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Rezension „ASH-Austrian Superheroes: Spurensuche“ Sammelband II ★★★★

Es geht mit meinem „ASH – Austrian Superheroes“ Comic-Specialweiter und wir begeben uns zur Rezension zum II. Sammelband dieser Comic-Reihe mit dem Titel „Spurensuche“.

Falls Ihr zur Startseite dieses Specials wollt, klickt einfach auf das untere Bild. Dort findet Ihr nicht nur allgemeine Infos zur Entstehung dieser Comicreihe, zu den Entwicklern und zu den Superhelden, sondern könnt Euch auch gleich den Comic-Soundtrack zu dieser Comic-Reihe gönnen.
Weiters erwarten Euch im Verlauf Rezensionen der weiteren bisher erschienenen Sammelbände, Österreichische Rezepte (mal mehr, mal weniger gepimpt), ein Interview mit dem mitwirkenden Illustrator Michael Liberatore und es gibt auch ein ASH-Paket zu gewinnen.

Im Anschluß an diese Rezensionen gibt es übrigens ein weiteres österreichisches Rezept, dessen Endprodukt sogar in diesem Comic Erwähnung findet.
Und die Frage für die Verlosung des ASH-Pakets ist natürlich auch im Anschluß.

© Pink Anemone

Und nun auf zu den nächsten Abenteuern unserer österreichischen Helden.
Um Euch nicht zu spoilern verwende ich den Klappentextes des 1. Sammelbandes.
Zur Rezension zum 1. Sammelband „Rückkehr der Helden“ kommt Ihr übrigens HIER.

ASH – Spurensuche

© Pink Anemone

Eigentlich ist die große Zeit der europäischen Superhelden seit dem Ende des Kalten Krieges vorbei. Doch als Anfang 2016 ein blutrünstiges Monster beginnt die Wiener Innenstadt unsicher zu machen, schließen sich einige der wenigen noch aktiven Superwesen zusammen, um die Bedrohung zu stoppen.
CAPTAIN AUSTRIA Jr., Sohn des legendären Führers der „Wiener Wächter“ Captain Austria, die übermenschlich starke Wrestlerin LADY HEUMARKT mit ihrer undurchdringlichen Haut, das sagenumwobene Wasserwesen DONAUWEIBCHEN und der geheimnisvolle BÜROKRAT stellen sich der zuerst unüberwindlich scheinenden Aufgabe. Und machen sich auf die Suche nach dem Monster, nach alten Verbündeten und nicht zuletzt nach Antworten… (Klappentext)

 

Der vorliegende Sammelband enthält die Einzelhefte #5 – inklusive #10 und enthält somit mit seinen 192 Seiten mehr ASH als der erste Sammelband.

© Pink Anemone

In dieser Rezension gehe ich auf alle Storys etwas näher ein, mit Erwähnung der verschiedenen IllustratorInnen. Es wird wieder mächtig spannend.

„>>Was is denn des für ana? Den ham aber ned wir ‚baut!<<
>>Den kenn‘ i vom Fernseh’n, so a oida Superheld!<<
>>Superheld?! Und warum zerdeppert er dann oiss?<<„

#5 „Aufbrüche – Gefahr von Innen! Neuer Einsatz für die Wiener Wächter!“

Autor: Harald Havas; Pencils: Andi Paar; Inks/Lettering: Thomas Aigelsreiter; Colors: Thomas Aigelsreiter, Andi Paar, Frans Stummer

Nach dem glimpflichen Ausgang mit dem Basilisken lecken die Superhelden ihre Wunden. Vor allem der eiserne RATHAUSMANN benötigt eine kleine Reparatur.
Nur gut, dass es im Keller der Einsatzzentrale das nötige Equip dafür gibt – außerirdische Nanobots. Doch durch ein patschertes Missgeschick seitens des eisernen Superhelden (durch wen auch sonst) artet diese Reparatur etwas aus. Okay, es artet nicht nur etwas aus, sondern führt zu einer verheerenden Katastrophe und RATHAUSMANN verliert die Kontrolle über sich und -WUSCH- fliegt er nach Linz.
Wieso und warum und welches Vehikel aus der Superheldengarage ausgegraben wird, müsst Ihr selber lesen.

