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Osterspecial: Vintage-Easter 2021

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Letztes Jahr fiel mein Osterspecial aufgrund Quarantäne und anschließendem Arbeitsstress aus, doch dieses Mal wollte ich es mir nicht nehmen lassen Euch und auch mich in Frühlingsstimmung zu bringen.

So mancher von Euch hat sich schon die ersten Frühlingsboten ins Haus geholt oder frühlingshaft dekoriert, um den düsteren Winter zu vertreiben. Obwohl es draußen zeitweise noch Minusgrade hat und sich die Sonne bisher nur mässig gezeigt hat, ist am 20. März offiziell Frühlingsanfang, ergo ist auch Ostern nicht mehr fern. Das bedeutete für mich schon lange davor mich auf dieses Osterspecial vorzubereiten.

Manche von Euch kennen bereits meine Osterspecials und falls nicht, hier eine kleine Erklärung.
Ich bin ein Fan von Vintage- und Retro-Deko, Literaturklassikern und der Frühlingsküche und daher reisen wir hier in die Vergangenheit, vor allem lesetechnisch und was die Deko betrifft.
Da Ostern ursprünglich der weiblichen Fruchtbarkeit gewidmet war, im Heidentum auch Ostara genannt, werden im Laufe der nächsten Wochen Bücher von/über/mit starken Frauen vorgestellt, eventuell ein Schmankerl für das ein oder andere Osterkörbchen, Gerichte gekocht, die den Frühling auf den Tisch bringen und somit auch für den Ostertisch geeignet sind und es wird im Vintagestil gehäkelt, darunter auch Hasenaufhänger für den Osterstrauch.

Werft Euch also in Eure luftigleichten Frühlingsklamotten, trinkt einen erfrischenden Frühlingstee und lasst Euch von mir auf den Frühling und auch auf Ostara einstimmen.

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Bücher

© Pink Anemone

Im Gepäck habe ich 5 Bücher, darunter befinden sich ein Klassiker, eine Anthologie, ein Urban-Fantasy, ein Kinderbuch für Kinder ab 10 Jahren und ein Comic. Es ist also für jeden etwas dabei.

„Stella Montgomery und die bedauerliche Verwandlung des Mr Filbert“ von Judith Rossell aus dem Thienemann Verlag
© Pink Anemone

Stella hat sich heimlich aus dem Hotelzimmer ihrer drei schrulligen Tanten geschlichen. In der Eingangshalle schlafen einige Hotelgäste merkwürdig verrenkt in ihren Sesseln. Ob das mit dem Kerzenleuchter in Form einer Hand zusammenhängt? Als Stella ihn versehentlich umwirft, tropft statt Wachs Blut zu Boden. Plötzlich hört Stella Schritte. Sie verbirgt sich hinter einem Farngewächs und wird so Zeugin eines mysteriösen Verbrechens … (Klappentext)

Dies ist der Reihenauftackt eines Mystery-Crime für Kinder ab 10 Jahren.
Von dem mutigen Mädchen Stella, welches es auch faustdick hinter den Ohren hat, war ich von der ersten Seite an begeistert und die Handlung ist sowohl spannend als auch witzig. Hier wächst ein Mädchen in der Not und in Momenten der Gefahr über sich hinaus und findet nicht nur neue Freunde, sondern auch einen Teil ihrer selbst.

Zur vollständigen Rezension gelangt Ihr, wenn Ihr auf das untere Bild klickt.

© Pink Anemone

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„Der Fall Jane Eyre – Thursday-Next-Reihe, Band 1“ von Jasper Fforde aus dem dtv-Verlag
© Pink Anemone

Können Sie sich eine Welt vorstellen, in der Literatur so wichtig genommen wird, dass es eine Spezialpolizei gibt, um sie vor Fälschern zu schützen? Als Geheimagentin Thursday Next ihre neue Stelle in Swindon antritt, ahnt sie schon, daß ihr die größte Herausforderung ihrer Karriere bevorsteht: Niemand anderes als der Erzschurke Acheron Hades hat Jane Eyre aus dem berühmten Roman von Charlotte Brontë entführt, um Lösegeld zu erpressen. Eine Katastrophe für England, das mit dem seit 130 Jahren tobenden Krimkrieg schon genug Sorgen hat. Aber Thursday Next ist eine Superagentin: clever und unerschrocken. Und wenn sie wirklich mal in die Klemme gerät, kommt aus dem Nichts ihr von den Chronoguards desertierter, ziemlich anarchistischer Vater, um für ein paar Minuten die Zeit anzuhalten.. (Klappentext)

Auch dies ist ein Reihenauftakt und ein toller Urban-Fantasy für Jugendliche ab ca. 16 Jahren, meiner Einschätzung nach.
Hier taucht man in eine absolut verrückte Welt voller Liebe zur Literatur, skurrilen Figuren, Action und schrägen Humor ein. Für einen Buchnerd wie mich, der auch klassische Literatur liebt, war dieses Buch ein ganz besonderes Erlebnis. Am Ende wollte ich überhaupt nicht mehr aus dieser Welt auftauchen.

Zur vollständigen Rezension gelangt Ihr, wenn Ihr auf das untere Bild klickt.

