird angenommen, die Reisegefährten treffen auf aufeinander und die Reise zu dem Ort, an dem der Junge entführt wurde, beginnt.

3. Teil: Kongor – Die Stadt wo alles begann und endete. Reisegefährten verschwinden und ein neuer Gefährte betritt die Bühne, Geheimnisse werden gelüftet und doch bleibt so manches weiterhin im Dunkeln.

4. Teil: Vom Regen in die Traufe – Die Suche geht weiter, es kommt zu neuen Erkenntnissen aber auch zu neuerlichem Verrat und somit wieder zu überraschenden Wendungen. Man trifft auf alte Bekannte, während so manche Figur das Zeitliche segnet. Der Autor macht auch vor liebgewonnenen Figuren nicht Halt. Und schließlich endet die Suche.

5. Teil: Ein Lied eines Griot (vergleichbar mit Minnesängern aus dem Mittelalter), erzählt wie eine Geschichte, welche von der Rückkehr des Suchers in ein altes Dorf handelt.

6. Teil: Die Suche beginnt erneut – Fünf Jahr sind inzwischen vergangen und der Junge muss ein weiteres Mal gesucht werden. Diesmal jedoch aus einem anderen Grund und der Sucher hat sich dafür Hilfe von jemand völlig unerwarteten geholt. Dabei erhält man Einblick in die Vergangenheit und so manche Lücke wird geschlossen.

„Nur einige hundert Schritte von uns entfernt erhoben sich aus einem Nebel, der so schwer war, dass er auf dem Boden ruhte, mit Bäumen so hoch wie Berge und langen Ästen, gespreizt wie gebrochene Finger. Sie kauerten zusammen, tauschten Geheimnisse aus. Ein Grün, so dunkel, dass es blau war.
Die Dunkellande.“
(S. 309)

© Pink Anemone

In dieser Story ist der Protagonist umgeben von Intrigen, Geheimnissen und wilden Geschichten rund um den Jungen. Während er durch das Königreich reist wird er in blutige Kämpfe verwickelt, muss Gefahren bestehen und verliert so manchen Vertrauten. Zwischendurch wird geflucht, gevögelt und es werden viele Schädel gespalten.
Der Protagonist selbst ist nicht unbedingt ein Sympathieträger, zumindest war er es für mich nicht. Er ist ein sturer Klugscheißer, der immer nörgelt und sich in Selbstmitleid suhlt. Gleichzeitig erkennt man daran jedoch seine innere Zerrissenheit und das er nicht nur auf der Suche nach dem Jungen, sondern auch nach sich selbst ist und nach einer Konstante in seinem Leben sucht.

„Doch ich verbringe die meisten meiner Tage alleine und die Nächte mit Leuten, die ich am Morgen nicht sehen will. Ich gestehe, wenigstens meiner dunkelsten Seele gegenüber, dass es nichts Schlimmeres gab, als unter vielen Seelen zu sein, selbst Seelen, die man vielleicht kennt, und dennoch einsam zu sein.
Ich habe zuvor schon darüber gesprochen. Männer und auch Frauen habe ich getroffen, die umgeben sind von dem, was sie für Liebe halten, und doch sind sie die einsamsten Menschen in allen zehn und drei Welten.“
(S. 281)

Die Story beinhaltet jedoch nicht nur die Thematik der Selbstfindung, sondern auch Homosexualität, die Frau im Manne, das Ritual der Beschneidung und der Glaube dahinter, allgemein das Erwachsenwerden und die Entdeckung der Sexualität (vor allem im 1. Teil des Buches) und der Kampf zwischen Matriarchat und Patriarchat.

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Was mich jedoch völlig begeistern konnte war der Schreibstil des Autors, denn dieser ist für mich unvergleichbar.
Der Stil ist nahezu poetisch und kommt gleichzeitig derb daher. Eine Sprachgewalt, deren Direktheit mich abstieß und zugleich einen Sog auf mich ausübte, welcher mich bis zum Ende hin nicht mehr losließ.
Als hätten sich Lew Tolstoi und Irvine Welsh zusammengetan und aus einer Feder geschreiben. Atmosphärisch, bildhaft und auch detailverliebt wie Tolstoi und derb und unverblümt wie Welsh.