© Pink Anemone

Im Anschluß erwartet einen der Kurzcomic „SPLASH“, welcher einen wieder in die Vergangenheit führt und zwar in die Ausbildungszeit von CAPTAIN AUSTRIA Jr., weiters erfährt man mehr über das DONAUWEIBCHEN.
Hier muss ich unbedingt etwas loswerden und zwar – Ich liebe die Zeichnungen von Isabella „Synthe Sizer“ Griessenberger!!!!
(Autor: Harald Havas; Pencils/Inks/Colors: Isabelle „Synthe Sizer“ Griessenberger; Lettering: Isabelle „Synthe Sizer“ Griessenberger, Thomas Aigelsreiter)

© Pink Anemone

#6 „Stahlstadtengel – Chaos in Linz – der Rathausmann läuft Amok!“

Autor: Harald Havas; Pencils: Michael Liberatore; Inks: Andi Paar; Lettering: Thomas Aigelsreiter; Colors: Thomas Aigelsreiter, Andi Paar, Frans Stummer; Dialektcoach Oberösterreich: Blonder Engel

Während unsere bekannten Superhelden aus Wien mit dem Vehikel namens „Donauschwalbe“ und einem halben Plan nach Linz düsen, befinden wir LeserInnen uns bereits in der oberösterreichischen Hauptstadt. Hier lernt man sogleich den lokalen Superhelden kennen: MINIMANN.
Wer dachte Superhelden müssen groß und in coole Klamotten gehüllt sein wird sich wundern. MINIMANN ist nämlich gerade mal so groß wie ein Zeigefinger, trägt Brille und außer einer weiß-roten Leggins und Flügeln nichts. Doch so klein er auch ist, so gewitzt ist er auch und seine Kraft ist übermenschlich.
Ob die WIENER WÄCHTER mit ihm die Katastrophe abwenden können, welche in Form vom RATHAUSMANN den Linzer Stahlwerken droht?

Danach wieder ein Kurzcomic.
In „Naziterror in Wien“ befinden wir uns im Jahr 1948 und erleben ein Abenteuer des ersten CAPTAIN AUSTRIA. Damals hieß er noch KAPITÄN ÖSTERREICH.
Wie schon der Kurzcomic in #2 ist auch dieser Comic wieder von Leo Koller und wieder im herrlich authentischen Retrostil.
(Autor: Harald Havas; Pencils/Inks/Colors/Lettering: Leo Koller)

© Pink Anemone

#7 „Alpenglühen – CAPTAIN AUSTIRA Jr. in tiro – ROTER ADLER greift ein“

Autor: Harald Havas; Pencils/Inks: Erich Tiefenbach; Colors: David Pridal; Lettering: Erich Tiefenbach, Thomas Aigelsreiter; Dialektcoach Tirol: Harald Haller

Das ganze Geheimnis um den Basilisken ist noch nicht gelöst. Während LADY HEUMARKT und der BÜROKRAT einer Spur nachgehen, beamt sich CAPTAIN AUSTRIA Jr. nach Tirol, um den ehemaligen ROTEN ADLER, Tirols lokalen Superheld, diesbezüglich um Rat zu fragen. Dort trifft er nicht nur auf den neuen ROTEN ADLER, die Tochter des älteren Herrn, sondern auch auf eine Wilde Frau, welche Tirol tyrannisiert, unter anderem Lawinen abgehen lässt, und von allen nur „Die Geierwally“ genannt wird (hier lohnt es sich diese zu googeln). Diese besitzt nicht nur übermenschliche Kräfte, sondern scheint eine epigenetische Mutation zu sein.
Hier trifft man auf Tiroler Dialekt, eine wilde Frau, die mir gar nicht so unsympathisch ist und ein alter Gegner der WIENER WÄCHTER wird wieder erwähnt.

© Pink Anemone

Es gibt diesmal sogar wieder zwei Kurzcomics.
In „Pogrom“ taucht man tief in die Donau hinab und begegnet dem Unterwasservolk, von dem das Donauweibchen abstammt. Man blickt in die Vergangenheit, diesmal zur Zeit des 2. Weltkriegs, und erfährt wieso sich das Volk von Hydoria vor den Nur-Luftatmern versteckt.
(Autor: Harald Havas; Pencils/Inks/Colors/Lettering: Jörg Vogeltanz)

In „Spritztour“ darf man bei einem Date von Lady Heumarkt und einem alten Freund dabei sein. Bei diesem bumst es gewaltig, doch anders als gedacht, denn Romantik liegt im Auge der Verliebten.
(Autor: Harald Havas; Pencils: Martin Frei; Inks: Andi Paar; Colors: Frans Stummer; Lettering: Thomas Aigelsreiter)