© Pink Anemone

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„Der Kuss der grünen Fee: Kriminelle Absinth-Geschichten“ Hrsg. Ulrike Bliefert aus dem Dryas-Verlag
© Pink Anemone

„Die Grüne Fee“, so schrieb einst Frankreichs großer Dichter Baudelaire über den Absinth, „ist der Zaubertrank, der dem Leben seine feierliche Färbung gibt und seine dunklen Tiefen aufhellt.“
Doch damit hat er das Modegetränk der Belle Epoque unterschätzt: Sein Genuss konnte durchaus selbst in dunkle Tiefen führen.
Zehn Autorinnen und Autoren, die unterschiedlicher nicht sein könnten, haben die heutige Wiederentdeckung des Absinths zum Anlass genommen, ihre jeweils eigene – heitere, skurrile oder ganz und gar finstere – Sicht auf die Blütezeit der „Grünen Fee“ zu präsentieren… (Klappentext)

„Absinth-Geschichten“ wäre für den Buchtitel wohl treffender gewesen, den Krimis findet man hier eher weniger, trotzdem fühlte ich mich hervorragend unterhalten.
Hier findet man nämlich facettenreiche Kurzgeschichten inklusive historischer Infos, die man am besten bei einem Gläschen Absinth genießt.
In der Rezension gehe ich auf jede einzelne Story etwas näher ein und es war tatsächlich keine Geschichte dabei, die mir nicht gefallen hätte. Bei einer Anthologie ja eher ungewöhnlich.

Zur vollständigen Rezension gelangt Ihr, wenn Ihr auf das untere Bild klickt.

© Pink Anemone

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„Middlemarch“ von Mary Ann Evans (ich ignoriere absichtlich ihr männliches Pseudonym ‚George Eliot‘) aus dem dtv-Verlag
© Pink Anemone

Die Grenzen des Dorfes sind die Grenzen unserer Welt. Das akzeptieren vielleicht die restlichen Bewohner von Middlemarch, aber nicht Dorothea und Tertius. Wieso sollte einer jungen Frau der Zugang zu Wissen und Geist verschlossen bleiben, wenn die alten Männer damit nur Schindluder treiben? Und warum sollte ein junger Arzt nicht neue Methoden anwenden dürfen, wenn man dadurch Menschenleben retten kann? Neugier ist Pflicht für Dorothea und Tertius. Und um ihre Pflicht zu erfüllen, setzen sie vieles aufs Spiel… (Klappentext)

Einen Monat habe ich an diesem Wälzer von 1152 Seiten gelesen und obwohl dieser ein paar Längen enthält, reiste ich immer wieder gerne in das Städtchen Middlemarch und verfolgte gespannt Klatsch und Tratsch, politische und familiäre Intrigen und den Fortschritt, denen diese Menschen ausgesetzt waren und nicht alle waren davon begeistert.
Entgegen mancher Meinungen hat dieser Roman jedoch nur wenig mit Feminismus zu tun, jedoch umso mehr mit dem Wandel der Zeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts und der allgemeinen Emanzipation. Nicht umsonst wählte Mary Ann Evans als Untertitel „Eine Studie über das Leben“.

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„Die Frau ist frei geboren – Olympe de Gouges“ von José-Louis Bocquet aus dem Splitter-Verlag
© Pink Anemone

Von Montauban 1748 bis zum Pariser Schafott 1793: Fünfundvierzig Jahre des außergewöhnlichen Lebens einer Frau und die Erfindung einer neuen Idee in Europa: der Kampf für die Rechte der Frauen. In einer bürgerlichen Familie in der Provinz geboren, vermutlich als uneheliches Kind eines Dramatikers, hat Marie Gouze, genannt Olympe de Gouges, die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts durchquert, wie es nur wenige Frauen taten. Als Schriftstellerin und engagierte Polemikerin grenzt sie sich durch ihren unabhängigen Geist und die mitunter radikale Originalität ihrer Standpunkte ab. Sie setzt sich für die Abschaffung der Sklaverei und insbesondere für die bürgerlichen und politischen Rechte der Frauen ein. Wegen ihrer Ablehnung von Robespierre und den Verfechtern der Revolution wird sie während der Terrorherrschaft guillotiniert. Catel und Bocquet schildern in romanhafter und doch historisch präziser Weise das Leben dieser besonderen Frau, deren Ideale ihrer Zeit voraus waren und die Kernwerte unserer heutigen Gesellschaft bilden. Ein wunderbares Frauenporträt und eine leidenschaftliche Hommage an eine der wichtigsten Figuren des Feminismus… (Klappentext)

Eine herrliche und informative Biografie auf Comicart. Ich war zwar manchmal mit dem benutzten Jargon nicht ganz zufrieden, doch enthält dieser Comic die wichtigsten Informationen einer starken Frau, welche sich gegen Politik und altbackenen Gesetze auflehnt und eine wichtige Vorreiterin der feministischen Bewegung war.

Zur vollständigen Rezension gelangt Ihr, wenn Ihr auf das untere Bild klickt, sobald diese veröffentlicht wurde.

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Frühlingsküche

Im Laufe der nächsten Wochen erscheinen diese Rezepte, welche sich nicht nur für den Ostertisch gut eignen.

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DIY im Vintagestil

Hier habe ich euch zwei Häkelanleitungen mitgebracht…

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Alle Beiträge erscheinen im Laufe der nächsten Wochen. Bis dahin könnt Ihr in meinen letzten Osterspecials stöbern:

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3 Kommentare zu „Osterspecial: Vintage-Easter 2021

  1. Ui, Schoko-Gin-Eierlikör! 🙂
    Das klingt nach was für meinen Mann und mich. Vor allem da wir ja dank unserer Hühner Eier on masse haben. 😀
    Liebe Grüße
    Diana

    Gefällt mir

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