© Pink Anemone

Doch genau dieser Schreibstil spaltet die Leserschaft. Zu derb, zu brutal und ekelhaft, um nur einige Bezeichnungen wiederzugeben.
Ja, es wird viel geflucht und das F-Wort benutzt. Ja, es fließt Blut und das in rauen Mengen, Ja, es wird manchmal gevögelt und vor allem Gaysex ist hier vorhanden. Doch die Szenen werden nie explizit beschrieben, manchmal sogar nur angedeutet und manchmal nahezu poetisch.
Da finde ich so manchen „Erotik“-Roman wesentlich schlimmer und abwertender, was die Beschreibung von sexuellen Handlungen betrifft.

„Ich durchwühlte ihre fünf Gewänder, fand ihre Koo, teilte ihre Lippen nach West und Ost und ließ meine Zunge über die kleine Seele tief in der Frau zucken, die die Ku für einen verborgenen Jungen halten, der herausgeschnitten werden muss, obgleich sie in Wahrheit jenseits von Junge und Mädchen ist.“
(S. 146)

Alle schreien sie nach Diversity, doch sobald diese etwas derber daherkommt und nicht so weichgespült wie in so mancher Romantacy, ist die Empörung groß.
Ja, es ist definitiv Geschmackssache und natürlich sind Geschmäcker verschieden, was auch aus den meisten Rezensionen durchaus hervorgeht. Das ist auch gut so!
Doch gerade deshalb verstehe ich es nicht, wenn dann LeserInnen ein Buch schlecht machen, es für „abartig“ halten und man sich anhören muss, dass man nicht normal ist, wenn man auf derbe Ausdrucksweise, Blut und Gemetzel in Büchern steht. Wo bleibt da die Toleranz und Liebe zur Vielfalt in der Literatur und auch untereinander, wenn man schon befürchten muss von anderen LeserInnen als „abartig und krank“ betitelt zu werden, wenn man blutigen Thrillern, derben Dialogen und härteren Szenen etwas abgewinnen kann?

© Pink Anemone

Des Weiteren sollte einem klar sein, wenn man ein Buch aus einem Verlag wie Heyne Hardcore liest, dass hier kein Kuschelkurs gefahren wird.
So manche LeserInnen hatten beim Kauf wohl nur das wunderschöne und bunte Cover vor Augen, ohne auf Verlag zu achten und/oder sich eine Leseprobe zu gönnen. Dies wird dann vor allem klar, wenn man deren bevorzugtes Genre betrachtet, welches meist im YA- oder Romantacy-Bereich angesiedelt ist.
Ich muss jedoch auch zugeben, dass der Klappentext und die nähere Inhaltsangabe eine etwas weichere Fantasystory suggerieren und dies von manchen Lesern und Leserinnen falsch interpretiert werden kann.
Wer also klassische Fantasy und Romantacy bevorzug, sollte die Hände von diesem Buch lassen und gönnt Euch vor Kauf unbedingt eine Leseprobe.

Fazit:
Mich persönlich konnte das Buch begeistern und mit sich reißen. Jedoch nicht aufgrund des Plots, sondern vor allem durch den für mich völlig neue Schreibstil, welcher eine Sprachgewalt besitzt, die mich die Luft anhalten ließ. Ich habe noch nie etwas Vergleichbares gelesen.
Die Atmosphäre, welche beim Lesen allgegenwärtig ist, ist dicht gewebt und entführte mich in eine afrikanische Fantasywelt und in eine Story mit tiefgründiger Thematik die ebenso mit Action und Wendungen punkten kann.
Das Einzige was ich zu beanstanden habe ist, dass sich der Autor manchmal von seiner Detailverliebtheit allzu sehr mitreißen lässt und auch die Kampfszenen waren für mich langatmig, obwohl diese nicht mehrere Seiten füllen, wie bei manch anderen Büchern in diesem Genre.

Dies ist übrigens der 1. Band einer Trilogie und ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Bände. Bis dahin werde ich mir noch weitere Bücher des Autors gönnen, denn dieser hat es mit diesem Buch ganz nach oben meiner Favoriten-Liste geschafft.

