Bibliophilie · Comics / Graphic Novels · Rezensionen

Reihenvorstellung Comic-Reihe „Carthago“ Teil 3 ★★

Eigentlich wollte ich diese Reihe fortsetzen, sobald der 7. Teil der Reihe erschienen ist. Nun, das hätte dann bereits im November sein sollen und da hatte ich irgendwie so gar keine Lust darauf mit Lou und den prähistorischen Megalodons im Meer herumzuplantschen. An kalten Novembertagen möchte ich mir nicht einmal lesetechnisch die Füße nass machen.

Nun ist Sommer, welcher langsam dem Ende zugeht und etwas frisch und regnerisch ist. Doch ich bin in Sommerstimmung und möchte mich in die Meeresfluten schmeißen. Der Vorteil – es ist inzwischen auch schon der 8. Teil der Carthago-Reihe erschienen und somit gibt es wieder eine Reihenvorstellung, wobei ich wieder versuche so wenig wie möglich zu spoilern.

Wer in die vorigen Teile hineinschnuppern möchte, dann einfach auf die Bilder klicken:

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Carthago-Reihe Teil 7 & 8

Und nun wollen wir mal schauen, ob die prähistorischen Megalodons endlich wieder mehr in den Vordergrund rücken und ob wir mehr über Lou, ihre Herkunft und über die Unterwasserstädte erfahren.
Also rein in den Badeanzug und Taucherbrille aufgesetzt – wir gehen auf Tauchgang.

Zur Erinnerung um was es in dieser Comic-Reihe geht:

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts löst die Verknappung der Öl- und Erdgasressourcen eine weltweite Krise aus, die einen Wettlauf zur Entdeckung der letzten Vorkommen in Gang setzt. Die Menschen beginnen, die letzten unbekannten Gebiete des Planeten zu erforschen, die Meerestiefen. Bei der Bohrung in einer Unterwasserhöhle werden die Taucher von einem lebenden Fossil angegriffen, einem Maglodon, dem prähistorischen Vorfahr des weißen Hais und dem größten Meeresraubtier, das jemals auf Erden lebte. Und dies ist nicht die letzte ausgestorbene Spezies, die der Ozeanograph Kim Melville entdeckt!Es ist eine wissenschaftliche Sensation. Und eine Entdeckung, die das ökologische Gleichgewicht des Planeten und das Überleben der Menschheit in Frage stellen könnte…(Inhaltsangabe des 1. Teils)

© Pink Anemone

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7. „Der Kamtschatka-Graben“ ★★★

Es treibt mich im Grunde nur noch die Neugierde an

© Pink Anemone

„>>Einige Körperregionen sind von einer besonders rauen Haut bedeckt, etwa die Füße und die Beine, die Schultern, die Unterarme, die Hände mit den Schwimmhäuten und Teile des Gesichts. Das müssen wir genaustens untersuchen, aber diese Haut ähnelt stark der von Haien.<<“
(Teil 7 – S. 8)

In diesem Teil gibt es wieder viele Rückblenden. Diese beschäftigen sich vor allem mit Lou und ihrer Herkunft. Auch sie will dieses Geheimnis endlich lüften, möchte wissen woher sie stammt und wieso sie mit Haien und somit auch den Megalodons kommunizieren kann. Alle Hinweise und Entdeckungen führen sie zu den Unterwasserstädten und London, ehemaliger Lebensgefährte ihrer Mutter Kim, erzählt ihr, was er damals tief unten in der Beringsee gesehen hat und bis jetzt verheimlichte. Eine weitere Stadt, bzw. ein Heiligtum. Sogleich macht sich Lou auf den Weg dorthin und mit ihr eine Schar Megalodons.

Eine 30.000 Jahre alte Unterwasserzivilisation, die fragliche Existenz dieser, Hybridenwesen oder gar Aliens und mitten drin Lou. Die Megalodons kommen nur vor, um Menschen anzugreifen oder anzuknabbern, ansonsten sieht und liest man nicht viel von ihnen. SCHADE!
Die vielen Rückblicke sind diesmal etwas verwirrend, da manchmal nicht darauf hingewiesen wird. Auf einer Seite begleitet man die erwachsene Lou und auf der nächsten ist sie plötzlich wieder ein kleines Mädchen. Einmal ist es ein Rückblick, ein anderes mal bekommt Lou etwas aus der Vergangenheit erzählt. Dies alles in zu kurzen Abständen, sodas einem vom dem ganzen Hin- und Hergehopse zwischen Vergangenheit und Gegenwart ganz schwindelig wird.

© Pink Anemone

Diesmal gibt es auch keine spektakulären Unterwasser-Illustrationen, welche mich immer wieder begeistern konnten. Der Grund ist jedoch nicht wieder ein Wechsel des Illustrators. Dieser ist weiterhin der Italiener Ennio Bufi, doch so richtig mitreißen konnte er mich mit seinen Illustrationen diesmal nicht.
Trotzdem ist die Story spannend zu verfolgen und natürlich endet auch dieser Teil wieder mit einem genialen Cliffhanger.

© Pink Anemone

„Im Inneren unseres Heiligtums findet ein jeder unserer Art Schutz und Sicherheit. Das Ende aller Zeiten naht.“
(Teil 7 – S. 56)

Wenn ich ehrlich bin, trieb mich nur noch die Neugierde dazu die Reihe weiterzuverfolgen und das ich den 8. Teil schon hier hatte. Langsam sollte Bec die ständigen Wiederholungen bleiben lassen und endlich in die Puschen kommen. Wobei mich dieser Alien-Aspekt schon etwas abschreckt, da dies schon ausgelutscht ist und diese Begründung wohl für alles herhalten muss.