#8 „Mulatschak – CAPTAIN AUSTRIA Jr. und Team auf gefährlicher Spurensuche“

Autor: Harald Havas; Pencils/Inks: Andi Paar; Colors/Lettering: Thomas Aigelsreiter; Ungarisch-Coach: Elisabeth Pflegerl

Die Austrian Superheroes arbeiten unter dem alten Pseudonym „WIENER WÄCHTER“, da sie sich noch immer nicht für einen hippen neuen Namen entscheiden konnten. Das tut ihren Heldentaten jedoch keinen Abbruch.
Es gilt noch immer hinter das Geheimnis des Basilisken zu kommen, damit sich die Katastrophe nicht wiederholt und einem Mann geholfen werden kann. Die bisherigen Spuren führen alle zu einem früheren Gegner der alten WIENER WÄCHTER, bzw. zu GegnerN. Diese waren einst die KOMINTERN (= „Kommunistische Internationale“ – ehemaliger Zusammenschluß östlicher Superhelden der Blockstaaten), an ihrer Spitze der sogenannte ROTE HUSAR.
Daher geht die Reise diesmal nach Ungarn und sie treffen auf ein früheres Mitglied der KOMINTERN – die CSÁRDÁSFÜRSTIN. Doch der anfangs herzliche Empfang der älteren Lady in ungarischer Tracht entwickelt sich bald zu einem Fiasko.
LADY HEUMARKT ist die Einzige, die davon verschont bleibt, da sie in Wien Wichtigeres zu tun hat. Seit Längerem scheinen ASH nämlich von jemanden gestalkt zu werden. Immer wieder werden ihnen  von dieser geheimnisvollen Person Geheimtipps zugespielt und überall treffen sie auf den Graffitischriftzug WZKD.
Ist er Freund oder Feind und wieso scheint er Probleme mit der Grammatik zu haben?

© Pink Anemone

Im Anschluß natürlich wieder ein Kurzcomic.
In „Attacke aus dem Weltraum“ reist man wieder zurück in die Vergangenheit, in die Zeit der ehemaligen WIENER WÄCHTER. Genauer gesagt begibt man sich in das Jahr 1962.
Unsere WIENER WÄCHTER waren dazumals nämlich die ersten Österreicher auf dem Mond – ja, da schaut’s, gell – und von dieser Reise wurde natürlich ein Souvenir mitgebracht. Dieses ist jedoch lebendiger als gedacht und der Superheld WALZERKÖNIG hat hier einen ganz besonderen Auftritt.
(Autor: Harald Havas; Pencils/Inks: Michael Wittmann; Colors: Leo Koller; Lettering: Thomas Aigelsreiter)

#9 „Schatten – Gefahr im Wiener Untergrund“

Autor: Harald Havas; Pencils/Inks: Bernd Trübswasser; Colors: David Pridal; Lettering: Thomas Aigelsreiter

Hier wird eine neue Superschurkin namens DEIMONIA geboren. Sie ist quasi die Nachfolgerin von DOKTOR PHOBOS (siehe ASH #2), nur wesentlich hübscher, aber auch böser. Als LADY HEUMARKT sich auf der Suche nach WZKD in die Kanalisation Wiens begibt, tappt sie geradewegs in das Nest von DEIMONIA und ein beängstigender ungleicher Kampf beginnt.
Schon in #7 und #8 wurde die LIGA DEUTSCHER HELDEN erwähnt – kurz LGH. Dies ist eine Erweiterung des europäischen Superhelden-Kosmos. Hier trifft man dann persönlich auf ein Mitglied der LGH und zwar auf die Schwester vom DONAUWEIBCHEN. Ebenso besucht man mit Kurt aka CAPTAIN AUSTRIA seine Mutter im Pflegeheim.

© Pink Anemone

Im Anschluß erwartet einem in Form des Kurzcomis „Wiedergeburt“ die Fortsetzung von „Splash“ (#5) und ein weiteres Mal konnte mich die Comiczeichnerin Isabelle „Synthe Sizer“ mit ihrem Talent begeistern.
Also falls diese Illustratorin eines Tages einen eigenen Comic rausbringen sollte, bin ich wohl die Erste, die sich darauf stürzen wird.
(Autor: Harald Havas; Pencils/Inks/Colors/Lettering: Isabelle „Synthe Sizer“ Griessenberger)

Im zweiten Kurzcomic „Trolli“ begibt man sich in die nahe Vergangenheit als Kurt noch ein kleiner Bub war, quasi ein ein kleiner Einblick in die Familienverhältnisse.
(Autor: Harald Havas; Pencils/Inks: Dagmar Wyka; Colors: Andi Paar; Lettering: Thomas Aigelsreiter)

