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Hüttenzauber-Special 2018

Weihnachten und Silvester sind vorbei und damit auch der ganze Rummel. Nun schmeißt man sich auf seine zwei Brettln, saust die Pisten runter und schunkelt in urigen Hütten zu Quetschn-Musik, während man sich eine Brettljausn oder Kässpätzle gönnt. Oder man sitzt, wie ich, irgendwo nur nicht in einer Hütte, weil man entweder von Skifahren so gar nix hält und/oder sich Hüttenurlaub sowieso nicht leisten kann.
Vom Skifahren und/oder Bergsteigen halte ich persönlich sowieso nix und das obwohl mein Opa beim österreichischen Alpenverein, bei der Bergrettung, Skilehrer und Bergsteiger (unter anderem auch auf dem Mont Blanc) war. Er war wirklich ganzjährig in den Bergen und auf der Piste.
Ich denke bei dem Wort „Hüttenzauber“ an die Zeit mit meinem Opa zurück, als er mich auf die Piste mitgeschleppt, mich bei einem Kinder-Skirennen angemeldet (ich wurde übrigens disqualifiziert weil mir das Slalom fahren zu blöd war und ich daher einfach im Schuß  hinuntergefahren bin) und eben auch auf kleine urigen Hütten mitgenommen hat. Das Einzige was mir daran gefallen hat waren die Hüttenbesuche. Da konnte ich mein Buch aus dem Rucksack kramen und mich während des Lesens an einem Kachelofen wärmen, während mir die Alm-Oma Käsespätzle und Kakao brachte. Und wenn ich nicht gerade mit deren Hund stundenlang im Schnee herumtollte, lauschte ich dem Alm-Opi wenn er seine Geschichten erzählte.
Manchmal ließ mich Opa auch einfach bis Abends auf der Hütte, während er willigeren und nicht so sturen Kindern wie ich es war, das Skifahren beibrachte oder seinen Bergrettungsdienst antrat. Ich habe also diese kleinen, urigen Hütten vor Augen, wenn ich an Hüttenurlaub denke und nicht die mit Russen und Engländern voll gestopften Apres-Ski-Hütten, wo jeder besoffen zu Helene Fischer & Co grölt. Und diese urige Atmosphäre hole ich mir meist nach dem ganzen Weihnachtsrummel und der Silvestersause gerne in meine 4 Wände. Wenn man sich schon keinen Urlaub in einer schneebedeckten Hütte leisten kann, muss man eben improvisieren. Und das geht einfacher als gedacht und ist vor allem auch für einen Abend mit Freunden genau das Richtige und mal etwas anderes.

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© Pink Anemone

Hier findet Ihr also im Verlauf des Monats ein paar Anregungen für typische Hüttenkost, DIY-Deko und natürlich auch wieder etwas zum Häkeln und Stricken, sowie Buch-Tipps für gemütliche Abende vor einem (nicht vorhandenen) Kamin, die einen in die Berge entführen.

Ich wünsche Euch also viel Spaß beim Stöbern und freue mich natürlich über Rückmeldungen und was ihr so für Hütten-Ideen habt.

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Bibliophiler Hüttenzauber

Bibliophiler Hüttenzauber
© Pink Anemone

Weiters kann ich Euch noch diese beiden Bücher hier empfehlen:

 

Die Bozen-Krimi-Reihe von Corrado Falcone

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Hüttenzauber-Deko / DIY und Tipps

 

  • Kleiner Weidenkranz
  • Teelichter in uriger Hüttenoptik

Manche von Euch wollen jedoch vielleicht nicht unbedingt basteln oder handarbeiten. Das muss man für eine Hüttenatmosphäre auch gar nicht und für dieses urige Flair sind die einfachsten Gegenstände genau das Richtige. Denn wie schon bei den Untersetzern „Uriger Hüttenzauber“ erwähnt, sind für die typisch, urige und gemütliche Atmosphäre die einfachsten Mittel genau das Richtige und das Meiste findet man, sofern man auf dem Land oder in einer grünen Umgebung wohnt, vor der Tür, wie z.B.:

  • Zapfen jeglicher Art
  • die schöneren Zweige des ausrangierten Christbaumes
  • aus dickeren Stämmen, kann man sich Untersetzer sägen
  • das Brennholz, sofern man einen entsprechenden Kamin hat, kann man schön arrangieren
  • und auch mit Weidenrinden kann man schöne Akzente setzen

Zusätzlich kann man sich natürlich mit diversen künstlichen Zweigen eindecken, die auch nicht wirklich die Welt kosten. Zum Hütten- und Berg-Zauber passen hier hervorragend Hagebuttenzweige, Edelweiß oder auch hier Zweige von immergrünen Nadelbäumen.

Deko
© Pink Anemone

Was man natürlich auf keinen Fall vergessen darf sind rot-weiß karierte Bänder und/oder Servietten, welche auch billig zu kaufen sind. Ihr seht, dieses ist wohl die billigste Deko die es gibt.

Hier möchte ich nun aber auch Tipps für Duftkerzen geben, die einen an eine urige Hütte in den Bergen erinnern.
Ich bin ja ein absoluter Fan von den Yankee Candles und kaufe davon immer gleich die großen Gläser. Die brennen nämlich wirklich ewig (bei mir an freien Tagen durchgehend) und der Duft ist fantastisch. Für den Hüttenflair eignen sich z.B.