Buchinformationen
© Pink Anemone

 

  • Gebundene Ausgabe: 56 Seiten
  • Verlag: Splitter-Verlag; Auflage: 1., (22. Oktober 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3868691065
  • ISBN-13: 978-3868691061
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Preis: 14,80€ (Stand vom 26.08.2019)

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8. „Leviathan“ ★

Langeweile macht sich breit und diese Reihe steht ordentlich auf der Kippe

© Pink Anemone

„>>Ein Schwarm prähistorischer Haie. Mit diesen Höllenviechern haben wir ja schon so einiges erlebt, aber das hier ist unglaublich!<<
>>Allerdings. Täglich stoßen neue Einzelgänger hinzu. Und der Albino schwimmt immer an der Spitze des Schwarms, als würde er die anderen anführen.<<“
(Teil 8 – S. 15)

Hier wird bekannt, dass der inzwischen verstorbene Dr. Feiersinger, schon lange von den Hybridwesen wusste und diese untersuchte. Sie existieren und Lou ist eine von ihnen – the next Generation sozusagen … aber das ahnten wir Leser ja schon.
Lou und ihr Team schweben in Lebensgefahr und nun möchte auch die Carthago-Foundation in der Beringsee mitmischen. Letzteres bedeutet wieder einen Handlungsstrang mehr, dieser wird hier jedoch nur kurz angerissen. Weiters wird hier versucht das Lou und das Team auf der Leviathan zu retten und … tja, das war’s auch schon.

© Pink Anemone

Die Story tritt auf der Stelle und, wie auch schon im 7. Band erwähnt, können mich die Illustrationen nicht mehr vom Hocker reißen. Im Gegenteil! Ennio Bufi scheint es selbst schon leid zu sein, zumindest könnte man diesen Eindruck gewinnen, wenn man sich drei Protagonistinnen anshieht, welche sich zum Verwechseln ähnlich sehen. Individualität – Fehlanzeige.

© Pink Anemone

„>>Donovan vermutet, dass sich dort seit Jahrhunderten überlebende jener Zivilisation verbergen.<<
>>Was?! Menschenähnliche Lebewesen, die 30.000 Jahre alt sind?<<“
(Teil 8 – S. 31 / Puhhh, wie oft wollen die das noch erwähnen?)

Der 8. Band ist also ein kompletter Reinfall – storytechnisch und auch was die Illustrationen betrifft. Meine Neugierde wurde damit ziemlich tief versenkt – in die Tiefen der Beringsee, wenn man so sagen will.
Bei mir steht diese Reihe also ziemlich auf der Kippe und ich bin mir momentan nicht sicher, ob ich diese weiter verfolgen werden. Irgendwie schade, denn die Carthago-Reihe hat so verdammt gut angefangen.

Buchinformationen
© Pink Anemone

 

  • Gebundene Ausgabe: 56 Seiten
  • Verlag: Splitter-Verlag; Auflage: 1., (19. Februar 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3868691383
  • ISBN-13: 978-3868691382
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Preis: 14,80€ (Stand vom 26.08.2019)

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Reihenfolge
  1. „Die Lagune auf Fortuna“ (2010)
  2. „Die Challenger Tiefe“ (2010)
  3. „Das Monster von Dschibuti“ (2013)
  4. „Die Monolithen von Koubé“ (2015)
  5. „Platons Stadt“ (2017)
  6. „Die Erbin der Karpaten“ (2018)
  7. „Der Kamtschatka-Graben“ (2018 – Nov.)
  8. „Leviathan“ (2019 – Feb.)

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Autor & Illustratoren

 

Bildquelle: Splitter-Verlag

Christophe Bec

Geboren 24. August 1969 in Rodez – Frankreich
Als Chrisophe Bec mit 10 Jahren einen Stapel alter »Asterix«-Hefte fand, hatte er auch seine Bestimmung gefunden. Mit 20 veröffentlichte er das Fanzine »Esquisse«, das ein großer Erfolg wurde. Nach seinem Studium an der Comic-Hochschule in Angoulême veröffentlichte er 1997 mit »Absolute Zero« seinen ersten Bestseller als Zeichner. »Heiligtum«, dessen Szenario er schrieb, übertraf diesen Erfolg noch. Bec hat inzwischen mit vielen der bekanntesten französischen Autoren und Zeichnern zusammengearbeitet und steht für intelligente Sci-Fi mit Mystery-Komponenten…(Quelle: Splitter-Verlag)

 

 

Bildquelle: baopublishing.it

Ennio Bufi

Ennio Bufi wurde 1976 in Molfetta geboren. Nach seinem Abschluss an der Akademie der Schönen Künste in Bari begann er seine Karriere als Bildhauer. Von 2007 bis 2010 arbeitet er im Bereich Animationskino. Er ist Cover-Künstler und Designer der Don Camillo Comics-Reihe (ReNoir Comics) und arbeitet mit Star Comics, Grand Angle und Sergio Bonelli Editore zusammen. Für den Verlag BAO Publishing hat er 2014 die Zeichnungen des siebten Prachtromans des Drehbuchautors Leonardo Favia angefertigt.

 

 

 

 

 

 

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