© Pink Anemone

© Pink Anemone

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Leseprobe

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Andere Bloggermeinungen
Abbruchsrezension

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3-Sterne-Rezension

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Weitere Buchinformationen

Rezensionsexemplar mit großem Dank an

 

  • Gebundene Ausgabe: 832 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (21. Oktober 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • Originaltitel: „Black Leopard, Red Wolf – The Dark Star Trilogy 1“
  • ISBN-10: 3453272226
  • ISBN-13: 978-3453272224
  • Preis: 28,00€ (Stand vom 04.05.2020)
  • Auch erhätlich als: E-Book
© Pink Anemone

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Autoren-Info
© Jeffrey Skemp / Bildquelle: Verlagsgruppe Random House

Marlon James wurde 1970 als Sohn zweier Polizeibeamter in Kingston geboren. Mehr als zehn Jahre arbeitete er als Werbetexter und Grafikdesigner, u.a. für den Dancehall-Musiker Sean Paul und das »T-Magazin« der »New York Times«. Bei einem Literaturworkshop in Jamaika wurde eine Dozentin der Wilkes University Pennsylvania auf James aufmerksam und verschaffte ihm ein Masterstudium in Kreativem Schreiben sowie eine Assistentenstelle. Sein erster Roman »Der Kult« erntete über siebzig Ablehnungen, ehe er einen Verlag fand und in der Folge als bestes Debüt für den »Los Angeles Times Book Prize« und den »Commonwealth Writers’ Prize« nominiert wurde. Für sein 2009 erschienenes Nachfolgewerk »The Book of Night Women« über eine Revolte jamaikanischer Sklavinnen während der Kolonialzeit erhielt James den »Dayton Literary Peace Prize« und den »Minnesota Book Award«. Sein dritter Roman »Eine kurze Geschichte von sieben Morden«, wurde ebenfalls vielfach ausgezeichnet. Als erster Jamaikaner erhielt James den »Man Booker Prize«. Er lebt heute in Minneapolis, Minnesota.

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17 Kommentare zu „Rezension „Schwarzer Leopard, Roter Wolf“ von Marlon James ★★★★

  1. Okay, liebe Conny. Ich hatte schon auf deine Meinung gewartet und jetzt bin ich überzeugt, dass ich dieses Buch lesen möchte. Im Vorfeld habe ich schon von jemandem eine Empfehlung für den Roman bekommen, er war ebenfalls sehr begeistert. Ich kenne auch andere Stimmen, lese aber in deiner Rezension etwas über eine gewaltige Sprache, die dich umgehauen hat. Da ich sehr auf den „Klang“ eines Textes reagiere, glaube ich, das Buch könnte für mich passen. Auch wenn ich mich vielleicht vor dem Blut ekle 😀

    Danke für die Besprechung und liebe Grüße
    Sandra

    Gefällt 1 Person

    1. Hallöchen,
      also ich bin mir fast sicher, dass dieses Buch Deinen Geschmack trifft. Du schaust ja auch gerne über den Tellerrand und weißt etwas „schwierigere“ Schreibstile und Komplexität zu schätzen. Zudem hat dieses Buch auch einen Hang ins Phantastische und auch das ist ja genau Deins.
      Und schau, an diesem Buch ist ersichtlich, dass mir nicht alle Bücher zuwider sind, in denen es um Sexualität geht XD. Es kommt schon sehr auf den Schreibstil und die Story selbst an. Ein Grund weshalb schlußendlich „Der Defekt“ doch auf meiner WL gelandet ist *g*.
      Ich muss sagen, dass hier viele blutige und gewalttätige Szenen vorhanden sind, aber ich denke Du hast sicher auch schon was grausigeres gelesen 😉
      Der Klang des Textes ist hier auch ein ganz eigener und beinhaltet so einen gewissen Singsang. Ich weiß leider nicht wie ich das beschreiben soll, aber der Stil hat wirklich so seinen eigenen Klangrhythmus.
      Ich bin ja jetzt schon auf Deine Meinung gespannt und wenn Du es liest können wir uns darüber auch gerne austauschen.