  • Crackling Wood Fire (ein leicht herber, aber auch unaufdringlicher Duft, der an ein Kaminfeuer erinnert. Der absolute Hüttenduft – brennt bei mir bereits seit 5 Tagen)
  • Ebony & Oak (dieser Duft ist sehr intensiv und hat von allem was – süßlich-herb. Diese Kerze hüllt auch einen großen Raum ein; nicht gerade mein Lieblingsduft)
  • Winter Garden (sehr frischer Duft, der wirklich an einen Tag im verschneiten Wald erinnert – herrlich)
  • Cosy by the fire (mein absoluter Lieblingsduft – süßlich nach Zimt und Orangen und das alles mit einer feinen Holznote. Erinnert an einen Hüttenabend mit Punsch. Den sollte ich mir echt noch schnell kaufen)

(Ich bin Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Websites konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann [in meinem Fall Amazon-Gutschein]. Wenn Ihr über diesen Link bestellt, fallen für Euch natürlich keine zusätzlichen Kosten an.)

 

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© Pink Anemone

 

Falls Euch diese Kerzen zu teuer sind und ihr wollt trotzdem nicht auf einen Hüttenduft verzichten, dann empfehle ich Euch in eine Duftlampe Wasser zu füllen und darin einfach abgeschnittene Zweige vom Tannenbaum, Gewürznelken und eine Zimtstange zu legen. Das habe ich in meiner Studienzeit auch immer zu Weihnachten gemacht *g*.

Falls Ihr noch Tipps und Tricks bezüglich Deko und Düften habt, tut Euch keinen Zwang an und schreibt es in die Kommentare. Ideen und Inspirationen kann man ja nie genug haben.

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Kulinarischer Hüttenzauber

 

Die Hüttenküche ist weithin bekannt äußerst deftig zu sein und das hat auch seinen Grund. Als die sogenannten Schutzhütten eher den Bergsteigern und den Mitgliedern der Alpenvereine vorbehalten war, musste die Kost deftig sein.
Mein Großvater war vor allem im Winter ständig in den Bergen und in seinem Rucksack fanden sich immer Speck, eine Bergsalami und getrocknete Bananen und hin und wieder auch geräucherter Fisch – für den Fall, dass er irgendwo in den Bergen ausharren musste. Denn in den Bergen verbrennt man viel schneller Kalorien und was man da braucht sind Fett und Eiweiß. Die Bananen waren gegen Muskelkrämpfe und den Zuckeraushalt. Getränke braucht man nicht, denn trinken kann man den Schnee und wichtig – immer grelle Kleidung tragen, welche sich vom Schnee gut abhebt, damit man schnell gefunden wird. Ich weiß noch, damals wollte ich unbedingt so einen weiß-grauen Skianzug im Camouflag-Style (war damals total in) und mein Opa nur: „Sag‘ mal spinnst? Du bist ned bei de Gebirgsjäger de wos vom Feind ned gfunden werden solln, sondern di SOLL ma jo finden.“ Tja, und das war mein kleines Survival-Training für die Berge.
Und das ist auch der Grund weshalb es auf den Almhütten keine Salate oder gegrillte Hähnchenbrüste gibt, sondern a deftige Brettljausn, kalorienreiche Kässpätzle und süße Mehlspeisen – einfach um den Energiehaushalt und die Fettreserven aufzufüllen und bissl einen Polster zu haben. Für Leute auf Diät oder die auf figurbewusste Ernährung achten ist das also nix. Also all diejenigen die zu Silvester den Vorsatz ausgesprochen haben Diät zu halten, sollten am besten schnell weiterscrollen, denn hier ist absolut nichts kalorienarm.

Deftiges Süß & Sauer
Brettljausn 1
© Pink Anemone

Und das Deftige beginnt aufn Berg schon beim Frühstück. Was für Stadtleut die Jause oder das Brunch ist, ist auf der Alm ein Frühstück. Dieses Frühstück besteht meist aus Speck, Bergkäse, Bergsalami, Almbutter, weiches Ei, einem Häferlkaffee (Filterkaffee) oder Kakao, Marmelade und eventuell einer Eierspeis (Rührei) mit Speck. Alles auf einem Holzbrett in die Mitte des Tisches gestellt und dann heißt es zulangen und dann ab auf die Piste.

Mittags oder Nachmittags treibt einem, nach einer anständigen Schneewanderung oder paar Pistenwedlern, der Hunger wieder in die Hütte und da bietet sich so Einiges an deftigen Schmankerln an, wie z.B.:

Tipps für warme Getränke mit Schuß
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© Pink Anemone
Geschenke aus der Hüttenküche
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© Pink Anemone

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Hütten-Woll-Zauber

 

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3 Kommentare zu „Hüttenzauber-Special 2018

  1. Also deine Themenbeiträge sind wirklich immer ein Highlight. Und immer sehr liebevoll und originell. Für die Deko und Präsentation brauche ich dich ja eh nicht mehr loben, die ist perfekt wie immer. Besonders gefällt mir immer die Einleitung, in der du erklärst warum du das Ganze machst und was es für dich bedeutet. Das du Dickschädel beim Rennen disqualifiziert wurdest, wundert mich gar nicht. Das Hippie-Anarchie-Verhalten prägt dich ja bis heute noch. 😂😂😂

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