#10 „Endspiel – Konfrontation in Tschechien“

Autor: Harald Havas; Pencils/Inks: Andi Paar; Colors: Frans Stummer, Andi Paar, Thomas Aigelsreiter, Isabelle „Synthe Sizer“ Griessenberger, Lisa Heschl, David Pridal; Lettering: Thomas Aigelsreiter; Dialekt-Coach Tirolerisch: Harald Haller

Nun ist es an der Zeit dem Widersacher endlich das Handwerk zu legen. Mit Hilfe von WZKD haben die WIENER WÄCHTER nützliche Tipps zum Aufspüren des Drahtziehers erhalten, welcher wirklich hinter dem Basilisken-Angriff steckt.
Es kommt zu einem actionreichen Aufeinandertreffen in Tschechien und diesmal ist auch die Flamme von CAPTAIN AUSTRIA, der ROTE ADLER oder besser gesagt: die ROTE ADLERIN, mit von der Partie.
Die Jagd ist danach jedoch noch nicht zu Ende, denn der Kampf endet nicht wie erwartet. Vor allem stellt sich die Frage inwiefern CAPTAIN AUSTRIA Senior seine Finger im Spiel hat und ob der ungarische Widersacher wirklich die treibende Kraft dahinter ist.

© Pink Anemone

Im anschließenden Kurzcomic „KAPPA“ reist man mit den Zeichnungen von Leo Koller wieder in die Vergangenheit und somit in die Anfänge der WIENER WÄCHTER.
(Autor: Harald Havas; Pencils: Michael Liberatore; Inks/Colors: Leo Koller; Lettering: Leo Koller, Thomas Aigelsreiter; Spanisch-Coach: Adriana Franco Vargas)

© Pink Anemone

Am Ende steuern Harald Havas und M. Landgruber noch einen witzigen Cartoon bei.

Puhhh, was für eine Berg- und Talfahrt voller Action. Mit jeder Story bewegt man sich ein paar Schritte weiter in Richtung des eigentlichen Widersachers und mit den Kurzcomics werden oft sehr pikante Geheimnisse gelüftet und Fragen beantwortet, aber auch neue Fragen aufgeworfen.
Spannend, witzig mit unglaublich tollen und stimmungsvollen Illustrationen, welche sich wunderbar ergänzen. Von wegen viele Köche verderben den Brei. Dem ist hier definitiv nicht so. Natürlich endet jede Story und somit der 2. Sammelband mit einem Cliffhanger, der einen die Nägel abkauen lässt. Zum Glück hatte ich den 3. Sammelband gleich parat.

© Pink Anemone

Dieser Sammelband beinhaltet natürlich auch wieder Covervarianten, Einsicht in Making-Of’s und, und, und.
Ich finde es zahlt sich auf jeden Fall aus, sich die Sammelbände zu gönnen, denn da bekommt man fürs Geld wirklich etwas geboten.

© Pink Anemone

Reihenfolge
  1. Sammelband „Rückkehr der Helden“ / Heft 1-4
  2. Sammelband „Spurensuche“ / Heft 5-10
  3. Sammelband „Lange Schatten“ / Heft 11-16
  4. Sammelband „Dunkle Verstrickungen“ / Heft 17-22

Weitere Comic-Informationen
  • Broschiert: 192 Seiten
  • Herausgeber: Cross Cult; 1. Auflage (17. Januar 2018)
  • ISBN-10: 9783959816182
  • ISBN-13: 978-3959816182
  • Preis: 24,90€ (Stand vom 29.08.2020)

Zu beziehen auf Amazon, Eurem Comic-Dealer (Österreichern kann ich hierfür „Comictreff“ empfehlen) oder direkt auf der Austrian-Superheroes-Seite, wo Ihr auch durch die Einzelhefte stöbern und/oder ein Abo abschließen könnt.

© Pink Anemone

Und nun zu der Frage für die Verlosung, welche Euch das dritte ASH-Ticket beschert, nach dem Ihr Euch mit dem ersten Kommentar auf der Hauptseite für diese Verlosung angemeldet und die bereits gestellten Fragen beantwortet habt.

Wie gefällt Euch die bunte Mischung an Illustrationen durch die vielen verschiedenen österreichischen Comic-ZeichnerInnen?


Auch diesmal gibt es wieder ein Rezept zum Comic. Diesmal ein traditionelles Linzer Gebäck, welches man nicht nur zu Weihnachten isst. Dieses benötigt kein Aufpimpen.

Linzer Augen

© Pink Anemone


 

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