      Ganz liebe Grüße
      Conny

      Gefällt 1 Person

  2. Und schon hast du mich überzeugt. Jetzt noch mehr als zuvor schon. Ich WILL dieses Buch lesen 😀
    Ich weiß gar nicht, ob das mein erstes Buch aus der Heyne Hardcore-Reihe wäre … *nachdenk*.
    Ob ich das aushalte, wirst du dann ja erfahren 😀
    Ganz liebe Grüße
    Sandra

    Gefällt 2 Personen

  3. Huhu Conny!
    Es ist doch immer wieder sehr faszinierend, wie unterschiedlich wir LeserInnen ein und dasselbe Buch doch wahrnehmen. Ich freu mich sehr für dich, dass du dieses so eigenwillige Buch genießen konntest. Ich zähle mich ja zu denjenigen, die besonders mit der Sprache ganz fürchterliche Probleme hatten, aber es ist doch gut zu sehen, dass die Meinungen, die hintendrauf gedruckt wurden, doch auch so bestätigt werden können. 😀
    Und lieben Dank für die Verlinkung! =)

    Liebe Grüße!
    Gabriela

    Gefällt 2 Personen

    1. Hallo Gabriela,
      ich finde es ebenso interessant und ich liebe ja die Vielfalt der Geschmäcker, vor allem, wenn es um ein Buch geht. Daher verlinke ich auch immer gerne Blogger, die eine andere Meinung als ich zu einem Buch haben. Klingt irgendwie komisch, aber so will ich eben auf diese Vielfalt hinweisen und den Lesern und Leserinnen meines Blogs ermöglichen auch gegensätzliche Meinungen zu lesen, um dann hoffentlich unvoreingenommen ihre Entscheidung zu treffen.
      Ich fand Deine Rezension ja trotzdem toll und wunderbar geschrieben…sonst hätte ich sie ja auch nicht verlinkt XD.
      Mich konnte ja gerade die Sprache begeistern, ergo das komplette Gegenteil.
      Wie gesagt, ich finde es herrlich die verschiedenen Geschmäcker und Eindrücke aufzuzeigen.
      Und nix zu danken 😉

      Liebe Grüße
      Conny

      Gefällt 1 Person

  4. Da bin ich wieder, hehe

    Hab deiner Rezension schon entgegengefiebert, weil einige ja mehr enttäuscht waren und ich das Buch noch nicht ganz aufgegeben habe = steht noch auf der Wunschliste. Und allein diese Einleitung von dir, fixt mich schon an *lach:
    (Zitat: „Dieses Buch spaltet die Leserschaft und musste viel Kritik einstecken. Ich versuche diese Kritiken in dieser Rezensionen zu erklären und zu verstehen und vielleicht bin ich über so manche Kritik regelrecht angepisst und lasse es hier raus. Doch dies ist nicht der einzige Grund, weshalb dies wohl einer meiner längsten Rezensionen ist, die ich bisher geschrieben habe.“)

    Soooooooooo! Völlig neue Welt und Worldbuilding im Hintergrund hat mich schon mal, ebenso die weiteren Punkte die du erwähnst! Die sechs Teile des Buches habe ich jedoch frech übersprungen XD
    Und das der Prota kein Sympathieträger ist, ist für mich kein Ausschlusskriterium – ich finde gerade diese Protas (ein Antagonist?) bleiben mir in Erinnerung und ich bin kein Fan davon, jede Rolle in einer Geschichte zu mögen. Und HOLY, nahezu poetisch? Du machst mich feddich, wenn ich vorher damit geliebäugelt habe, will ich es jetzt einfach nur noch haben! (Jaha, spreche bewusst nicht vom lesen, da mache ich mir nichts vor, das dieser Titel nach dem Kauf nicht direkt gelesen wird – der RuB wäre ja traurig dieses Buch nicht kennengelernt zu haben *gröhl) – so, zurück zum Thema!

    Klar ist, ich kenne dieses Buch noch nicht, aber AMEN für diesen Satz von dir: „Da finde ich so manchen „Erotik“-Roman wesentlich schlimmer und abwertender, was die Beschreibung von sexuellen Handlungen betrifft.“ !!! So oft werden toxische Beziehungen romantisiert, hier ist es ganz klar ein Henyecore-Titel (Henye Hardcore), hallo? Natürlich ist das kein RosaZuckerWatten-Wohlfühl-Roman …

    Zum einen aufgrund deiner Begeisterung, zum anderen aufgrund der eher enttäuschten und kritischen Stimmen, wandert dieser Titel nach ganz ganz oben auf meine Wunschliste *-*

    Knuddel und knutscha dich meine Feine ❤ :-*

    Gefällt 2 Personen

    1. Hihi, ich finde es irgendwie witzig, dass aufgrund meiner Rezi das Buch doch so bei einigen auf die WL wandert. Hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet.
      Vor allem bei denen, die wissen, dass ich doch auf eher „schräge“ Sachen stehe, vor allem was den Schreibstil betrifft. Manchmal ist mir ja der Schreibstil fast wichtiger, als der Plot selbst. Verstehe einer die Welt, bzw. mich XD.
      Du bist jedoch auch jemand, der gern über den Tellerrrand guckt und vor allem eine, die darauf achtet, dass der RuB nicht hungert *g*. Jaaahaaa, man muss den schon fleißig füttern…dieses arme Ding.
      Wir beiden teilen ja die Meinung was..öhm wie war das..Herzscheiße und …verdammt, mir fällt das andere Wort nicht ein.., jedenfalls was das betrifft. Hier geht es wirklich rauher zu..nix mit pillepalle Glitzer-Einhorn-Romantik-Dingens. Gleichzeitig sprüht dieses Buch nur so von Diversity..nur eben auf die nicht so sanfte Art.

      Und bezüglich der kritischen Stimmen- deshalb habe ich auch zwei Rezensionen verlinkt, welche gänzlich anderer Meinung sind. Ich mache das ja immer sehr gerne. Manchmal macht gerad das einem wirklich neugierig.

      Bin ja gespannt ob und wann das Buch bei Dir einzieht..und sei es nur, um den RuB zu füttern XD.

      Knusserl!!

      Gefällt 1 Person

      1. 😀 😀 Ja der RuB ist huuungrig!

        Viel Diversität finde ich schon mal gut und macht mich eben nochmals neugierig! Vielleicht krieg ich ja einen Buchgutschein zum Burzeltag – wäre dann die Möglichkeit hehe

        Herzzscheiße und Ficklichkeiten meine Liebe!

        Gefällt 1 Person

    1. Also..pfff..puhh.. da bleibt mir ja vor Empörung die Spucke am Zahn hängen XD
      Ich bin trotzdem schon auf Deine und Svens Meinung gespannt…egal wie lange ich auf diese noch warten muss. *stein wieder zurückkicke*

      Gefällt 1 Person

  5. Hallo Conny 🙂
    so, jetzt komme ich auch mal dazu einen hoffentlich sinnvollen Kommentar zu schreiben xD
    Den Stil hast du sehr gut beschrieben! Mich hat ja die Leseprobe erstmal eher abgeschreckt, das Buch klingt spannend aber aktuell ist es mir einfach etwas zu anstrengend zu lesen. Aber irgendwann kommt die Zeit dafür 🙂

    LG

    Gefällt 1 Person

    1. Hallöchen,
      so unterschiedlich können Bücher und Leseproben zu verschiedenen Zeiten wirken. Ich muss ja zugeben, dass mich gerade die kritischen Meinungen neugierig gemacht haben, dann habe ich die Leseprobe gelesen und war hin und weg..und natürlich auch ratlos in Bezug auf die kritischen Stimmen. Da bei Random House keine ReziEx mehr frei waren, habe ich direkt den Verlag angeschrieben und angefragt. Gleichzeitig hatte ich es schon im Warenkorb meines bevorzugten Buchdealers, falls ich eine Absage bekommen sollte. Ich war also total angefixt.
      Wenn mir dieses Buch jedoch zu einem anderen Zeitpunkt begegnet wäre, hätte es durchaus sein können das ich es überhaupt nicht beachtet hätte oder es mir zu anstrengend gewesen wäre.
      Wir haben ja schon darüber gequatscht, dass manche Bücher wohl zu einer bestimmten Zeit, in einer bestimmten Stimmung, etc. gelesen werden können/müssen/sollen. Irgendwie schon faszinierend und interessant zu beobachten.
      Vielleicht wandert das Buch ja irgendwann mal in Dein Regal oder auf Deinen Nachttisch. Vielleicht aber auch nie. Zum Glück gibt es so viele Bücher die gelesen werden wollen und die sich auf unserem SuB stapeln XD

      Liebe Grüße
      Conny

      Gefällt 1 Person

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